Inhalt

12.06.2019

Digitalen Wandel an hessischen Museen begleiten und unterstützen

Digitalen Wandel an hessischen Museen unterstützen

Zum Thema Digitalisierungskonzept für Museen sagt Mirjam Schmidt, Sprecherin für Kunst und Kultur der GRÜNEN Fraktion heute im Hessischen Landtag: „Wie digital muss ein Museum heute sein? In unserer digitalen Gesellschaft ist die Frage nach dem Museum von morgen präsenter denn je. Denn Technologien wie Virtual- und Augumented-Reality, 3D-Digitalisierung und Webtechnologien haben das Potential, Besucherinnen und Besuchern museale Sammlungen auf vollkommen neue Art zugänglich zu machen und neue Wege der Partizipation zu eröffnen. Es ist ein einladender Zugang für die jüngere Generation der „digital natives“, die dem kulturellen Angebot mit völlig anderen Hör- und Sehgewohnheiten begegnen. Es ist aber auch ein barrierefreier, niederschwelliger Zugang für all jene, die den Tempeln der Hochkultur bisher – aus welchen Gründen auch immer – fernbleiben. Und es ist ein Zugang, der auch in ländlichen Regionen offensteht. Also dort, wo Menschen sich abgehängt fühlen können und deshalb zuweilen empfänglicher für populistische Parolen sind als anderswo.“

In Hessen gibt es mehr als 400 Museen. Genauso vielfältig wie die Exponate und Ausstellungskonzeptionen sind die Rahmenbedingungen unter denen diese Museen arbeiten. „Deshalb darf die Ausarbeitung einer digitalen Strategie nicht nur eine Momentaufnahme sein, oder als ein Konzept von außen vorgeschrieben werden. Eine solche Strategie muss gemeinsam entwickelt werden. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der individuellen institutionellen Planung auf allen Ebenen. Digitalisierung ist und darf kein Selbstzweck sein. Sie muss zuerst den Aufgaben von Museen dienen, der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung von Kulturgut. Und dabei sind die Museen jeweils selbst gefragt, für sich und ihren Schwerpunkt Prioritäten zu setzen.“

Im besten Fall ergänze die digitale Strategie die Stärken des Museums als umbauter Raum so, dass dessen spezifische Eigenheiten herausgearbeitet werden. Die Herausforderung sei es, beide Welten miteinander in Einklang zu bringen und ein digitales Element zu erzeugen, damit Besucherinnen und Museen in Dialog treten können, um Informationen miteinander zu teilen und neue Inhalte zu entwickeln. Schmidt: „Museen sind unser Gedächtnis. Unsere Aufgabe ist es, Museen dabei zu unterstützen, den Wandel mitzugestalten, dem sie sich notwendig zu stellen haben. Aber wir dürfen nicht vergessen, um was es schlussendlich immer gehen muss: Das einzelne Kunstwerk und den oder die, die es wahrnehmen sollen.“

Kontakt