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22.05.2009

GRÜNE: Landesregierung soll öffentlichen Dialog über Scheitern des Kulturpreises organisieren

Die Organisation eines öffentlichen Dialogs um die Begleitumstände des Hessischen Kulturpreises fordert die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von der hessischen Landesregierung ein. „Die ganze Republik diskutiert, nur die Landesregierung schweigt. Das bisherige Scheitern der Vergabe des Kulturpreises wirft ein Schlaglicht auf die Situation des interreligiösen Dialogs nicht nur in Hessen und auf den Stand der Integrationsbemühungen. Die vorgesehenen Preisträger sollten sich deshalb nicht nur im stillen Kämmerlein miteinander unterhalten, wie es Vertreter der Landesregierung anregten, ein öffentlicher Dialog und nicht beschämtes Wegducken ist das Gebot der Stunde“, fordert die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Sarah Sorge.

In den letzten Tagen hatten sich u. a. auch Bundestagspräsident Lammert, Innenminister Schäuble und EKD-Ratsvorsitzender Huber zu der „Staatsposse“ in Hessen geäußert. „In den Feuilletons der Zeitungen und den Kultursendungen wird über die Vergabe des Hessischen Kulturpreises diskutiert, nur im Bundesland des Geschehens selbst herrscht Funkstille. Die Debatte geht inzwischen weit über persönliche Betroffenheiten hinaus, das aktuelle Scheitern der Preisvergabe wird auf seine gesellschaftspolitische Dimension hin abgeklopft. Darüber ist ein Dialog dringend notwendig und es stünde der Landesregierung gut an, ihn zu organisieren“, so Sarah Sorge.


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