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21. September 2013

Tarek Al-Wazir: "Ich werde auch als Minister twittern"

Till Haupt, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Online-Redaktion bei der Landtagsfraktion

Der gestrige Chat mit Tarek Al-Wazir zu Bytes statt Beton? Neue Perspektiven für Hessen. war Teil der Kampagne Hessen wechselt digital (dort können mir noch bis Sonntag 18.00 Uhr Fragen gestellt werden). Für uns GRÜNE ist eine moderne Netzpolitik und ein digitaler Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig.

Alle Chat-Beiträge im Protokoll:

Daniel Mack: In ca. 10 Minuten geht’s hier los mit unserem Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Hessen: Tarek Al-Wazir zum Thema „Bytes statt Beton? Neue Perspektiven für Hessen.“ – Infos zu Tarek gibt es hier: http://al-wazir.de, aber auch immer total aktuell auf Twitter unter @talwazir.

Daniel Mack: Jetzt geht’s los. 18 Fragen hat Tarek vorher bekommen. Vom Ausbau des Breitbandes bis zur Zukunft der Offenbacher Kickers :-)

Daniel Mack: User „Ultra“ betont, dass er nichts von Gewalt und Hass im Stadion hält. Er möchte wissen, was Du zur Ultra-Bewegung sagst und was Dein Tipp für das Europa-League-Spiel der Eintracht morgen gegen Bordeaux ist? Willi möchte wissen, ob die Eintracht durch Sponsoring von öffentlichen Unternehmen im Gegensatz zu anderen Vereinen bevorzugt wird und was Du zum Urteil des DFB gegen die Kickers sagst.

Ihr Ultras sorgt für Leben in der Bude – das finde ich klasse.

Bieberer Berg, Offenbach

Bieberer Berg, Offenbach

Tarek Al-Wazir: Dass Bouffier und Rhein den Unterschied zwischen Ultra und Randalierer nicht verstehen, wundert mich nicht. Die verstehen doch nichts außer Panikmache. Ihr Ultras sorgt für Leben in der Bude – das finde ich klasse. Aber ihr müsst verstehen, dass Pyro im Stadion gefährlich und deshalb verboten ist. Wenn ihr etwas ändern wollt, müsst ihr Dialogbereit sein. Und die Ultras müssen sich von wirklichen Randalierern, Rassisten und Antisemiten distanzieren.

Tarek Al-Wazir: Ansonsten glaube ich, obwohl OFC-Fan dass die Eintracht morgen gewinnt.

krawallschachtel: pfui, das wäre ja so, als wenn ich tippe, dass am sonntag die fdp gewinnt

Steuerzahler: Wenn ihr schon über Fussball chattet, den sagt wenigstens was nettes zu Gladbach

Lars: Sehr geehrter Herr Al-Wazir. Wie finden Sie die Unterstützung der Jungen Union? Wieso feuern andere Jugenorganistationen, wie z.B. die Grüne Jugend Sie nicht an?

Steuerzahler: ansonsten würden mich heute eher wirtschaftliche Statements interessieren

krawallschachtel: ich möchte gern wissen, woran es liegt, dass die grünen derzeit so schlapp aussehen und die fdp oder die akternativen ohne jeden (vernüpnftigen) inhalt aufholen?

Tarek Al-Wazir: Zum OFC: Wir können uns nicht beschweren, diesmal waren wir schlicht selbst schuld.Sehen wir es als Chance: Die alten absurden Kreditverträge- und Vermarktungsvertzräge sind weg, die Leute sind wieder begeistert, wir konsolidieren uns und steigen dann wieder auf. Was die öffentliche Hand angeht: Angesichts der Finanzierung des neuen Stadions sollten wir die Kritik an der Eintracht etwas reduzieren ;.-)

Tarek Al-Wazir: @lars: Ich habe es nicht nötig, mich von einer Gruppe von Jublern begleiten zu lassen, die auch Hurra rufen, wenn Bouffier „Guten Morgen“ sagt. Manchmal frage ich mich, ob ihr eigentlich nciht irgendwann in die Schule müsst?

Daniel Mack: Ganz bestimmt gewinnt die SGE! Maike fragte vorab, warum Du Wirtschaftsminister werden willst.

Heinz B.: Können Sie mir mehr zu „Bytes statt Beton“ sagen?

