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06.11.2018

Ferkelkastration: Alternativen zu Tierleid gibt es – sie müssen nur genutzt werden

Auch bei den GRÜNEN im Landtag stößt die Entscheidung der großen Koalition in Berlin, die Kastration männlicher Ferkel ohne Betäubung nun doch länger als bisher geplant zu erlauben, auf Unverständnis. „Damit verlängern Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und die übrige Bundesregierung völlig unnötig das Tierleid in deutschen Ställen und Mastbetrieben. Denn auch bei uns in Deutschland gibt es von Wissenschaftlern, Tier- und Verbraucherschützern längst anerkannte schmerzfreie Alternativen, wie etwa die Kastration der Ferkel unter Narkose“, kritisiert Ursula Hammann, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, den Aufschub scharf. „Leider hat sich die Fleischindustrie, die sich allein aus Kostengründen gegen solche Lösungen stemmt, wieder durchgesetzt. Julia Klöckner muss in ihrer Verantwortung als Bundeslandwirtschaftsministerin endlich mehr Tierschutz umsetzen.“

„Es ist ein Armutszeugnis und ein weiterer Beleg dafür, dass die amtierende Bundesregierung jede Gestaltungskraft verloren hat“, so Hammann weiter, „Zuerst beschließt die große Koalition, die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung in Deutschland endlich zu verbieten – nur um jetzt eine weitere Übergangsfrist von zwei Jahren zu schaffen. Millionen männlicher Ferkel könnte das Leid einer betäubungslosen Kastration erspart bleiben, denn es gibt Alternativen. Sie müssen nur genutzt werden!“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
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