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12.02.2016

Glyphosat – Keine Neuzulassung im Schweinsgalopp

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bewertet die Pläne von EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis das Herbizid Glyphosat jetzt eilig zuzulassen als „hochproblematisch“. „Eine Zulassung im Schweinsgalopp verbietet sich bei diesem sensiblen Thema und diesem hochumstrittenen Herbizid. Bevor solch eine langfristige Entscheidung getroffen wird,  müssen eventuelle Risiken für Umwelt und Gesundheit gründlich untersucht und geprüft werden.“, erklärt die agrarpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Martina Feldmayer. Die Neuzulassung soll nun offenbar schneller entschieden werden als bisher geplant. Ursprünglich sollte darüber Mitte des Jahres entschieden werden. Nun zeichnet sich ab, dass die Neuzulassung rasch über die Bühne gebracht werden soll.

DIE GRÜNEN weisen darauf hin, dass in Hessen bereits auf die möglichen Risiken von Glyphosat reagiert wurde und Umweltministerin Priska Hinz per Erlass mit einer strikten Einschränkung zur Anwendung im öffentlichen Raum reagiert hat. Dazu Feldmayer: „Viel zu oft wird immer noch im privaten Bereich und im öffentlichen Raum auf Totalherbizide zurückgegriffen, obwohl es umweltverträgliche Alternativen gibt. Wir müssen Schritt für Schritt zu einer Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln kommen und den Ökolandbau fördern, damit Menschen und Umwelt von diesen Risiken entlastet werden. Die tückische Kombination von Gentechnik und Glyphosat, die vor allem in Südamerika praktiziert wird, schafft Abhängigkeiten bei den Landwirten, führt zu Superunkräutern und vor allem in eine gesundheits- und umweltpolitische Sackgasse.“


Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecher: Volker Schmidt

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