Daniel May, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, anlässlich der heutigen Anhörung zum Lehrkräftebildungsgesetz im Kultuspolitischen Ausschuss:
„Der schwarz-rote Gesetzentwurf zu Änderungen in der Lehrkräftebildung ist im Wesentlichen eine Sparmaßnahme. Das ist das Urteil der Mehrheit der Sachverständigen in der heutigen Ausschussanhörung. Zu den wesentlichen Punkten des Gesetzentwurfs fällt das Urteil geradezu vernichtend aus: Die Verkürzung des Referendariats von 21 auf 18 Monate, die deutliche Ausweitung des eigenverantwortlichen Unterrichts für Referendar*innen und die bereits seit dem 1. Februar geltende Verschlechterung der Betreuungsrelation werden von der ganz überwiegenden Mehrheit der Anzuhörenden entschieden abgelehnt. Im Ergebnis würden diese Kürzungen zulasten der Qualität der Ausbildung gehen, die Arbeitsbelastung und Abbruchquote im Referendariat erhöhen und der Attraktivität der Lehramtsausbildung schaden. Auch diese Einschätzung wurde von zahlreichen Sachverständigen geäußert. Wir GRÜNEN fordern CDU und SPD deswegen erneut auf, von ihren Plänen abzusehen, um den durch PISA verdeutlichten Qualitätsverlust und den Lehrkräftemangel an Hessens Schulen nicht weiter zu verschärfen.“
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