Die Mitglieder der GRÜNEN in Hessen haben für die Einführung eines Delegiertensystems auf Landesparteitagen entschieden. Vom 2. bis 30. Oktober lief die erste parteiinterne hessenweite Urabstimmung, bei der die Mitglieder entscheiden konnten, ob sie wie bisher Entscheidungen auf Landesebene in einer Mitgliederversammlung treffen oder zu einem Delegiertensystems wechseln wollen.
Für ein Delegiertensystem entschieden sich 73,3 Prozent der abstimmenden Mitglieder (3155 von 4305 der gültigen Stimmen). Dies markiert die größte basisdemokratische Abstimmung der Partei, die inzwischen auf über 14.000 Mitglieder gewachsen ist. So werden die Entscheidungen auf Landesparteitage ab dem 1.August 2027 durch von den Kreisverbänden gewählte Delegierte stattfinden. Das Teilnahme- und Rederecht für alle Mitglieder bleibt erhalten.
Die Entscheidung ist Ergebnis eines jahrelangen parteiinternen Diskussionsprozesses unter der organisatorischen Leitung von Uta Brehm aus Wiesbaden. Aus Sicht der Befürworter*innen der Reform werden Entscheidungen so repräsentativer und kosteneffizienter getroffen.
Die Landesvorsitzenden Julia Frank und Anna Lührmann begrüßten das klare Ergebnis der Abstimmung. „Damit können wir unsere Ressourcen besser einsetzen: für direkte Begegnungen mit den Hess*innen und die zeitgemäße, interaktive Beteiligung unserer Mitglieder.“
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