Inhalt

06.05.2026

Unser Setzpunkt zu Wohnnebenkosten: Extreme Preissprünge bei den Energiekosten sind vermeidbar

Im April-Plenum haben wir unseren Setzpunkt den steigenden Energiekosten gewidmet und eines klar gemacht: Für viele Menschen in Hessen sind die Nebenkosten längst zur zweiten Miete geworden. Vor allem Öl und Gas treiben die Preise. Der jüngste Preisschock durch die Krise in der Golfregion zeigt, wie schnell das geht. Heute teuer, morgen noch teurer – weil wir abhängig sind von Importen.

Vor allem Mieterinnen und Mieter sind gefährdet. Sie können meist nicht entscheiden, wie geheizt wird. Wenn ihr Vermieter oder ihre Vermieterin entscheidet, eine Gasheizung einzubauen, dann müssen sie damit leben – und vor allem dafür zahlen. Und das in einer Zeit, in der ohnehin alles teurer wird.

Dabei ist die Lösung naheliegend: Raus aus der Kostenfalle durch mehr Erneuerbaren Energien, Netzausbau und smarte Lösungen für Netz und Verbrauch. Wir brauchen mehr erneuerbare Energie vor Ort, müssen Gebäude besser sanieren und den Energieverbrauch senken. Außerdem brauchen wir konkrete Entlastung – jetzt. Das geht etwa durch mehr Energieberatung und gezielte Unterstützung bei der Modernisierung, gerade im sozialen Wohnungsbau.

Umso unverständlicher ist der Kurs der Landesregierung. Denn gekürzt wird ausgerechnet bei Beratung (zum Beispiel durch die Landesenergieagentur), bei Verbraucherzentralen, bei Investitionen in Erneuerbare, bei der Sanierung von Wohngebäuden. Die Landesregierung spart am falschen Ende – und lässt viele mit steigenden Kosten allein.

Kontakt