Die Landwirtschaft in Hessen muss aus Sicht der GRÜNEN stärker auf die Zukunftsherausforderungen ausgerichtet werden. Das bedeutet, dass sie effizienter, klima-, umwelt-, tier- und naturschutzfreundlicher werden muss. Wir sind der Auffassung, dass diese Aufgaben in erster Linie durch viele bäuerlich wirtschaftende Höfe bewältigt werden können, die für die Bedürfnisse der regionalen Märkte produzieren. Mehr
DIE GRÜNEN betonen, dass jetzt die Chance bestünde, die Zahlungen an die Landwirtschaft auf ein neues, gesellschaftliches Fundament zu stellen. Dieses neue Fundament ist dringend notwendig, denn für viele Bürger ist es nicht selbstverständlich, dass die Landwirte für ihre Arbeit vom Staat finanziell unterstützt werden. Wenn wir wollen, dass diese Zahlungen akzeptiert werden, müssen wir den Menschen klar machen, wofür die Landwirtschaft dieses Geld bekommt und neue Prioritäten setzen: Der Umweltschutz spielt dabei die zentrale Rolle.
Die Ministerin folgt mit ihrem Handeln den von den GRÜNEN erhobenen Forderungen nach einem Verzicht auf die chemische Bekämpfung des Waldmaikäfers. Allerdings beziehe sich die Ministerin nur auf die Staatswaldflächen. Die Maikäferpopulation befindet sich nach Einschätzungen des Ministeriums aber zu zwei Dritteln auf Kommunal- und Privatwaldflächen. Der Maikäfer ist ein Symptom für die starken Belastungen, denen die südhessischen Wälder ausgesetzt sind.
DIE GRÜNEN kritisieren aber die unbedachten Investitionen besonders für Stallbauten, da sie die Massentierhaltung besonders in Nordhessen weiter vorantreiben und die bäuerlichen Strukturen Hessens verdrängen. „So sollten nur noch Ställe gefördert werden, wenn der Betrieb die Hälfte des benötigten Futters selbst erzeugen kann“, schlägt Angela Dorn vor. „Wir sehen gerade an der Antibiotikaproblematik, welche Auswirkungen Massentierhaltung hat.“
Die Situation der Wälder ist gekennzeichnet durch Schadstoffbelastungen, Waldsterben durch Grundwasserabsenkung, Klimaveränderungen und dazu noch überhöhte Schalenwildbestände. „Wir erwarten deshalb von einem Nachhaltigkeitsbericht konkrete Lösungsansätze. Sie können aber nicht entwickelt werden, wenn die Landesregierung an den entscheidenden Stellen nicht handelt“, kritisiert der forstpolitische Sprecher der GRÜNEN, Daniel May.
Im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen wird die ökologische Wertigkeit einer Fläche verbessert. Auf Ausgleichsflächen kann Landwirtschaft betrieben werden. Bei der Zunahme von Siedlungs- und Verkehrsfläche geht aber Fläche unwiederbringlich verloren. Es ist eine Verschleierung der Tatsachen, die erneuerbaren Energien, die eine untergeordnete Rolle spielen, oder Ausgleichsmaßnahmen in einem Atemzug mit der Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche als Verursacher vom Flächenverbrauch zu nennen. Alle Pressemitteilungen zum Thema Ländlicher Raum und Landwirtschaft
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LAG Landesentwicklung, Regionalplanung und Wohnungspolitik
24. Februar 2012