Leonard Kranz: In der Zeitung hab ich gelesen, Sie wollen Wirtschaftsminister werden. Wie kommen Sie darauf, dafür qualifiziert zu sein? Als Diplom Politologe ist man dafür ja nicht gerade prädestiniert.

Lars: Schade, dass sie das politische Engagement junger Leute nicht schätzen.

Wir können mehr als Finanzplatz und Flughafen

HTV-Firmengruppe, Bensheim

HTV-Firmengruppe, Bensheim

Tarek Al-Wazir: @maike: Ich glaube, dass die Wirtschafts- und Verkehrspolitik der letzten jahre schlicht gescheitert ist. Bayern und BaWü sind uns enteilt, Rhld-Pfalz hat uns bei Arbeitslosenquote und Arbeitsplatzzuwachs überholt.

Wir können mehr als Finanzplatz und Flughafen, sondern müssen auf Innovation, Gründung, Kreativität, Effizienz, kleine und mittlere Unternehmen setzen. Das können Grüne besser als Schwarz-Gelb

Leonard Kranz: Warum sollten das Grüne besser können?

Tarek Al-Wazir: @lars: Politisches Engagement ist, sich eine Meinung bilden, Konzepte erarbeiten, diskutieren, hinterfragen. Also selbst denken. Nicht von Peter Beuth hin- und hergefahren werden und dann auf Kommando „Volker, Volker“ rufen.

Lukas: Und wie möchten Sie die Kreativen hier halten und unterstützen? Die meisten gehen nach Berlin.

Tarek Al-Wazir: @Heinz B.: Ganz konkret: Wir hatten schon früh gesagt: Breitbandausbau statt Kassel-Calden. Schwarz-Gelb hat es nicht verstanden und stattdessen 271 Millionen Euro versenkt. Hätten wir das Sagen gehabt, Hessen wäre jetzt bundesweit führend beim schnellen Internetanschluss, da hätte besonders Nordhessen profitiert.

Steuerzahler: Yepp, hat von euch einer eine Idee, wie die neu entstehende Entwicklerszene aus Berlin nach F gelocktt werden kann?

Steuerzahler: Ich denke, da bedarf es etwas mehr, als eine flotte Verbindung

Steuerzahler: Mag sein, dass die kreativen sich im Cyberspace rumtreiben, aber sowas wie eine Wohnung brauchts auch

Lieber ein kreativer Politologe als ein unkreativer Jurist

Tarek Al-Wazir: @ leonard: Bisher besteht das Kabinett vor allem aus Juristen, die können ja bekanntlich von allen Uni-Absolventen am schlechtesten rechnen (sieht man auch am Landeshaushalt). Lieber ein kreativer Politologe als ein unkreativer Jurist…

Gaby: Ich habe Eure Pläne für weniger Fluglärm gelesen. Aber glaubst Du, dass Ihr wirklich was verändern könnt ohne dass die Landebahn wieder geschlossen wird?

Tillie: jetzt ist kassel calden aber nun einmal gebaut – was wollt ihr grünen denn unternehmen, dass es endlich beim breitbandausbau bergauf geht?

Steuerzahler: vorsicht, Tarek, kreative Buchhalter sind gefährlich

Tarek Al-Wazir: Was die Kreativen angeht: Ich habe noch nie verstanden, warum die alle nach Berlin gehen: Da gibt es zwar viele andere Kreative, aber weniger potentielle Auftraggeber: Kreativcluster Rhein-Main, das muss sein. Übrigens: In meiner Heimatstadt Offenbach arbeiten schon jetzt knapp 4000 Menschen in der Kreativwirtschaft. Wir sind gut, und können noch besser werden!

petite: ich möchte die grünen so gut wie möglich unterstützen.. dennoch weiß ich nicht wem ich meine zweitstimme geben soll.. welche partei ist der wahrscheinlichere koalitionspartner?

Steuerzahler: Wieso fehlen in B die Auftraggeber? Ich sehe, dass sich da eine Zentrale nach der anderen ansiedelt

Steuerzahler: Scheint schick zu sein, sich in Angies Schoss zu begeben.

