Julia Herz, frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, zum Internationalen Frauentag am 8. März:
„Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist noch längst nicht erreicht. Die aktuelle Dunkelfeldstudie LeSuBiA zeigt: Das Ausmaß von Gewalt in Partnerschaften ist massiv, doch weniger als fünf Prozent der Gewalttaten werden angezeigt. Viele Betroffene erhalten daher weder Hilfe noch Schutz. Frauen sind dabei besonders häufig betroffen.
Auch finanziell sind sie weiterhin benachteiligt: Selbst bei Vollzeittätigkeit verdienen Frauen in Hessen im Schnitt 6,9 Prozent weniger als Männer. Wenn die CDU von ‚Lifestyle-Teilzeit‘ spricht, verkennt sie die Realität vieler Frauen, die ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen. Statt diese Lebensrealitäten abzuwerten, müssen wir endlich Rahmenbedingungen für echte Wahlfreiheit schaffen – durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine Reform des Ehegattensplittings, das wirtschaftliche Abhängigkeiten verstärkt.
Der Internationale Frauentag erinnert daran: Gleichstellung ist kein Selbstläufer. Sie braucht politische Entscheidungen – für mehr Schutz vor Gewalt, für echte wirtschaftliche Unabhängigkeit und für gleiche Bezahlung.“
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