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16.03.2017

Verkehrsunfallstatistik: Rasende Motorradfahrer mit neuer Technik besser stellen

Die GRÜNEN im Landtag bedauern die nach wie vor hohe Unfallzahl auf hessischen Straßen. „2016 gab es insgesamt 141.133 Verkehrsunfälle, 5.500 mehr als im Vorjahr. Es ist nur ein kleiner Trost, dass die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen starben, leicht gesunken ist. Immer noch sterben viel zu viele Menschen im Verkehr. Hinter jeder einzelnen Zahl in dieser Unfallstatistik steht ein menschliches Schicksal, stehen Familie und Freunde, deren Leben sich durch den Unfall von Grund auf verändert“, so Jürgen Frömmrich, innenpolitischer Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Wir haben es den Rettungskräften zu verdanken, dass die Zahlen nicht noch höher sind. Sie erfüllen ihre Arbeit trotz der emotionalen Belastungen, denen sie im Rahmen ihrer Einsätze oft eingesetzt sind, sehr engagiert und professionell. Für diesen Einsatz gebührt ihnen unser aufrichtiger Dank“.

Die GRÜNEN betonen, dass erhöhte Geschwindigkeit nach wie vor die Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten sei. „Die Verkehrsunfallstatistik zeigt wieder einmal, dass Raser, gerade auf Landstraßen, die Hauptursache für Unfälle mit Toten und Schwerverletzten sind. Wir müssen wegkommen von der Raserei und von dem Trend zu immer mehr, immer schnelleren und immer größeren Autos hin zu einem menschlichen Verkehr. Für den Straßenverkehr bedeutet das einen Ausbau der Tempolimits, verstärkte Verkehrspräventionskampagnen sowie die Fortführung und Weiterentwicklung bestehender Verkehrssicherheitsprogramme“, erläutert Frömmrich. Besonders wichtig seien auch die Weiterentwicklung und der Einsatz neuer Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung, wie zum Beispiel die mit modernen Systemen zur Videomessung bestückten ProViDa-Motorräder. „Bisher können rasende Motorradfahrer, insbesondere auf kurvigen Straßen, die mit normaler Videotechnik ausgestatteten Autos der Polizei leicht abhängen. Wir müssen erreichen, dass auch bei Motorradfahrern eine Geschwindigkeitsmessung jederzeit durchgeführt werden kann. Das ProVida-Motorrad soll in der kommenden Saison daher durch ein neues Zivilmotorrad ergänzt werden, mit dem man Raser noch besser verfolgen und stellen kann. Der Umstieg auf zwei Räder gibt keine Lizenz zum Rasen, das muss unmissverständlich klar sein.“

„Am Sichersten ist und bleibt die Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Vom Schülerticket für die Schülerinnen und Schüler und dem Jobticket für alle hessischen Angestellten und Beamten erhoffen wir uns natürlich, dass noch mehr Menschen als bisher den ÖPNV nutzen und sich dadurch auch die Zahl der Verkehrsunfälle verringert. Dies kommt dann nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der Sicherheit des Straßenverkehrs.“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecher: Volker Schmidt
Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
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