Nachtflugverbot, echter Lärmschutz und andere Verkehrspolitik

Tarek Al-Wazir: @gaby Wir können den Fehler, den CDU,SPD und FDP gemeinsam begangen haben nciht einfach wieder ungeschehen machen, aber wir können uns für eine Deckelung der Flugbewegungen (auch druch Verzicht auf Terminal 3), für ein echtes Nachtflugverbot, echten Lärmschutz und für eine andere Verkehrspolitik einsetzen

Steuerzahler: abgesehen davon kann man in B noch für kleines Geld wohnen.

Steuerzahler: und Berlin ist ein cooles Sprungbrett in die weite Welt. Frag mal in Silikon Valley, wer Frankfurt kennt.

Zweitstimme entscheidet

Tarek on Tour

Tarek on Tour

Tarek Al-Wazir: @petite: Du musst uns auf jeden Fall die Zweitstimme geben, weil das die entscheidende Stimme ist. Wenn du in Frankfurt oder Da

rmstadt wohnst macht auch die Erststimme Sinn, da haben unsere Direktkandidaten Chancen. Ansonsten: Zweitstimme entscheidet!

 

Daniel Mack: Anne kommentierte vorab, dass ein gutes Betreuungsangebot zu guter Wirtschaftspolitik gehöre. Sie möchte wissen, wie die Situation vor Ort verbessert werden kann und wie das finanziert wird.

noname: ich will weder juristen noch politologen als wirtschafsminister. kreativität ist was schönes – wenn das fachwissen fehlt, hilft das alles nix.

Gaby: Wie willst Du Leute aus ihren Autos holen? Klar es braucht einen guten ÖPNV, aber viele fahren trotzdem Auto. Aus Prinzip. Meinst Du da kannst Du was bewegen? Sollen sie doch in ihren Staus hocken.

uwe l: Ist auch alle ne Zeitfrage mit Bus und Bahn. Ich brauch von zu Haus zur ARbeit mit Bus und Bahn drei mal so lang wie mit dem Auto.

Steuerzahler: Dann fahr mal von Hanau nach Königstein, dann wirst du ein Auto schätzen lernen

Für die Bildungs- und Betreuungsgrantie

Für die Bildungs- und Betreuungsgrantie

Tarek Al-Wazir: @Anne: Ein gutes Betreuungsangebot ist nicht nur für die Bildung wichtig, sondern auch zur Bekämpfung von Fachkräftemangel und zur Wirtschaftsförderung. Wir leisten es uns, die am besten ausgebildete Frauengeneration aller Zeiten zu oft in Minijobs oder in der Teilzeitfalle zu lassen, das muss sich ändern.

petite: :-) vielen dank für die information.. ich lebe in offenbach und werde dann auf jeden fall beide stimmen grün geben

Mehr Schienenverkehr gegen Dauerstau

Tarek Al-Wazir: Zum Auto: Wer etwas gegen den Dauerstau im Rhein-Main-Gebiet tun will, der muss den Schienenverkehr im Ballungsraum endlich ausbauen, da ist die letzten 15 Jahre nix passiert. Wir brauchen die Regionaltangente West (Halbkreis von Bad Homburg über Höchst und Flughafen nach Neu-Isenburg, die Nordmainische S-Bahn von Frankfurt nach Hanau, das vierte Gleis nach Bad Vilbel und die Beschleunigung des Fernverkehrs FFM-Fulda und FFM-Mannheim

Anke Bauer: welchen Aktionsplan haben Sie denn, die Gleichberechtigung von Frauen in der Arbeitswelt zu fördern? Wo steht das auf ihrer Agenda als zukünftiger Wirtschaftsminister?

Horst: Was gibt es für konkrete Pläne ihrer Partei zur Vermeidung des Millionenloches in Kassel-Calden für die laufenden Kosten

Tillie: Bekomm ich noch eine Antwort zu meiner Frage nach dem Breitbandausbau?

Tarek Al-Wazir: @noname: Ein Minister ist für die politische Führung da, nicht der oberste Sachbearbeiter

Tarek Al-Wazir: @tillie: Mehr Förderung der Kommunen, auch durch mehr Freiheit der kommunalen wirtschaftlichen Betätigung, die bisher oft verboten ist. Das muss eine staatliche Aufgabe werden, sonst klappt es nur im Ballungsraum

Tillie: ich weiß nicht einmal, ob in meiner gemeinde die politiker wissen, was internet ist. geschweige denn werden sie sich um den ausbau kümmern, selbst wenn sie die freiheit dazu bekämen. geht das nicht irgendwie zentraler?

