#GRÜNwirkt: In die Köpfe investiert. Hessen wird grüner und gerechter.

Inhalt

In die Köpfe investiert

Hochschulpakt 2015 youtube Vorschau

Video: Daniel May, Sprecher für Wissenschaft und Hochschulen der Landtagsfraktion, über den Hochschulpakt

Wir wollen Forschung und Lehre weiter verbessern, damit Hessen im Wettstreit um die klügsten Köpfe gewinnt und unsere Hochschulen weiterhin Lösungen für dringende soziale, ökologische und ökonomische Fragen finden. Dafür brauchen die Hochschulen neben ihrer Eigenständigkeit eine gute Ausstattung. Wir haben ein bundesweit einzigartiges Finanzpaket geschnürt und stellen den Hochschulen in den Jahren 2016 bis 2020 9 Milliarden Euro für Lehre und Forschung zur Verfügung. Darüber hinaus haben wir das Bauprogramm Heureka mit dem zusätzlichen Volumen von einer Milliarde Euro fortgeschrieben. Und die Ende 2015 verabschiedete Neufassung des Hochschulgesetzes stellt wichtige Weichen im Sinne der Studierenden, der Forschung und des Tierschutzes.

 

Hochschulpakt setzt mit erhöhter Finanzierung neue Maßstäbe

Im Hochschulpakt, der im März 2015 vom Wissenschaftsminister und allen 13 Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten unterschrieben wurde, setzen wir neue Maßstäbe: Die Grundfinanzierung der Hochschulen wächst im Haushaltsjahr 2015 um 26 Millionen Euro. Danach erhöht sich das Budget jährlich um ein Prozent oberhalb des Inflationsausgleichs. Das bedeutet im Endausbau im Jahr 2020 eine zusätzliche Finanzierung von über 180 Millionen Euro mehr in jedem Jahr. Damit hat Hessen als erstes Bundesland die Empfehlungen des Wissenschaftsrates umgesetzt. Mit den stabil wachsenden Grundbudgets sorgen wir für die Planungssicherheit, die die Hochschulen brauchen, um neue Herausforderungen zu bewältigen.

Aber auch über die Grundfinanzierung hinaus setzt die Koalition Akzente. So wird der Bund-Länder-Hochschulpakt zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze nochmals erweitert und erreicht von jetzt bis einschließlich 2020 ein Ausgabevolumen von einer Milliarde Euro, wobei der Bund noch einmal den gleichen Betrag hinzugibt. Angesichts der Rekordzahlen bei Studierenden und Studienanfängern entstehen damit die nötigen Kapazitäten, um gute Studienbedingungen zu schaffen und in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Das Geld, das Hessen spart, weil der Bund das BAföG künftig vollständig übernimmt, fließt komplett in die Hochschulen. Wichtig ist nun, die Erfolge zu sichern und die Bund-Länder-Finanzierung zu verstetigen.

Um die Betreuungsrelation zu verbessern hat die Regierungskoalition bereits im Haushalt 2015 174 neue Professorenstellen geschaffen. Im Haushalt 2017 hat die Landesregierung 210 zusätzliche Professorenstellen zur Verfügung stellt.

 

Zielvereinbarungen geschlossen

In den Zielvereinbarungen zwischen dem Land und den hessischen Hochschulen, die im März 2016 unterzeichnet wurden, werden wichtige hochschulpolitische Fragestellungen adressiert. Dazu gehören ein fairer Umgang mit dem Personal, eine Steigerung des Anteils von Frauen insbesondere in der Gruppe der Professorinnen und Professoren; Anstrengungen, um die Quote der Studienabbrecherinnen und -abbrecher zu reduzieren; der weitere Ausbau von Studienplätzen, insbesondere an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften; eine gezielte Bildung von Schwerpunkten und der Ausbau von Kooperationen in der Forschung sowie eine bessere Energieeffizienz.

Mit der Unterzeichnung der Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen der hessischen Landesregierung und der hessischen Studentenwerke im Dezember 2016 wurde erstmals eine Zielvereinbarung mit den Studierendenwerken getroffen. Darin wird die Landesförderung ab 2017 um 1,2 Millionen Euro auf rund 21,1 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Bereits 2015 erhielten die hessischen Studierendenwerke eine Erhöhung um 2 Millionen Euro pro Jahr. 2016 waren es noch einmal 300.000 Euro. Studentenwerke sind wichtige soziale Komponenten an den Hochschulen. Sie bieten Studierenden Beratung und Unterstützung in vielen Bereichen an, sei es bei der Wohnungssuche, bei Rechts- und Sozialfragen oder bei der Bezuschussung von Mensa-Essen.

 

Fortschreibung von HEUREKA

Für Bauprojekte an den Hochschulen stellt die Fortschreibung des Programms HEUREKA eine weitere Milliarde Euro zur Verfügung. So werden beispielsweise die Verlagerung der Naturwissenschaften der Uni Kassel an den zentralen Campus am Holländischen Platz, die Neuordnung der Uni Gießen am Campus Philosophicum und der Neubau der zentralen Bibliothek der Philipps-Universität Marburg vorangetrieben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Energieeffizienz. Mit der Ermöglichung des Kulturcampus in Frankfurt und der Hafeninsel in Offenbach wird außerdem ein Fokus auf die Entwicklung der Kunsthochschulen gelegt.

 

Neues Hochschulgesetz verabschiedet

Die Novelle des Hochschulgesetzes setzt deutliche grüne Akzente: Forschungsstarke Bereiche der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen) können das Promotionsrecht erhalten, damit ist Hessen bundesweit Vorreiter. Die Hochschule Fulda erhielt als erste Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) das Promotionsrecht für ihr Promotionszentrum Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Globalisierung, Europäische Integration und Interkulturalität. Mittlerweile haben auch die Frankfurt University of Applied Sciences und die Hochschule Rhein-Main das Promotionsrecht für die Fachrichtung Soziale Arbeit erhalten. Drittmittelforschung wird transparenter, der Zugang beruflich Qualifizierter zu Hochschulen einfacher, und es gibt neue gesicherte Karrierewege für Nachwuchswissenschaftler („tenure track“). Außerdem hervorzuheben ist die Stärkung des Tierschutzes in der Forschung: Als erstes Land schreiben wir das so genannte 3R-Prinzip in ein Hochschulgesetz, das Versuche reduzieren und sie letztlich ersetzen soll.

Flüchtlinge in den Hochschulen

Im Haushalt 2017 sind die „HessenFonds für Flüchtlinge – hochqualifizierte Studierende und Wissenschaftler/-innen“ auch wieder mit einer Million Euro ausgestattet. Mit den Mitteln werden Stipendien an qualifizierte Personen vergeben, die anerkannten Asylbewerbern die Integration an den Hochschulen erleichtern soll.

 

Daran arbeiten wir:

Wir bauen die Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung weiter aus, damit das „Entweder-Oder“ zwischen den beiden Bildungszweigen endlich aufgelöst wird. Im Rahmen der Bund-Länder- Finanzbeziehungen setzen wir uns für die Fortführung des Hochschulpaktes 2020 ein. Außerdem arbeiten wir an Reformkonzepten für die Hochschulmedizin.

Zurück zur Übersicht


Weitere Informationen

Grüne FaktenGRÜNE Hessen auf InstagramKanal Grüne Hessen auf youtube