Lebensräume schützen, Vielfalt erhalten

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Lebensräume schützen - Vielfalt erhalten

Der Schutz der Natur und die Rechte der Tiere zählen seit unserer Gründung zu den wichtigsten Triebfedern für GRÜNE Politik. Saubere Luft, gesunde Böden und reines Wasser sind für Mensch und Tier lebensnotwendig.

 

Artenvielfalt retten

Wir haben die Biodiversitätsstrategie um viele konkrete Schritte für die Artenvielfalt erweitert. Mit dem Agrarumweltprogramm HALM fördern wir die nachhaltige Landwirtschaft, unter anderem mit einheimischen Eiweißpflanzen, Blühstreifen und Streuobstwiesen. Die Bienenkampagne sorgt für mehr Blühpflanzen in Gärten und Parks, ein Baustein gegen das bedrohliche Insektensterben.
Damit unsere Seen, Flüsse und Bäche sauberer werden, haben wir unter anderem das Wassergesetz verschärft. Am Rand von Gewässern darf kein Dünge- und Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt und nach einer Übergangszeit auch nicht mehr gepflügt und gebaut werden. Gewässerberaterinnen und -berater unterstützen die Städte und Gemeinden bei der Umsetzung der neuen Regeln.

 

Naturraum erhalten

Wir haben den Naturpark Reinhardswald neu geschaffen und die Fläche des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land mehr als verdoppelt. Die zwölf Naturparks nehmen fast die Hälfte der Landesfläche ein – das ist bundesweit ein Spitzenwert.
Das Landesgeld für den Naturschutz haben wir im Haushalt 2018/19 auf 33 Millionen Euro gesteigert, das Kapital für die Stiftung Natura 2000 um je 2,5 Millionen Euro erhöht. Aus der neuen Umweltlotterie GENAU fließen Woche für Woche 5.000 Euro an je ein Naturschutzprojekt. Und wir haben das Landesamt für Umwelt und Geologie um den Bereich Naturschutz erweitert.

 

Mehr Tierwohl

Die neue Stiftung Tierschutz stellt jedes Jahr 150.000 Euro für Tierheime bereit. Dank der neuen Katzenschutzverordnung können Kommunen ein Kastrationsgebot für frei lebende Katzen erlassen. Das entlastet die Tierheime und verhindert das Elend wild lebender und oft kranker Katzen.
Der Runde Tisch Tierwohl hat konkrete Schritte für Nutztiere eingeleitet, damit zum Beispiel Schnäbel von Legehennen nicht mehr gekürzt und Kühen nur notfalls Antibiotika verabreicht werden.
Im Hochschulgesetz haben wir verankert, dass Tierversuche reduziert und möglichst komplett ersetzt werden sollen. Zwei Stiftungsprofessuren erforschen die Möglichkeiten dazu.

 

Rückkehr der Wildtiere

Wir freuen uns, dass dank Biodiversitätsstrategie und der Arbeit der engagierten Naturschützer und Forstleute Wildtiere wie Luchs, Sumpfschildkröte und Fischotter wieder heimisch werden.
Mit dem Wolfsmanagementplan sind wir auch auf die Rückkehr des Wolfes nach Hessen gut vorbereitet. Mit neuen Jagd- und Schonzeiten leisten wir einen Beitrag für den Erhalt des Waldes und für die Artenvielfalt.

 

Das haben wir vor:

n der kommenden Wahlperiode wollen wir weitere Naturschutzgebiete ausweisen, die Planung für die bis 2020 nötigen Schritte in den hessischen Vogelschutzgebieten abschließen und die Bemühungen der Kommunen für eine Biosphärenregion Wiesbaden, Rheingau-Taunus, Mainspitze unterstützen.
Die Zuständigkeit für den Naturschutz, die derzeit noch auf Forst-, Landwirtschafts- und Naturschutzverwaltung verteilt ist, wollen wir in einer Naturschutzfachverwaltung besser bündeln. Wir wollen mehr Wildnis wagen, etwa mit mehr naturbelassenem Wald und mit Programmen für den Umgang mit Wildtieren und für Artenvielfalt im Offenland. Auch in die Stadt sollen zum Beispiel Wildpflanzen, Gründächer und grüne Fassaden sowie Bienenstöcke und Fledermauskästen mehr Wildnis und mehr Klimaschutz bringen. Wir wollen die Versiegelung von Flächen schrittweise weiter reduzieren, mit dem Ziel Netto Null.

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