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25.04.2009

GRÜNE: Hahns Verhalten und Sprache sind eines stellvertretenden Ministerpräsidenten nicht würdig

Zu den Äußerungen von FDP-Landeschef Hahn, Gesine Schwan solle ihre Kandidatur als Bundespräsidentin zurückziehen, erklärt die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen, Kordula Schulz-Asche:

„Hahns Aufforderung an Frau Schwan, ihre Kandidatur zurückzuziehen, entbehrt jeder Grundlage und ist der durchsichtige Versuch, durch möglichst lautstarkes Gepoltere von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Der hessische FDP-Vorsitzende hat offensichtlich ein Problem mit starken Frauen in der Politik, die ihre eigene Meinung vertreten. Schließlich hat er es auch zu verantworten, dass unter den 20 Landtagsabgeordneten der FDP-Fraktion gerade einmal eine Frau ist.“

Hahn selbst hatte in dieser Woche seinen eigenen Verzicht auf eine Kandidatur für das Parteipräsidium der Bundes-FDP erklären müssen. „Großspurigen Ankündigungen in markigen Worten folgen bei Herrn Hahn regelmäßig kleinlaute Rückzugsgefechte“, so Schulz-Asche. „Mit seiner Wortwahl ist er diesmal allerdings weit über das Ziel hinaus geprescht. Eine über die Parteigrenzen hinweg anerkannte Kandidatin für das höchste Amt im Staate als ‚freifliegenden Torpedo’ zu bezeichnen und ihr die Eignung abzusprechen, ist eine vollkommen unangemessene Wortwahl für einen stellvertretenden Ministerpräsidenten. Wer die bislang überforderte Kultusministerin Henzler in seinen Reihen hat, sollte sich solcher Urteile gerade nach dieser Woche enthalten.“

„Offensichtlich hätte sich Jörg-Uwe Hahn als Marineminister wohler gefühlt – vielleicht wäre er für ein solches Amt mangels hessischer Küstengewässer auch geeigneter gewesen. Zumindest hätte er weniger Schaden anrichten können.“

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