Mirjam Glanz, Sprecherin für Wohnen der GRÜNEN Landtagsfraktion:
„Das ist bitter: Während die Zahl der Baugenehmigungen in ganz Deutschland im ersten Halbjahr 2026 um 15,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen ist, verzeichnet Hessen gerade mal ein Plus von 3,7 Prozent. Nach drei besonders schlechten Jahren im hessischen Wohnungsbau ist der Anstieg der Baugenehmigungen zwar begrüßenswert, aber noch lange kein Grund zur Freude. Steigende Baukosten und hohe Zinsen führen dazu, dass Bauvorhaben zurückgestellt oder Aufträge sogar storniert werden. Hinzu kommen die Folgen des klimawandelbedingten Niedrigwassers auf Hessens Wasserstraßen: Baustoffe, die normalerweise mit dem Schiff transportiert werden, können dadurch zusätzlich verteuert werden.
Umso unverständlicher ist es, dass die Landesregierung den Eindruck erwecken will, die Probleme im Wohnungsbau seien gelöst. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist weiterhin erheblich, während Hessen beim Bauen dem Bundestrend hinterherhinkt. Die kopflose Wohnungsbaupolitik von CDU, SPD und allen voran von Wohnungsbauminister Mansoori ist gescheitert – und ein Neustart dringend geboten.“
Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
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