Gleiche Chancen für Frauen und Männer

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Gleiche Chancen für Frauen und Männer

Wir wollen, dass die öffentliche Verwaltung bei der Gleichberechtigung von Frauen und Männern mit gutem Beispiel vorangeht. Wir haben deshalb ein Gleichberechtigungsgesetz erarbeitet, das Männern und Frauen helfen soll, Familienaufgaben und Karriere unter einen Hut zu bekommen, das mehr Frauen in Führungspositionen bringen soll und die Rechte der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten stärkt. Das Gesetz wurde im Dezember 2015 vom Landtag beschlossen. Die öffentliche Verwaltung soll gerechter, weiblicher und familienfreundlicher werden – und damit auch ein Vorbild für Unternehmen in ganz Hessen sein.

 

Mehr Chefinnen für Hessen

Gut die Hälfte der Beschäftigten in der hessischen Landesverwaltung sind Frauen. Je höher man aber auf die Führungsebenen geht, desto geringer ist ihr Anteil. Wir GRÜNE wollen das ändern. Das neue Gleichberechtigungsgesetz verpflichtet alle Dienststellen – also die Landesregierung und alle ihr unterstellten Behörden und Betriebe –, moderne Instrumente der Personalführung anzuwenden. Das soll eine geschlechtergerechte Besetzung von Stellen sichern.

Zu diesen Instrumenten gehört es zum Beispiel, Führungspositionen in Teilzeit zu ermöglichen, Fortbildungen für Frauen anzubieten, Personalkosten geschlechtergerecht zu budgetieren und eine Führungskultur zu schaffen, die die Chancengleichheit berücksichtigt. Frauen werden außerdem bei gleicher Qualifikation bei der Besetzung von freien Führungspositionen bevorzugt, solange sie in der jeweiligen Hierarchieebene unterrepräsentiert sind.

 

Mehr Möglichkeiten für Menschen mit Familien

Niemand soll im Berufsleben benachteiligt sein, weil er oder sie sich um Kinder oder die Pflege von Angehörigen kümmert. In der öffentlichen Verwaltung sollen flexible Arbeitsmodelle wie Teilzeit oder Home Office die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Damit Karrierewege allen offen stehen, sollen bei der fachlichen Beurteilung künftig auch die privaten Erfahrungen bei der Betreuung von Kindern oder Pflege von Eltern einbezogen werden können. Außerdem wird die Teilnahme an Fortbildungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Familie erleichtert. Wer für die Familie eine Auszeit vom Job nimmt, soll durch gezielte Förderprogramme leichter wieder einsteigen können.

 

Klagerecht für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

In der öffentlichen Verwaltung wachen die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten darüber, dass die festgelegten Regeln auch tatsächlich eingehalten werden. Mit dem neuen Gesetz stärken wir sie deutlich. Sie haben das Recht, frühzeitig an allen Entscheidungen beteiligt zu werden, die die Gleichstellung von Frauen und Männern betreffen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Frauenförder- und Gleichstellungspläne aufgestellt oder Stellen ausgeschrieben werden. Auch an Auswahlverfahren für Stellenbesetzungen und an Schritten zum Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sollen sie mitwirken. Wenn das nicht geschieht, können die Beauftragen jetzt mit dem neuen Organklagerecht diese Rechte auch einklagen, wenn es nicht mehr anders geht.

 

Daran arbeiten wir: Gleichberechtigungsgesetz mit Leben füllen

Ein Gesetz allein verändert noch nicht die Realität. Aber das neue Gleichberechtigungsgesetz legt eine sehr gute Grundlage für gleiche Chancen für Frauen und Männer. Damit es wirken kann, sind die Dienststellen der öffentlichen Verwaltung gefordert. Wir werden darauf achten, dass sie die Regeln mit Leben erfüllen und die Möglichkeiten ausnutzen, die das Gesetz ihnen bietet.

 

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