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30.04.2026

Nebenkosten explodieren – doch die Landesregierung schaut weg

Grüner Setzpunkt zu steigenden Energiekosten

Miriam Glanz, Sprecherin für Planen, Bauen und Wohnen der GRÜNEN Landtagsfraktion heute im Plenum:

„Wohnen wird für immer mehr Menschen in Hessen zur finanziellen Belastung. Das liegt nicht nur an steigenden Kaltmieten, sondern auch an explodierenden Nebenkosten. Diese steigen derzeit zwei bis dreimal so stark wie die Inflation. Ein Kostentreiber ist dabei die Abhängigkeit von Öl- und Gasheizungen. Deshalb sind steigende Energiekosten kein vorübergehendes Phänomen, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems, das sich in Zeiten geopolitischer Krisen besonders zuspitzt. Es ist notwendig, Mieterinnen und Mieter in Hessen vor hohen Energiekosten zu schützen. Umso unverständlicher ist das Verhalten der Landesregierung: Anstatt Mieterinnen und Mieter wirksam zu entlasten, streicht und kürzt sie ausgerechnet bei Instrumenten, die helfen könnten Energiekosten zu senken. Das ist nicht nur kurzsichtig, sondern auch verantwortungslos. Notwendig ist die Förderung der energetischen Modernisierung im Sozialen Wohnungsbau, die Stärkung der Energieberatung, die Neuauflage von Programmen wie ‚Hessen checkt Strom‘ und die Reaktivierung des Härtefallfonds für Energiekosten. Steigende Nebenkosten sind kein Naturgesetz. Sie sind das Ergebnis politischer Entscheidungen. Bezahlbaren Wohnraum gibt es nur mit bezahlbaren Energiekosten.“

 


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
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