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20.03.2010

Odenwaldschule: GRÜNE fordern Aufklärung über die Aktivitäten des Staatlichen Schulamtes

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert nach neuen Presseberichten zum  Vorgehen des zuständigen Staatlichen Schulamtes Bergstraße Ende der neunziger Jahre gegen mutmaßliche Täter  an  der Odenwaldschule  weitere Aufklärung von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP).  Nach Auskunft von Frau Henzler hat der damalige Bericht des zuständigen Schulamtes  über die Ermittlungen zu Kindesmissbrauch an der Odenwaldschule nur auf einen Täter schließen lassen. Tatsächlich handelte es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um acht Lehrer und 33 Opfer. Dies wurde damals vom zuständigen Schulamt nicht ermittelt.

„Sollte es zutreffen, dass es bereits damals hinreichende Hinweise gab, dass es mehrere Täter und Opfer an der Odenwaldschule gegeben hat, dann wollen wir wissen, warum diesen Hinweisen nicht ausreichend nachgegangen wurde“, so der familienpolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Marcus Bocklet.

„Frau Henzler hat im Schulausschuss berichtet, dass damals vom zuständigen Schulamt alles Erdenkliche getan wurde, um alle Fälle und Umstände des Missbrauchs zu klären. Daran muss man nach den Presseberichten ernsthaft zweifeln“, so Marcus Bocklet.

Um dies aufzuklären, bitten die GRÜNEN  Frau Henzler in einem Brief um weitere Auskünfte zu den Aktivitäten des Schulamtes Bergstraße. “ Wir wollen es genau wissen: Sollte sich bestätigen, dass damals die Vorgänge nur halbherzig hinterfragt wurden, dann wollen wir wissen, wie dies passieren konnte“, so Marcus Bocklet.


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