Daniel May, bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion:
„Die heute von der GEW vorgestellten Berechnungen zur Entwicklung des Lehrkräftemangels in den kommenden 10 Jahren zeigen: Insbesondere an Schulen mit Haupt- und Realschullehramt (vor allem Gesamtschulen) und an den beruflichen Schulen ist in Sachen Lehrkräftemangel kein Land in Sicht – im Gegenteil: Die Lage wird sich aller Voraussicht nach erstmal verschärfen. Wie eine kleine Anfrage von uns gezeigt hat, ist die Zahl der Studienanfänger*innen im Haupt- und Realschullehramt zwischen 2014 und 2024 von 966 auf 488 und damit um fast 50 Prozent gesunken, im Lehramt für berufliche Schulen um gut 30 Prozent. Wir GRÜNEN fordern deswegen in unserem aktuellen 10-Punkte-Plan zur Stärkung der Bildungsqualität in Hessen unter anderem gezielt für diese Mangelbereiche und Mangelfächer, beispielsweise im MINT-Bereich, neue Wege in der Lehrkräfteausbildung zu gehen. Mit dualen Lehramtsstudiengängen und Quereinstiegsmastern könnten unter anderem durch eine Vergütung im Studium Anreize für eine Ausbildung in diesem Bereich geschaffen und neue Zielgruppen für den Beruf gewonnen werden. Zudem braucht es für Schulformen mit besonderen Belastungen eine bessere Unterstützung durch multiprofessionelle Teams.“
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