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13.06.2014

Weltblutspendetag: GRÜNE gegen pauschalen Ausschluss schwuler Männer von der Blutspende

Blutspende_PiktogrammDie Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert anlässlich des Weltblutspende­tages am morgigen Samstag eine Aufhebung des pauschalen Blut- und Knochenmark­spendeverbots für schwule Männer. Zwar werde regelmäßig an die Bevölkerung appelliert, dass mehr Blutspenden nötig seien, zugleich würden aber große Personengruppen ausgeschlossen. „Oberstes Gebot hat selbstverständlich die Sicherheit jedes Empfängers einer Blutspende. Gleichwohl ist der geltende pauschale Ausschluss von Männern, die Sex mit Männern haben, nicht sachgerecht. Ob jemand als Blutspender geeignet ist, ist keine Frage der sexuellen Orientierung, sondern des individuellen Sexualverhaltens“, betont Kai Klose, lesben- und schwulenpolitischer Sprecher der GRÜNEN.

Die Bundesärztekammer, die zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut die Blutspendericht- linien entwickelt, habe bereits vor einem Jahr erklärt, sie wolle sich für eine Änderung einsetzen. Geschehen sei aber bisher nichts. „Dass schwule und bisexuelle Männer pauschal von der Blutspende ausgeschlossen werden, ist nicht zuletzt aufgrund des hohen Bedarfs an Blutkonserven nicht nachvollziehbar. Noch absurder wird es bei der Knochenmarkspende: Angesichts der extremen Herausforderung, einen genetischen Zwilling für einen todkranken Patienten zu finden, ist es widersinnig, eine so großen Personengruppe bereits von der Typisierung auszuschließen. Die bisher geltenden Richtlinien und auch die Blutspende-Fragebögen müssen endlich überarbeitet werden.“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecher: Volker Schmidt

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