Steuerzahler: also, wenn das Ding schon da steht, wie kann man es besser nutzen?

Kassel-Calden: Rausfinden wie hoch das Defizt ist

Tarek Al-Wazir: @horst: Wir müssen erst mal rausfinden, wie hoch das Defizit wirklich ist. Im Haushalt stehen drei Millionen, Bouffier spricht von 6 Millionen, wir glabuen, dass die Wahrheit eher bei 10 Millionen liegt. Dann müssen wir beurteilen, ob eine Defizitreduzierung durch mehr Flugbetrieb möglich ist oder nicht, müssen versuchen, andere Akteure zur Beteiligung zu bringen, die IHK KS hat den Flughafen immer gefordert, wo ist die Beteiligung der Wirtschaft?

Lena: Woran liegt es, dass die Grünen gerade so schlecht dastehen in den Umfragen? Ich habe was von schlechter Kommunukation gelesen. Welche Konsequenzen werden gezogen, wenn es nicht reicht?

Tarek Al-Wazir: @tillie: Nicht so schlecht über Kommunalpolitiker reden. Der Odenwaldkreis und der MKK haben schon Breitbandgesellschaften gegründet, Marburg-Biednkopf ist dabei, die handeln jetzt, aber das hätten wir schon viel früher fördern müssen.

Es wird für Rot-Grün in Hessen reichen

Gibt's nur mit starken GRÜNEN: die Energiewende

Gibt’s nur mit starken GRÜNEN: die Energiewende

Tarek Al-Wazir: @lena: Es wird für Rot-Grün in Hessen reichen, wenn die Mehrheit, die den Wechsel will ihn dann auch wählt und ihre Stimmen nciht an inkspartei oder Piraten verschenkt!

Steuerzahler: Klar, und dann wird in MKK das Breitband an Maintal vorbei gelegt, weil da einer die Hand drauf hat.

zwischenfunker: Wie stehen die Grünen zur Störerhaftung, die verhindert, dass es in Deutschland endlich frei zugängliches Internet über WLAN für jedermann gibt?

Kareen Dorindt: Was sagen Sie eigentlich zur AfD? Die scheint ja groß im Kommen zu sein.

Tarek Al-Wazir: @anke buaer: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, nicht nur durch Betreuungsplätze, sondern durch Förderung von Modellen einer anderen Arbeitskultur, für Männder und Frauen. Wir müssen es hinkriegen, dass man auch mit einem 30-Stunden-Vertrag Karriere machen kann, in Schweden übrigens völlig normal. Was Aufsichtsräte angeht: Ich bin nach Übergangszeit für die 40 %-Quote!

Horst: Das sehe ich auch so, das die Kasseler Unternehmen zuwenig Initiative zeigen, um den Flughafen entsprechend zu fördern. Ansonsten muss man sich überlegen, ob man die Halle und das Freigelände nicht für die D 14 nutzen kann, das wäre doch ein Gag, oder

Gregor: würden Sie denn auch mehr Geld für den Breitbandausbau bereitstellen? Denn MKK und Co haben ja den Topf des Landes schon fast leer gemacht. Sie werden immer als gutes Beispiel genannt, aber für alle würde das Geld ja gar nicht reichen.

Tarek Al-Wazir: @zwischenfunker: Das kann man rechtlich lösen, wenn man will. Auch jetzt gibt es schon Modelle (Pforzheim), die freies w-lan ermöglichen, aber das kann man durchaus vereinfachen.

uwe l: aber die karriere mit 30-stunde-vertrag auch für männer! bei vereinbarkeit von familie und beruf habt ihr politiker viel zu oft nur die frauen im blick. ich würd auch gern mehr zeit mit meinen beiden kindern verbringen!!!

Steuerzahler: Karriere mit 30 Wochenstunden? Wo lebt ihr denn? Wieviel Wochenstunden leisten Sie denn, Herr Al-Wazir

Gaby: @Uwe Na ja aber meistens bleibt das Betreuungsproblem doch auch bei den Frauen hängen.

Bernd Kraft: Wenn man erst mal Breitband hat, wie wir es im Main-Kinzig gerade realisieren ist gut. Aber wie bekommen wir Internet-Unternehmen nach Hessen respektive nach MKK?

