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03.02.2016

FDP-Gesetzentwurf zum Schulgesetz – GRÜNE wollen: Elternwille statt Leistungsdruck

Als „Angriff auf den Elternwillen bei der Schulwahl“ bewertet die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Schulgesetz-Entwurf der FDP. „Mit der vorgesehenen Änderung des Schulgesetzes soll die Empfehlung der Grundschule für den Schulbesuch darüber mitentscheiden, ob ein Kind auf einem Gymnasium aufgenommen wird oder nicht. Damit wird faktisch die freie Schulwahl der Eltern ausgehebelt“, erklärt Daniel May, Mitglied des schulpolitischen Ausschusses. Das widerspreche der Überzeugung der GRÜNEN.

Außerdem würde durch die von der FDP vorgesehene Änderung des Schulgesetzes den Leistungsdruck auf Grundschülerinnen und –schüler erhöhen. „Wir können der verbindlichen Wirkung von Grundschulempfehlungen nichts abgewinnen. Der Druck würde massiv steigen und die vorzeitige Selektion weiter verschärft. Beides ist nicht in unserem Interesse. Gute oder schlechte schulische Leistungen in der Grundschule können einen Hinweis darauf geben, ob ein Kind später am Gymnasium erfolgreich sein wird. Eine zuverlässige Prognose stellen sie jedoch nicht dar.“

Auch in der Anhörung im Landtag habe der Gesetzentwurf heftige Kritik erfahren. Von einem „Schnellschuss, der keine Probleme löst“ war die Rede. „Wir haben den Entwurf abgelehnt, denn für uns hat der Elternwille bei der Schulwahl Vorrang.“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
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