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21.09.2017

Doppelhaushalt 2018/2019: Mehr Geld für Umwelt- und Naturschutz: Hessen übernimmt Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen

Aus Sicht der GRÜNEN im Landtag setzt der Haushaltsentwurf der Landesregierung die richtigen Schwerpunkte im Haushalt des Umweltministeriums: „Wir freuen uns sehr, dass es den Spielraum für deutlich mehr Unterstützung für den Natur- und Umweltschutz, für Klimaschutz und ökologische Landwirtschaft gibt“, erklärt Angela Dorn, Sprecherin für Umweltschutz der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorstellung des Doppelhaushalt 2018/2019 durch Umweltministerin Priska Hinz. „Unsere Umwelt bleibt nicht von selbst intakt. Es braucht viel Engagement und kluge Ideen, um sie zu bewahren – und es braucht eben auch Geld. Der Etat des Umweltministeriums zeigt, dass wir den Schutz von Natur und Umwelt ernst nehmen. Denn sauberes Wasser, gesunde Wälder, Wiesen und Äcker sowie eine intakte Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten sind unsere Lebensgrundlagen. Seit vielen Jahren kämpfen wir GRÜNE gemeinsam mit vielen engagierten Menschen in der Umweltbewegung für den Erhalt unseres Planeten. Und es ist die wahrscheinlich wichtigste Aufgabe unserer Generation, die Klimakatastrophe abzuwenden. Dazu müssen und wollen wir in Hessen unseren Beitrag leisten.“

 

Naturschutz gestärkt

Die Arbeit im Naturschutz wird finanziell deutlich gestärkt: 15,8 Millionen Euro im Jahr 2018 und 17,1 Millionen Euro im Jahr 2019, insgesamt  also 33 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. „Das sind sechs Millionen Euro 2018 und 7,2 Millionen Euro 2019 mehr im Vergleich zu heute“, freut sich Dorn. „Unter anderem werden mit dem zusätzlichen Geld weitere Landschaftspflegeverbände gefördert. Viele wichtige Projekte, in die jetzt Mittel fließen, gehen wir zusammen mit ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützern, Landwirtinnen und Landwirten sowie der Forstverwaltung und den Kommunen an. Mit ihnen allen wollen wir dafür sorgen, dass es artenreichere Landschaften mit Obstbäumen, blühenden Wegrainen und natürlichen Bachläufen gibt, dass Gewässer wieder als Lebensraum dienen und dass erfolgreiche Schutzmaßnahmen in Vogelschutzgebieten durchgeführt werden können.“

 

Mittel für Klimaschutzplan verdoppelt

Im Hessischen Klimaschutzplan 2025 sind vordringliche Schritte definiert, die zuerst umgesetzt werden sollen. Damit das zielgenau möglich wird, stehen im neuen Haushalt mehr als doppelt so viele Mittel wie bisher bereit; für 2018 sind es 11,86 Millionen Euro und für 2019 sind es 12,86 Millionen Euro. „Wir müssen Verantwortung übernehmen, um die Klimakatastrophe aufzuhalten und um ihre Folgen wie zum Beispiel häufigere und gefährlichere Wetterextreme zu bewältigen. Wir müssen in allen Lebensbereichen den Klimaschutz berücksichtigen ob in der Land- und Forstwirtschaft, in unseren Gebäuden, in der Bildung oder bei der Ernährung. Insbesondere der Verkehr ist für ein Transitland wie Hessen für den Klimaschutz elementar – hier schaffen wir Lösungen für Landesbeschäftigte, für den städtischen Busverkehr bis hin zum ländlichen Raum“, erklärt Dorn.

 

Hessen geht beim Ökolandbau weiter voran

Hessen ist bundesweit Spitze beim ökologischen Landbau. Damit das so bleibt und noch mehr Betriebe in Hessen motiviert werden, auf Bio umzustellen, unterstützt das Land sie auch finanziell. 2018 stehen 20,2 Millionen Euro und 2019 noch einmal maximal 20 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Betriebe sollen langfristige Planungssicherheit haben und sicher sein können, dass sich die Umstellung auf Ökolandbau auch wirtschaftlich lohnt. Mit dem Ökoaktionsplan sind wir genau den richtigen Weg gegangen. Wir haben den Anteil der Ökofläche deutlich gesteigert, die Vermarktung von biologischen und regionalen Produkten ankurbelt und ökologisches Wirtschaften besser in der landwirtschaftlichen Ausbildung verankert. Auch die Ökomodellregionen sind wegweisend und sollen weitere Regionen als Beispiel dienen.“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecher: Volker Schmidt
Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
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