Ich halte die AfD für hochgefährlich

Im Hessischen Landtag

Im Hessischen Landtag

Tarek Al-Wazir: @kareen: Ich halte die AfD für hochgefährlich, weil sie alle Prinzipien von europäischer Solidarität über Bord werfen will und im Kern Rechtspopulistisch ist, teilweise tummeln sich da auch ehemalige Rechtsextreme. Was für ein Glück, dass solche Leute nicht in den USA das Sagen hatten, als der Marshall-Plan für Deutschland gemacht wurde!

Tarek Al-Wazir: @uwi I: Deshalb habe ich ja von Politik für Männer und Frauen gesprochen!

Kareen Dorindt: und was kann man gegen die AfD unternehmen? hier in der gegend ist jedes zweite Wahlplakat von denen…

zwischenfunker: Ich finde es unglaublich, dass es dieses Jahr für die Wahl in Hessen keinen Wahl-O-Mat gibt. Das fördert Nichtwählen vor allem unter jungen Leuten. Wie kann man sicherstellen, dass soetwas sich nicht wiederholt?

Tarek Al-Wazir: @gregor: Ich sag ja, Bytes statt Beton

Wenn wir regieren gibt es 2018 einen Wahlomaten

Tarek Al-Wazir: @zwischenfunker: Wenn wir regieren gibt es 2018 einen Wahlomaten auch in Hessen. Siocher

zwischenfunker: das freut mich zu hören! Ich war zutiefst schockiert über diese Entscheidung der Landeszentrale für politische Bildung.

Lisa: Ich bin total für die Grünen. Aber wenn es für Rot-Grün nicht reicht, warum dann nicht mit den Linken zusammen

Tarek für die Kreativwirtschaft

Tarek für die Kreativwirtschaft

Tarek Al-Wazir: @kareen: Zum Beispiel die Grünen wählen. Die AfD hat das Recht, Wahlveranstaltungen zu machen und auch Plakate aufzuhängen, die Proteste gegen sie verschaffen ihr nur noch mehr Aufmerksamkeit und sie tun so, als wären sie die verfolgte Unschuld vom Lande…

bibi: Tarek, würdest du auch mit der CDU koalieren?

Tarek Al-Wazir: @lisa: Das hatten wir ja 2008 alles schon mal, und das Ergebnis waren Neuwahlen mit Wiederwahl von Roland Koch. Die Linkspartei ist inzwischen aus jedem Landtag in westdeutschen Flächenländern wieder rausgeflofgen, Sonntag in Bayern hatten sie 2 %. Also, es gibt entweder Rot-Grün oder Schwarz-Gelb.

 

Horst: Wäre rot-grün-rot mit den hessischen Grünen möglich, wenn es gegen schwarz-gelb nicht reicht

Kareen Dorindt: Irgendwo hatte eine Stadt doch die Plakate der NPD abgehängt. Was hälst du von solchen Aktionen?

Horst: Hessen ist aber nicht Bayern, die Schnur am Wahlstift ist hier länger.

Wir müssen nicht um jeden Preis regieren

Tarek Al-Wazir: @bibi @horst: Wir kämpfen für starke Grüne in einer rot-grünen Koalition. Wenn es dafür nicht reicht, weil eine fünfte Partei im Landtag ist würden wir mit allen reden und die Inhalte entscheiden lassen, ob eine Koalition möglich ist oder nciht. Wir müssen nicht um jeden Preis regieren, wenn es inhaltlich nicht geht, dann gehen wir in die Opposition

Tarek Al-Wazir: @kareen: Fand ich gut, aber leider hat das Verwaltungsgericht geurteilt, dass die Plakate wieder aufgehängt werden müssen, und da muss sich die Stadt natürlich dran halten

bibi: mh, aber in der opposition, kann man da überhaupt etwas bewegen? lieber ein paar inhalte umsetzen als gar keine, oder?!

Lisa: schwarz grün würden viele eurer anhänger nicht akzeptieren.

Tarek Al-Wazir: @bernd: Es mag große Neuansiedlungen in Rhein-Main geben, so wie Crytek 2006. Aber oft geht es nur so: Gründer fördern und sie dann wachsen lassen!

Bernd Kraft: unnd wie machen wir das ? Gewerbesteuerbefreiung?

