Vanessa Gronemann, Sprecherin für Naturschutz der GRÜNEN Landtagsfraktion und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, zur Novelle des hessischen Jagdrechts:
„Umweltminister Jung zeigt erneut sein Desinteresse an der heimischen Artenvielfalt. Obwohl Iltis, Waldschnepfe und Co. auf den hessischen ‚Roten Listen‘ gefährdeter Arten stehen, sollen sie ab April bejagt werden. Die Entscheidung des Ministers entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Diese Tiere richten keinen Schaden an. Manche – wie der Baummarder und das Mauswiesel – sind als Mäusejäger sogar Nützlinge in der Land- und Forstwirtschaft. Wer sie schießt, tut das nur aus Freude am Töten, denn eine Verwendung finden die erlegten Tiere nicht. Der Erhaltungszustand vieler betroffener Tierpopulationen ist labil und könnte sich unter Schwarz-Rot weiter verschlechtern. Aber die Warnungen von Umweltexpert*innen hat der Minister in den Wind geschlagen – und riskiert sogar einen Bruch von EU-Recht.“
Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
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