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11.06.2011

Wiederanfahren von Biblis B nach Moratorium? RWE immer unverschämter

Mit großer Verärgerung haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die heutige Meldung aufgenommen, dass RWE sich das Wiederanfahren des AKWs Biblis B nach dem Auslaufen des dreimonatigen Atommoratoriums in der kommenden Woche offen hält.

„Wie warnen RWE davor, gegen den einmütigen Willen des Hessischen Landtags und des Deutschen Bundestages und der Mehrheit der deutschen Bevölkerung das Schrott-AKW Biblis B noch einmal vor der endgültigen Stilllegung für ein paar Wochen anzufahren. EON hat im Unterschied zur RWE bereits erklärt, dass das Unternehmen auf ein Wiederanfahren seiner AKWs vor der endgültigen Stilllegung verzichten und keine Tricks vor dem voraussichtlichen Inkrafttreten des novellierten Atomgesetzes am 8. Juli versuchen wird“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das erneute zweifelhafte Verhalten des Energie-Oligopolisten RWE.

„RWE-Chef Jürgen Großmann geriert sich einmal mehr als der Rambo der Energiebranche. Dieses Verhalten gegenüber der gesellschaftlichen und politischen Mehrheit in unserem Land verursacht, nur um zusätzliche Gewinne aus einem kurzen Betrieb des zur endgültigen Stilllegung vorgesehenen  AKWs ziehen zu können, einen enormen weiteren Ansehensschaden für den Konzern. Bei einem solchen Vorgehen ist es nachvollziehbar, wenn noch mehr Kundinnen und Kunden künftig den RWE-Konzern boykottieren“, macht Tarek Al-Wazir auch auf die negativen Auswirkungen auf die Geschäftssituation des Konzerns aufmerksam.

„Ich frage mich deshalb, wo der Aufschrei des Aufsichtsrats und der Aktionäre gegen die Politik des RWE-Vorstandvorsitzenden bleibt. Schließlich existieren bei RWE auch noch eine Reihe öffentlicher Anteilseigner, die durch die Großmannschen Vorstöße Vermögensverluste befürchten müssen“, erinnert Tarek Al-Wazir an die Verantwortung der Eignerseite, Herrn Großmann in seine Schranken zu weisen.


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne

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