Tarek Al-Wazir: @lisa: Stimmt, ich kann es mir aufgrund der inhaltlichen Unterschiede auch kaum vorstellen. Aber zumindest reden würden wir mit allen, so wie 2008. Ich würde selbst mit Jörg-Uwe Hahn reden, aber das wird ein kurzes Gespräch….

Tarek Al-Wazir: Mehr Gründerzentren, mehr Gründerkredite etc.

Steuerzahler: Also, wenn du mit Hahn länger als 5 Minuten redest, wandere ich aus

Daniel Mack: Seb fragt, was Du zu Steinbrücks Stinkefinger sagst.

Horst: Da gibt es also nur eins, grün wählen und Andere davon zu überzeugen, ebenfalls das Kreuz bei den Grünen zu setzen, damit die grüne Politik fortgesetzt werden kann in einer starken Koalition

Tarek Al-Wazir: @steuerzahler: ;-)

krawallschachtel: ich drücke euch jedenfalls ganz fest die daumen – und wählen gehe ich auch

Tarek Al-Wazir: @seb: Ich fand es alles andere als gut. Schließlich will er Kanzler werden…das wichtigste Thema war es jetzt allerdings auch nicht…die Energiewende ist wichtiger als Stinkefinger…

Daniel Mack: Und Özan möchte wissen, wie Du als Minister Dialoge starten willst, damit sich mehr Menschen an politischen Prozessen beteiligen. Twitterst und chattest Du auch als Minister?

Bernd Kraft: genau, viel Spass am Freitag in Maintal und Darmstadt und dann am Montag bei den Koa-Gesprächen, für eine absolute Mehrheit für uns Grüne reicht es dieses mal vermutlich nicht :)

Steuerzahler: Ich finde, die Sixt-Werbung hat den S-Finger schon fast gut gemacht

Auf dem Frankfurter CSD

Auf dem Frankfurter CSD

Tarek Al-Wazir: Ich werde auch als Minister twittern und chatten…schaffe ich ja als Fraktionsvorsitzender auch!

Daniel Mack: Noch irgendjemand eine letzte Frage an Tarek?

Bernd Kraft: wann wird der OFC Deuscher Meister?

krawallschachtel: nein, nur gute wünsche

David Blümchen: bist du persönlich befürworter des veggie days? isst du selbst in der woche kein fleisch oder sogar öfter?

Tarek Al-Wazir: Ich habe eine Empfehlung: Ab 20.15 hr-fernsehen schauen, da wird die Aufzeichnung der Spitzenkandidatenrunde gezeigt

Daniel Mack: @Bernd Kraft: Vorher gewinnt die SGE die Europa League. In Turin. vielleicht ;-)

Tarek Al-Wazir: @bernd Kraft: Zitat aus Forever OFC: Nur wann, das weiß mer net

Steuerzahler: ich drück dir die Daumen und mein Kreuz geht Sonntag sicher an euch

Tarek Al-Wazir: @david blümchen: ICh selbst esse nicht jeden Tag Fleisch, mache das aber nicht am Wochentag fest

krawallschachtel: vorher wird tarek bundeskanzler – bevor der ofc meister wird.

Daniel Mack: Schönes Schlusswort, krawallschachtel. Wirtschaftsminister in Hessen reicht aber. Erstmal!

Daniel Mack: Danke Tarek!

Daniel Mack Und jetzt hr-schauen! Den Livestream gibt’s hier: http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=54549&key=standard_document_33394446

Steuerzahler Ihr grünen seid einfach gute Menschen :-)

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  1. HEINZ PETER HAUB sagt:

    HERR AL-WAZIR,
    ICH WAR IMMER EIN
    FREUND DER GRÜNEN. MIT IHRER ÄUSSERUNG
    ÜBER „DAS AUSSETZEN DES HIRNS BEI DER SPD“ BEIM ANHÖREN DES ALTEN ARBEITERLIEDES „DER
    STEIGER KOMMT“ MUSS ICH LEIDER FESTSTELLEN,
    DASS SIE EIN RIESENGROSSES ARSCHLOCH SIND.
    GRUSS HEINZ PETER HAUB , KRONBERG

  2. N sagt:

    Solange er so viel Bulsh*t redet, macht es keinen Unter schied ob er twittert oder nicht.

