Sascha Meier, Mitglied im Haushaltsausschuss und zuständig für den Landkreis Kassel:
„Beim Flughafen Kassel-Calden wurden Verbindungen mit ‚Fischer Air‘ öffentlich angekündigt und im Flugplan geführt – obwohl spätestens seit Februar 2026 öffentlich im Raum steht, dass die Airline über kein gültiges Air Operator Certificate (AOC) verfügt. Das ist nicht nur peinlich für den Standort, sondern wirft eine Kernfrage auf: Wer hat hier eigentlich die Seriosität überprüft – und wer hat es unterlassen? Ging es bei diesem Schnellschuss nur darum, endlich wieder positive Presse für den Flughafen Kassel-Calden zu erzeugen?
Da drängen sich aktuelle Fragen auf, die wir in einem Dringlichen Berichtsantrag im Haushaltsauschuss beantwortet haben wollen: Welche vertraglichen Vereinbarungen gab es tatsächlich zwischen der Flughafen GmbH und ‚Fischer Air‘ und welche konkreten Nachweise wurden vor der Veröffentlichung der Verbindungen verlangt – und lagen sie wirklich vor? Wann wurde die Geschäftsführung angewiesen, Website und Flugplan zu bereinigen und warum ist das nicht früher passiert, wenn das Land 68 Prozent hält und den Aufsichtsratsvorsitz stellt? Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um weitere Buchungen zu verhindern und Betroffene zu unterstützen? Und welche Geldflüsse, Leistungen, Anreize oder Vergünstigungen gab es im Zusammenhang mit ‚Fischer Air‘ – inklusive möglicher Regress- oder Schadensersatzansprüche?“
Der Dringliche Berichtsantrag findet sich auch hier: https://t1p.de/7r1el
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