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23.11.2019

Ein Jahrzehnt des Ökologischen Aufbruchs gestalten

Tagung im Landtag über Ziele für morgen und Handeln im Hier-und-Heute

„Wir wollen ein Jahrzehnt des ökologischen und sozialen Aufbruchs gestalten“: Aufgeteilt in zwei Veranstaltungen werden die GRÜNEN unter dieser Devise über die großen Herausforderungen der im nächsten Jahr beginnenden 20er Jahre dieses Jahrhunderts diskutieren. Sie wollen analysieren, welche Projekte in Hessen bereits auf dem Weg und welche notwendig sind. „Politik hat die Aufgabe, über den Tag hinaus zu denken, Orientierung zu geben und Haltung zu zeigen. Nur wer weiß, wo er hinwill, kann ein Ziel beschreiben, Menschen begeistern und die richtigen Schritte in diese Richtung gehen. Wir wollen im Hier-und-Heute gestalten und gleichzeitig den Horizont weiten sowie Perspektiven eröffnen“, so der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Mathias Wagner.

Mit der heutigen Veranstaltung nehmen die GRÜNEN die ökologischen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts in den Blick. Im März 2020 folgt dann eine Tagung mit dem Schwerpunkt auf den sozialen Herausforderungen.

Bei der Veranstaltung stehen nach einem Input des GRÜNEN Bundesvorsitzenden Robert Habeck in Diskussionsforen mit den GRÜNEN Minister*innen Priska Hinz und Tarek Al-Wazir sowie weiteren Expert*innen die Themen Klima- und Naturschutz, Biodiversität sowie die Verkehrs- und Agrarwende im Mittelpunkt. „Ein ökologischer Aufbruch ist nötig, weil wir nicht mehr viel Zeit haben, unseren Planeten zu retten und kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Allein von Hessen aus werden wir die Welt nicht retten können, aber wir wollen weiterhin unseren Beitrag leisten“, sagt Wagner.

Die GRÜNEN folgen dabei dem Motto: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. Wagner: „Dieser Satz ist seit unserer Gründung vor 40 Jahren unsere Leitlinie. Heute müssen wir bei den Verkehrsproblemen in unseren Städten über den Schutz der Insekten bis hin zur ökologischen Landwirtschaft die Weichen dafür stellen, dass wir der nächsten Generation eine Erde zurückgeben, die nicht vor dem Kollaps steht.“ Dafür übernehmen wir in Hessen Verantwortung.

Das Zeitalter der fossilen Energieträger ist zu Ende und das Zeitalter der Erneuerbaren Energien endgültig angebrochen. Es geht nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie des Ausbaus. Wir arbeiten an der CO2 neutralen Landesverwaltung bis 2030, der energetischen Sanierung und Klimaneutralität der Wohnungen der landeseigenen Nassauischen Heimstätte sowie dem Programm „100 wilde Bäche“ zur Renaturierung von Fluss- und Auenlandschaften und starten eine Plastikvermeidungsstrategie. Um die Verkehrswende voranzutreiben gibt es erstmals in Hessen ein eigenständiges Landes-Radwegebau-Programm mit einer Erhöhung der Mittel auf acht Millionen Euro, das Seniorenticket wird einführt, das Schülerticket verstetigt. Die Erhöhung der ökologisch bewirtschafteten Fläche auf 25 Prozent oder die Weiterentwicklung der Glyphosat-Ausstiegsstrategie sind uns ebenso wichtig wie die Finanzierung der Landesenergieagentur. Natürlich muss dieser ökologische Auftakt ein sozial-ökologischer Aufbruch sein, der für alle Menschen funktioniert und niemanden zurücklässt.

Menschen, die wirklich gestalten wollen, gehen nicht nur voran, sie bringen auch andere zusammen. Wagner: „Diese Bündnis-Idee tragen wir seit der Wiedervereinigung in unserem Parteinamen. Als zweitstärkste politische Kraft in Hessen kommt uns hierbei eine neue Rolle und Verantwortung zu. Wir können und wollen weit über unsere bisherige Kern-Anhängerschaft und Kern-Themen hinaus Politik gestalten, mit Menschen ins Gespräch kommen und in der Breite der Gesellschaft für unsere Ideen und Konzepte werben. Vieles muss anders werden, damit es gut bleiben oder gut werden kann. Die Angst vor Veränderungen ist verständlich. Aber Verharren oder gar die Sehnsucht nach der vermeintlich guten alten Zeit wird weder den Status quo erhalten, noch die Herausforderungen der Zukunft gestalten. Für diese Gestaltung des Wandels wollen wir, so wie mit unserer Tagung, immer wieder gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen und Organisationen zum gemeinsamen Diskurs einladen.“

Für einen ökologischen Aufbruch braucht es nicht nur gute Ideen und Projekt, sondern auch Mut und Zuversicht. Viel Menschen haben den Glauben an die Wirksamkeit der Politik leider verloren oder suchen bei Populisten nach einfachen Erklärungen, die es aber in einer globalisierten und technisch diffizilen Welt nicht geben kann. Wagner: „Politik kann die Welt nicht einfacher machen als sie ist. Sie kann aber realistische Perspektiven aufzeigen und aus Hoffnung Wirklichkeit werden lassen.“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Lisa Uphoff
Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
Mail: presse-gruene@ltg.hessen.de
Web: http://www.gruene-hessen.de/landtag

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