  3. j.h. sagt:

    jetzt haben wir den Salat – die grünen und die schwarze atomlobby in hessen verhandeln über eine regierung. grüne ade bei der nächsten Wahl in Hessen unter 5 %….schade…aber der machthunger mancher Politiker ist halt grenzenlos.

  4. Jochen Lange sagt:

    Euch soll es ergehen wie der FDP damit ihr euch ärgert bis Ihr schwarz seid

  5. Michael s. sagt:

    Ich warne die grünen vor diesem katastrophalen schritt.
    Dann ist diese Partei für mich schlimmer als die FDP es geht nur um Macht‘!!!!!!!!!!!!!!!,
    PFUI!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. Rohrschach sagt:

    Für Schwarz Grün habe ich die Grünen nicht gewählt. Frau Ypsilanti hat man als Lügnerin bezeichnet. Was ist dann Tarek Al-Koch, oder Tarek Al-Hahn? Wählt nicht die Linke, um nicht mit Volker Bouffier aufzuwachen, hat er im Wahlkampf getönt. Gehen da die Ideale für die Karriere über Bord.

  7. Fabian sagt:

    Böse Zungen behaupteten, dass die Grünen die FDP in Grün sind. Es liegt doch was Wahres an dieser Behauptung. Mit einer erz-konservativen Hessen-CDU, für die unter anderem der ausländerfeindliche Irmer im Landtag sitzt, eine Koalition einzugehen ist beschämend.

  8. w. gäbelein sagt:

    Kennen sie den unterschied zwischen der fdp und den grünen? Nein? Nun die fdp hat den absturz schon hinter sich. Na denn guten flug.

  9. Richard Davis sagt:

    Ich habe die Grünen nicht gewählt, um weiterhin Bouffier als MP in Hessen zu haben. Sollten die Grünen tatsächlich ihre Machtgier dadurch zeigen, daß sie eine Koalition mit der Hessen CDU eingehen, haben sie das letzte Mal meine Stimme bekommen.

  10. Bernhard Nowak sagt:

    Der Kommentar trifft genau ins Schwarze. Die Grünen belügen Ihre Wähler nach Strich und Faden, nur um Ministerpöstchen zu bekommen. Wenn sie – angesichts des vorherigen Wahlkampfes – eine Regierung mit der Union eingehen und Bouffier zum Ministerpräsidenten wählen, begehen sie Wählertäuschung. Nicht mehr wählbar, sondern durch und durch verlogen.

  11. Bernd Galeski sagt:

    Typische Politikerschelte auf Bild-Niveau!
    Leute, vielleicht habt Ihr es noch nicht gemerkt, aber die Zeiten, in denen der politische Gegner auch zugleich der Todfeind war, sind vorbei. Einige haben es kapiert, die sind fähig zur Demokratie, weil fähig zum Kompromiss. Andere schmollen in der Freund-Feind-Ecke und sind sich absolut sicher, die letzten Vertreter der „reinen Lehre“ zu sein. Na, dann habt mal weiter schön die absolute und einzige Wahrheit auf Eurer Seite – und inzwischen zieht die Karawane weiter.
    Gute Nacht!

    • St. Krieger sagt:

      Ich kann doch aber nicht alle grundsätzlichen Ziele verraten und meine Wähler verkaufen?
      Ich habe die LINKE gewählt – Da weiß ich was ich wähle!! DIE steht zu Ihren Zielen!

    • Karl Knapp sagt:

      Herr Galeski,

      da gehen Sie in die gleiche Falle, die Sie anderen unterstellen. Ich finde der Respekt vor politisch anders Denkenden ist notwendig für eine Demokratie. Jedoch erst „hüh“ zu sagen, und dann „hott“ zu rufen, ist doch eine andere Sache.

      Darüberhinaus ist es die hessische (!) CDU gewesen, aus deren Reihen der Ruf „Geh doch zurück nach Sanaa“ kam. Diese Gruppierung ist am extrem rechten Rand angesiedelt, daher halte ich sie nicht für koalitionsfähig. Egal wie sehr Herr Bouffier sich nun freundlich gibt. Der will halt auch so sehr im Amt bleiben, wie manch anderer rein will. Das mit dem Wort demokratisch zu verhüllen, erscheint mir fadenscheinig.
      KK

  12. Bernhard Nowak sagt:

    Herr Bouffier hat als Innenminister dafür gesorgt, dass durch gefälschte psychiatrische Gutachten Steuerermittler, die Roland Koch zu nahe gekommen sind, zwangspensioniert wurden. Sie waren aber – siehe Frankfurter Rundschau – gesund. Herr Bouffier hat einen Polizeipräsidenten ernannt, obwohl dessen fachliche Eignugn zweifelhaft war (Stichwort: Polizeiaffäre). Und ich meine mich zu erinnern, dass es 2008 hieß: Ypsilanti, Al Wazir und die Kommunisten stoppen.

