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12.09.2026

Hessenkongress 2026: Gemeinsam arbeiten wir am Update für unsere Demokratie

Mit mehr als 300 Teilnehmenden haben die hessischen GRÜNEN heute in Frankfurt gemeinsam beim ersten Hessenkongress an neuen Ideen für die Zukunft gearbeitet. Bei den wichtigen Zukunftsthemen versagt die schwarz-rote Landesregierung, gerechte Konzepte sind nicht in Sicht. „Gerechtigkeit ist aber unser zentrales Thema und Aufgabe für die nächsten Jahre, gerade nach dieser Woche mit der Wahl in Sachsen-Anhalt und der niederschmetternden Pisa-Studie“, sagte zur Begrüßung Julia Frank, hessische Landesvorsitzende der GRÜNEN.

Ihre Co-Vorsitzende Anna Lührmann: „Wir brauchen in Zukunft Demut und Mut: Demut zu wissen, dass unsere Demokratie nicht perfekt ist. Daran müssen wir arbeiten. Und wir brauchen Mut raus zu gehen, die Ärmel hoch zu krempeln und zu sagen: Wir machen das jetzt besser. Denn wir haben schon einmal gezeigt, dass wir Hessen voranbringen können: In unserer letzten Regierungsbeteiligung. Wir wollen keine Rolle rückwärts in die Vergangenheit. Aber auch der Status Quo ist keine Option. Unsere Demokratie braucht dringend ein Update. Dafür entwickeln wir heute gemeinsam Ideen für Bildung, Mobilität, Natur- und Klimaschutz, Soziales und Digitalisierung. Denn gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, das ist Demokratie. Wir wollen zusammen unsere Richtung bestimmen, und wir werden immer mehr. Allein seit dem vergangenen Wochenende konnten wir 100 neue Mitglieder registrieren und sind jetzt mehr als 14.200 GRÜNE in Hessen

Miriam Dahlke, Parlamentarische Geschäftsführerin der GRÜNEN Landtagsfraktion: „Heute ist der Auftakt für unseren Programmprozess für die Landtagswahl 2028. Wir wollen die Zukunft gestalten. In diesem Sommer haben wir die Klimakrise in voller Ausprägung erlebt. Von der Landesregierung kamen den Sommer über nur wohlfeile Tipps wie ‚in den Schatten gehen und mehr trinken‘. Als GRÜNE haben wir neben der Klimaanpassung auch den Kampf gegen die Ursachen der Klimakrise im Blick: Nichts tun ist teurer als Handeln, deswegen ist Klimaschutz auch Wirtschaftspolitik. Und auch bei der Bildung kürzt unsere Landesregierung: bei Kitas, Schulen und Hochschulen, statt gerade in die Ressource Bildung zu investieren. Wir brauchen eine positive Erzählung davon, wie wir unser Land gestalten wollen – und wir haben sie.“

Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion: „Die Landesregierung zeigt bei den wichtigen Themen blanke Ignoranz nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf, sonst müsste Schwarz-Rot endlich agieren. Aber die CDU hat keinen Gestaltungswillen und die SPD kann einfach nicht regieren. Wir hingegen haben Antworten. Der Weg in die Landesregierung beginnt heute. Wir zeigen, dass der Bildungserfolg nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Das es möglich ist, für verlässliche Mobilität für alle zu sorgen. Das es möglich ist, Wohnen wieder bezahlbarer zu machen. Und es ist nicht nur möglich, sondern auch unverzichtbar, unser Klima zu schützen und kommenden Generationen ein lebenswertes Land zu hinterlassen. Denn Klimaschutz ist Menschenschutz. Und wir dürfen nicht resignieren gerade nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: Gerade jetzt verteidigen wir unsere Demokratie, unsere Freiheit und die Vielfalt: demokratisch statt autoritär, solidarisch statt egoistisch, gleichberechtigt statt chauvinistisch, bunt statt braun. Der AfD halten wir entgegen: Wir geben unser Land nicht her.“

Als externe Speakerin gab Swantje Dietrich mit ihrer Keynote einen Input. Die Schulleiterin an der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-IGS in Wiesbaden, die sich selbst „Bildungs-Optimistin“ nett, stellte dar, wie sich die Erfahrungsräume der Schülerinnen und Schüler verändert haben in den vergangenen Jahren und welche Konsequenzen das auf die Schule hat: „Viele sehen im Bildungsziel allein die fachliche Leistung, wir müssen aber den gesamten Menschen fördern. Dafür brauchen wir Änderung bei der Bewertung der Leistungen und bei der Lehrerausbildung. Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Übertragungsproblem von Wissenschaft auf die Praxis. Wir brauchen dafür vor allem vernetzte Potenziale. Wir brauchen Zeit für Entwicklung. Bildung muss langfristig gedacht werden, denn jedes Kind sollte seine Stärken weiter entwickeln können. Denn auf dem Hintergrund der Demografie können wir uns keine Bildungsverlierer mehr leisten.“


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