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30.04.2026

Queerfeindliche Straftaten in Hessen erreichen neuen Höchststand

Andreas Ewald, queerpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion:    

„Die Zahl queerfeindlicher Straftaten in Hessen ist erneut gestiegen: Im Jahr 2025 wurden 141 Fälle registriert – ein neuer Höchststand und eine Fortsetzung eines besorgniserregenden Trends. Das geht aus der Antwort auf unsere Kleine Anfrage hervor. Auch wenn der Anstieg gegenüber dem Vorjahr geringer ausfällt, bleibt die Entwicklung alarmierend. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl queerfeindlicher Straftaten vervielfacht. Das zeigt deutlich: Queerfeindlichkeit ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem, dem entschieden begegnet werden muss.

In Hessen bestehen immer noch Lücken beim Opferschutz und bei der Prävention. Auch die Aufklärungsquote bleibt mit 32,8 Prozent unzureichend und ist im Vergleich zum Vorjahr (34,1 Prozent) sogar weiter gesunken. Zwar verweist die Landesregierung erneut auf Maßnahmen der Polizei sowie einzelne Programme, ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt jedoch weiterhin. Auch die Fortschreibung und Evaluation des Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt (APAV) 2.0 wird von der Landesregierung verschleppt.

Am 17. Mai begehen wir den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT). Er erinnert nicht nur an bestehende Diskriminierung, sondern mahnt uns auch politisch zum Handeln. Die steigenden Fallzahlen zeigen: Es braucht endlich konsequente Maßnahmen für Prävention, Opferschutz und gesellschaftliche Aufklärung.“

Die vollständige Antwort der Landesregierung auf unsere Kleine Anfrage finden Sie auch hier:  https://t1p.de/22x3j


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Lisa Uphoff
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Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
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