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19.08.2013

DGB-Studie zu Frauen im Niedriglohnbereich - GRÜNE fordern Neuorientierung in der Arbeitsmarkt und Sozialpolitik

Anlässlich der vom DGB vorgestellten Studie über den hohen Anteil von Frauen im Niedriglohnbereich fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Neuorientierung in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. „Für viele Frauen bedeutet ihre schlechte Bezahlung, dass sie trotz Arbeit noch vom Staat Unterstützung brauchen und im Alter von Armut bedroht sind. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, kritisiert Angela Dorn, Spitzenkandidatin der GRÜNEN für die Landtagswahl. Hinzu komme, dass „frauentypische“ Berufe, beispielsweise in der Pflege und Erziehung, schlechter bezahlt werden als „typisch männliche“ Berufe. Dies benachteilige Frauen am Arbeitsmarkt zusätzlich. „Die Spaltung des Arbeitsmarktes ist ungerecht und muss endlich beseitigt werden. Wir werden erst Ruhe geben, wenn wir unser Ziel ‚gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ endlich erreicht haben. Es ist erschreckend, dass der Anteil der Frauen im Niedriglohnbereich in Hessen noch über dem Bundesdurchschnitt liegt.“

Schwarz-Gelb hat nach Ansicht der GRÜNEN Arbeitnehmerrechte sträflich vernachlässigt. „Statt schwarz-gelber Selbstbeweihräucherung brauchen wir eine aktive und geschlechtergerechte Arbeitsmarktpolitik auf Landesebene, die den gesamten Lebenslauf von Frauen in den Blick nimmt und die für Frauen bestehenden Nachteile am Arbeitsmarkt beseitigt. Dazu gehören unter anderem eine ausreichende, gute und flexible Kinderbetreuung und eine qualifizierte Beratung von Mädchen und Jungen, um für ein breiteres Spektrum an Ausbildungsberufen zu werben. Gerade bei der Kinderbetreuung zeigt sich, dass Hessen auch hier weniger Angebote hat als der Bundesdurchschnitt.“

DIE GRÜNEN erinnern daran, dass die schwarz-gelbe Regierungskoalition noch im vergangenen Herbst einen Gesetzentwurf der GRÜNEN für ein hessisches Tariftreue- und Vergabegesetz abgelehnt hat. Das Gesetz sah die  Verankerung der Tariftreuepflicht und eines Mindestentgelts von aktuell 8,50  Euro brutto je Stunde bei der öffentlichen Auftragsvergabe vor und hätte somit Vorbildfunktion auch für die hessischen Unternehmen übernehmen können.

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