Aktiv für Akzeptanz und Vielfalt

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Aktiv für Akzeptanz und Vielfalt

Gemeinsam wollen wir die Bedingungen für eine von Vielfalt und Respekt geprägte Gesellschaft verbessern. Durch zahlreiche Entscheidungen hat die Landesregierung den Schutz von Minderheiten, das aktive Eintreten gegen Benachteiligungen und die Willkommenskultur gestärkt.

 

Engagiert gegen Benachteiligung

Eine wichtige Neuerung ist die Einrichtung der Antidiskriminierungsstelle des Landes. Sie ist die zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für von Diskriminierung Betroffene und gewährt unbürokratische und schnelle Hilfe. Sie richtet Fachtagungen aus und erarbeitet gemeinsam mit den LSBTTI-Organisationen (Organisationen für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle) den Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt. Zur Verbesserung der Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten fördert die Landesregierung entsprechende Projekte mit jährlich 200.000 Euro. Dazu gehören beispielsweise Workshops für Vielfalt und Akzeptanz an den Schulen.

 

Koalition gegen Diskriminierung

Mit dem Beitritt zur Koalition gegen Diskriminierung hat sich Hessen verpflichtet, von Diskriminierung betroffene Menschen konkret zu unterstützen. Damit setzt das Land ein deutliches Signal gegen Benachteiligungen, sei es aus ethnischen oder rassistischen Gründen, aufgrund des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Mit dem GRÜNEN Staatssekretär Jo Dreiseitel hat Hessen einen eigenen Bevollmächtigten für die Themen Integration und Antidiskriminierung. Unter seiner Leitung koordinieren die Staatssekretäre aller Ministerien in einem speziellen Kabinettsausschuss die Integrationsmaßnahmen, weil Integration eine Querschnittsaufgabe ist und in allen Bereichen stattfindet. Die Landesregierung hat eine Vereinbarung mit dem Landesverband der Sinti und Roma unterzeichnet und so die Grundlage dafür gelegt, auch diese Minderheit bei der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft zu unterstützen.

Um die Bürgerinnen und Bürger zu würdigen, die sich ehrenamtlich für die Integration von Flüchtlingen einsetzen, wurde der Integrationspreis 2016 zum Thema „Integration und Fachkräfte“ verliehen und vier Preisträger ausgezeichnet.

 

Lehrplan Sexualerziehung

Für uns ist der neue Lehrplan Sexualerziehung, der am 16. September in Kraft getreten ist, ein wichtiger Schritt für eine von Vielfalt und Akzeptanz geprägte Gesellschaft. Schülerinnen und Schülern soll ein offenes, diskriminierungsfreies und wertschätzendes Verständnis für die Verschiedenheit und Vielfalt der partnerschaftlichen Beziehungen, sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten in unserer Gesellschaft vermittelt werden.
Der neue Lehrplan ist eine behutsame Anpassung an die gesellschaftliche Realität. Kinder und Jugendliche kennen aus ihrem Umfeld Alleinerziehende und Patchworkfamilien ebenso wie heterosexuelle oder gleichgeschlechtliche Paare. Sie erleben bei ihren Freundinnen und Freunden oder bei sich selbst, dass es unterschiedliche sexuelle Orientierungen gibt. Daher sollen sie in ihrer ganzen Persönlichkeit Wertschätzung und Anerkennung erfahren und in Hessens Schulen diskriminierungsfrei aufwachsen können.

 

Rehabilitierung der „175er“

Im Jahr 1994 wurde der Paragraph 175 – der sogenannte Schwulenparagraph – endlich aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Seitdem stehen einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Männern nicht mehr unter Strafe. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass der Landtag sich bei den Opfern dieses Unrechtsparagraphen entschuldigt und ihre Schicksale wissenschaftlich aufarbeiten lässt. Jetzt sorgen wir dafür, dass diese einstimmig gefassten Landtagsbeschlüsse endlich umgesetzt werden. Dafür stehen 100.000 Euro zur Verfügung. Das Schwule Museum* Berlin wurde beauftragt, Licht in die Zeit der Verfolgung und Diskriminierung schwuler Männer und lesbischer Frauen in Hessen in der Nachkriegszeit bringen und eine entsprechende Ausstellung vorzubereiten.

 

Daran arbeiten wir:

Gemeinsam mit den Selbstvertretungsorganisationen der LSBTTI erarbeiten wir einen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt in Hessen, der eine Vielzahl von konkreten Maßnahmen enthalten soll. Im Lauf des Jahres 2017 wird das Schwule Museum* Berlin außerdem seine Dokumentation der Schicksale der Opfer des Paragraphen 175 vorstellen. Mit den Rainbow Refugees setzen wir uns für die Belange queerer Geflüchteter ein.

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