Julia Herz, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung der GRÜNEN Landtagsfraktion:
„Die Antwort der Ministerin auf unseren Dringlichen Berichtsantrag in der Sitzung des Arbeits- und Sozialausschusses hat gezeigt: Frauen verbleiben zum Teil sehr lange in den Frauenhäusern. Im Jahr 2024 waren 71 Frauen länger als ein Jahr in einem Frauenhaus untergebracht, weitere 100 Frauen bis zu ein Jahr. Das liegt zum Teil auch daran, dass Frauen keine geeignete Anschlusswohnung finden. Die Folge sind massive Kapazitätsengpässe in den Frauenhäusern: Allein 2024 mussten in Hessen 1.725 Mal Frauen und 1.394 Mal Kinder auf der Suche nach Schutz in einem Frauenhaus abgewiesen werden.
Ein Programm, das hier Abhilfe schaffen könnte, ist das unter Schwarz-Grün ins Leben gerufene Programm ‚Wohnen nach dem Frauenhaus‘. In den letzten drei Jahren konnte jedoch keine einzige Frau in Wohnungen aus dem Programm vermittelt werden. Es war höchste Zeit, dass die Landesregierung jetzt erklärt hat, wieder Gespräche mit Wohnungsbaugesellschaften zu führen, um das Programm fortzusetzen. Sie muss dafür sorgen, dass das Jahr 2026 nicht erneut eine Nullnummer wird.“
Unseren Dringlichen Berichtsantrag finden Sie auch hier: https://t1p.de/eagyw.
Die Antworten der Landesregierung auf unsere Kleine Anfrage zum Programm „Wohnen nach dem Frauenhaus“ finden Sie hier: https://t1p.de/xpup9.
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