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Inklusion gestärkt

Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam spielen und gemeinsam aufwachsen, denn das nutzt ihnen allen. Wir haben für die gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderungen zusätzlich zehn Millionen Euro jährlich seit 2015 in den Haushalt eingestellt und diese auch für die zukünftigen Haushalte verankert. Dieser Beschluss ermöglichte, dass die Liga der Freien Wohlfahrtspflege und die Kommunalen Spitzenverbände nach lange festgefahrenen Verhandlungen in der „Rahmenvereinbarung Integrationsplatz“ die Standards für die Inklusion vereinbart haben.

 

Neues Konzept für Umsetzung der schulischen Inklusion

Wir wollen, dass kein Wunsch auf inklusive Beschulung an einer allgemeinbildenden Schule mehr abschlägig beschieden werden muss. Inklusion soll von der Ausnahme zur Regel werden. Wir respektieren aber auch den Elternwillen, wenn Mütter und Väter die Förderschule für den geeigneteren Unterrichtsort für ihr Kind halten. Daher haben wir ein neues Umsetzungskonzept für die schulische Inklusion auf den Weg gebracht. Mit dem geschnürten Paket aus inklusiven Schulbündnissen, garantierter Ressourcenzuweisung, mehr Stellen und Einsatz der Förderschullehrer möglichst nur an einer allgemeinen Schule setzen wir die Inklusion in Hessen so um, dass sie den Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern gerecht wird.

 

Garantierte Ressourcenzuweisung am Willen der Eltern orientiert

Künftig ist der Elternwille die Grundlage dafür, wie viele Sonderpädagoginnen und -pädagogen an Förderschulen und wie viele im inklusiven Unterricht eingesetzt werden. Je nachdem, ob sich Eltern für ihre Kinder für eine Förderschule oder den inklusiven Unterricht entscheiden, sollen die Ressourcen an den jeweiligen Förderort fließen. Die bislang vom Land vorgegeben Deckelung der Zahl der Stellen für den inklusiven Unterricht wird somit aufgegeben.

Trotz rückläufiger Schülerzahlen in einigen Regionen Hessens bleiben alle Lehrerstellen für sonderpädagogische Förderung in der jeweiligen Region erhalten. Schulträger und Staatliche Schulämter erhalten somit Planungssicherheit, wie viele Stellen zur Verteilung auf die beiden Förderorte Förderschule und allgemeine Schule zur Verfügung stehen. In Regionen mit steigenden Schülerzahlen wird die Lehrerzuweisung entsprechend nach oben angepasst. Dieses Prinzip wird auch in den bereits vorhandenen Modellregionen Inklusion bereits erfolgreich angewendet.

 

210 Stellen zusätzlich zur Entwicklung und Umsetzung des inklusiven Unterrichts

Um die allgemeinen Schulen bei der Einführung oder der weiteren Umsetzung des inklusiven Unterrichts besser zu unterstützen, werden 210 zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt. Damit sollen insbesondere Beratungsstrukturen gestärkt und Zeit für die notwendigen organisatorischen und pädagogischen Veränderungen an den allgemeinen Schulen geschaffen werden.

 

Bündelung der Ressourcen: Sonderpädagogen in der Regel mit vollen Stundendeputat an einer Schule im inklusiven Unterricht

An der bisherigen Lehrerzuweisung für den inklusiven Unterricht wird oft kritisiert, dass Sonderpädagoginnen und -pädagogen an mehreren Schulen jeweils mit einzelnen Stunden eingesetzt sind, statt sich in ihrer Arbeit auf eine Schule konzentrieren zu können. Dies wird geändert und die Sonderpädagoginnen und -pädagogen werden in der Regel fest einer Schule zugeordnet. Damit wird auch die Arbeit im Team an der jeweiligen Schule entscheidend verbessert. Aus der pädagogisch sinnvollen gebündelten Lehrerzuweisung folgt, dass Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf nicht immer an der wohnortnächsten, immer aber an einer wohnortnahen Schule unterrichtet werden könnten. Wir wissen, dass diese Entscheidung ein Kompromiss ist. Auf der einen Seite soll möglichst jede Schule inklusiv arbeiten können. Auf der anderen Seite führt die bisherige Aufteilung der Lehrerressourcen auf alle Schulen in der Praxis dazu, dass mit der Zuweisung von einigen wenigen Stunden alle Beteiligten sehr unzufrieden sind. Im ländlichen Raum kann von dem Grundsatz „volles Stundendeputat an einer Schule“ abgewichen werden, um lange Schulwege für die Schülerinnen und Schüler zu vermeiden.

 

Inklusive Schulbündnisse

Die neue Struktur für die sonderpädagogische Förderung lässt sich nicht zentral von Wiesbaden aus planen, sondern muss sich an regionalen Gegebenheiten, der Schulentwicklungsplanung der Schulträger und den pädagogischen Konzepten der Schulen orientieren. Daher werden die Staatlichen Schulämter in Zusammenarbeit mit den Schulträgern für jede Region inklusive Schulbündnisse verwirklichen. In ihnen wird festgelegt, welche Schulen der Region welche sonderpädagogischen Förderschwerpunkte anbieten, die Zusammenarbeit zwischen diesen Schulen strukturell verankert, die Beratung für die Eltern verbessert und Übergänge zwischen Grundschule und weiterführender Schule organisiert.

 

Woran wir arbeiten:

Wir wissen, dass das vorgelegte Paket nicht von heute auf morgen ein inklusives Schulsystem verwirklicht. Angesichts der Größe der Aufgabe ist ein schrittweises Vorgehen jedoch besser als Hauruck-Lösungen, die alle Beteiligten überfordern. Das Konzept ist ein richtiger, wichtiger und weitreichender Schritt hin zu einem inklusiven Schulsystem. In den nächsten Jahren werden wir weiter daran arbeiten, dass Inklusion in ganz Hessen bestmöglich umgesetzt wird.

 

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