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24.06.2026

Landesregierung will Höchstspannungsleitungen direkt über Schulen und Kitas erlauben

Wegfall des 400-Meter-Mindestabstands von Stromtrassen zu Ortschaften

Mirjam Glanz, Sprecherin für Landesplanung der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Es ist unverantwortlich, dass die Landesregierung nicht nur Wohnungen, sondern auch Schulen, Kindergärten und Pflegeeinrichtungen in unmittelbarer Nähe von Höchstspannungsleitungen zulassen will. Der bislang gültige Abstand von 400 Metern soll in Gänze aufgehoben werden.

Wer beim Spazierengehen schon mal eine Höchstspannungsleitung unterquert hat, kennt die Geräusche und das Gefühl des elektromagnetischen Feldes. Die gesundheitlichen Folgen eines regelmäßigen und längerfristigen Aufenthalts in unmittelbarer Nähe dieser Leitungen sind nicht erforscht. Aber viele Fachleute warnen vor möglichen Risiken.

Der Wegfall des Mindestabstands wird zudem zu gewaltigen Konflikten führen. Der Konflikt in Niedernhausen und weiteren betroffenen Kommunen um Ultranet, eine Erweiterung einer Bestandsleitung, die nah an die Siedlungsfläche heranreicht, sollte Mahnung genug sein. Mit der Aufhebung der Abstandsregel setzt das Land Hessen sowohl die Akzeptanz des Netzausbaus als auch die Gesundheit der Menschen in Hessen aufs Spiel.“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Lisa Uphoff
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