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07.09.2016

GRÜNE trauern um Anti-AKW-Pionier Klaus Traube

Die GRÜNEN in Hessen würdigen den verstorbenen Umweltforscher Klaus Traube als engagierten Atomkraftgegner: „Klaus Traube hat schon zu einer Zeit mit Mut und großem Einsatz auf die Gefahren der Atomkraft aufmerksam gemacht hat, als nur wenige solche Kritik äußerten“, erklären die Vorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen, Daniela Wagner und Kai Klose. „Sein Einsatz war prägend für die entstehende Anti-AKW-Bewegung, in der auch die hessischen GRÜNEN wurzeln. Es ist gut, dass er noch erlebt hat, wie seine Warnungen in die Meinung einer großen Mehrheit der Menschen in Deutschland eingingen und der Atomausstieg in Deutschland beschlossen wurde. Uns GRÜNEN ist Traube Vorbild in unserem Einsatz für ein Ende der Atomkraft auch andernorts und für die Energiewende.“

Traube hatte unter anderem Maschinenbau studiert und arbeitete 15 Jahre lang in der Atombranche. Während und nach dieser Zeit machte er wiederholt auf Sicherheitsrisiken von Atomkraftwerken aufmerksam. „Klaus Traube hat aufgrund seiner Fachkenntnisse und als Insider verstanden, wie lebensgefährlich die Nutzung der Atomenergie für Millionen von Menschen und für unsere Lebensgrundlagen ist. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er das ohne Rücksicht auf seine Karriere und andere Folgen deutlich ausgesprochen hat“, so Klose und Wagner. Traube wurde in den 70er Jahren durch das Bundesamt für Verfassungsschutz abgehört; der damalige Bundesinnenminister Werner Maihöfer musste deswegen zurücktrete. Traube, der später unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, ist am Sonntag im Alter von 88 Jahre in Oberursel verstorben.


Jochen Ruoff
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