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21.03.2012

Lufthansa weitet Frachtflüge mit Sommerflugplan aus - GRÜNE: Alle Behauptungen vom wirtschaftlichen Ruin haben sich als dummes Zeug erwiesen

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN warnt die Lufthansa davor, mit der Diskussion um Flüge in den Nachtrandstunden wieder zu versuchen den „Teufel des drohenden wirtschaftlichen Ruins“ an die Wand zu malen. „Lufthansa Cargo hat jahrelang vor ihrem wirtschaftlichen Untergang gewarnt, wenn das Nachtflugverbots zwischen 23 und 5 Uhr kommt. Heute können wir lesen, dass die Frachtziele trotz des seit Oktober 2011 geltenden Nachtflugverbots mit dem Sommerflugplan ausgeweitet werden sollen. Die Konzernchefs hatten die Nachtflüge immer als ‚unverzichtbar‘ bezeichnet und vor dem Verlust von Arbeitsplätzen gewarnt. Alle diese Behauptungen erweisen sich jetzt als dummes Zeug. Es ist völlig unglaubwürdig, wenn jetzt die gleichen Sprechblasen benutzt werden, um vor Einschränkungen in den Randstunden zwischen 22 und 23 Uhr und 5 und 6 Uhr zu warnen. Wer soll der Lufthansa eigentlich noch irgendetwas glauben?“ fragt der für die Belange des Frankfurter Flughafens zuständige Abgeordnete der GRÜNEN, Frank Kaufmann. Jetzt warnt der Konzern vor weiteren Beschränkungen in den Zeiten zwischen 22 bis 23 Uhr und von 5 bis 6 Uhr. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte bei der mündlichen Verhandlung angedeutet, dass es während dieser Zeitspannen auch zu mehr Lärmschutz kommen sollte.

In einem Artikel von hr-online (Artikel)  ist heute zu lesen, dass Lufthansa-Cargo alle nach Köln verlagerten Frachtflüge nach Frankfurt zurückholt. Zudem soll das Angebot der Frachtflüge sogar ausgeweitet werden. Lufthansa-Chef Christoph Franz wird bei hr-online mit den Worten zitiert: „Ich kann ja nicht den Kollegen von Lufthansa Cargo sagen, wegen 17 nicht vorhandenen Nachtflügen müsst ihr das ganze Geschäft aufgeben. Das ist ja nun auch Kindergarten.“

„Kinderkram ist, dass die Lufthansa alles haben will: Mehr Flüge am Tag und in der Nacht soll es, wenn es nach ihr geht, auch keine Ruhe geben. Es ist bezeichnend, dass eine Frachtmaschine nach China vier Mal pro Woche um 5.05 Uhr starten soll. Die Lufthansa-Bosse haben nur das Ziel der Profitmaximierung vor Augen, die Ruhebedürfnisse der Bevölkerung rund um den Flughafen interessieren sie keinen Deut. Deshalb müsste die Landesregierung für den berechtigten Ruheanspruch der Bevölkerung sorgen, aber da haben wir inzwischen jede Hoffnung aufgegeben. Ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr gehört jetzt auf die Tagesordnung“, unterstreicht Frank Kaufmann.


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne

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