    Und mit dieser CDU gehen die Grünen jetzt eine Koalition ein. Sie haben dies dem Wähler vorher nicht gesagt. Richtig ist, dass sie schwarz-grün nie ausgeschlossen haben. Sie haben aber plakatiert, sie wollten den Wechsel und „Zwei Gründe“ für den Wechsel stand auf den Plakaten: Bouffier und Hahn. Aber jetzt winkt für Herrn Al Wazir ja ein Pöstchen und deshalb gilt: Pöstchen vor Inhalten. Ziemlich verlogen das Ganze. Der Wähler wurde massiv getäuscht: es hieß, die Grünen wollten rot-grün. Es werde bei unklaren Mehrheitsverhältnissen „schwierig“ – sowohl mit Union als auch mit der Linkspartei. Was aber fehlte – vor allem nach den Ereignissen von 2008 – war die klare Aussage, dass die Gemeinsamkeiten mit der Union größer wären als mit der Linkspartei und im Falle unklarer Mehrheitsverhältnisse die Grünen eher mit der Union als mit der Linkspartei und der SPD eine Koalition eingehen und somit Herrn Bouffier wiederwählen würden. Die Grünen haben daher ihren Wählern nicht reinen Wein eingeschenkt. Wo bleibt hier der Presseaufschrei, der bei Ypsilanti damals sofort kam? Nein, dieses verlogene Pack kann man wirklich nicht mehr wählen.

  13. Karl S. Walter sagt:

    »Ich werde auch als Minister twittern«

    Na klasse, Tarik Al-Wazier, allein das ist ja der Beste individuelle Grund, sich mit dem überappetitlichen Opa Bouffier in die Kiste zu legen.

    Der Ministerpräsident und Ex-Minister Bouffier hat zu verantworten, dass vier erfolgreiche hessische Steuerfahnder wegen »Geisteskrankheit« gulagartig aus dem Dienst entfernt wurden. Sie waren offenbar CDU-Sponsoren zu nahe gekommen. Damit machen sich die Grünen jetzt gemein. Integrität geht anders.

    Hinzu kommt der Flughafen-Ausbau. Eine Kröte, welche die Grünen schlucken, damit Bouffier die grüne Kröte in der CDU durchsetzt. Ihre Wahlversprechen werden die Grünen brechen müssen. Ungeachtet der wütenden Proteste der lärmgepeinigten Bürger. Bei denen brauchen sich grüne Kandidaten nie wieder sehen zu lassen.

  14. Gudrun Schwarz sagt:

    Dies darf doch alles nicht wahr sein. Jetzt bleibt dieser Bouffier dank euch Grünen an der Macht. Wir Flughafenausbaugegner werden von euch mit Füßen getreten. Wie alle anderen wünsche ich, dass ihr bei den nächsten Wahlen nicht einmal mehr die 5% erreicht. Ich wähle euch nie mehr, weder im Bund noch im Land noch in der Kommune.

  15. Wahlbürger sagt:

    Ein starkes Stück, wenn nun Bouffier ausgerechnet dank der Hilfestellung durch die Grünen an der Macht bliebe. Dass ein Wechsel nötig ist, habt Ihr VOR der Wahl ja selbst erkannt und kommuniziert.
    Soll das also nun plötzlich nicht mehr zutreffen?
    Wenn Ihr die Koalition mit der Bouffier-Union umsetzen solltet, wäre das sicher nicht nur für mich eine bittere und nachhaltige Enttäuschung …

  16. Bernhard Nowak sagt:

    Und jetzt kippt Al Wazir schon in Sachen Kostenruine Kassel-Calden um: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_50170199

    Der machtpolitische Opportunismus der hessischen Grünen ist eine Schande!

  17. Perter Klein sagt:

    Man muss ja nicht lange um den heißen Brei reden.
    Seit 30 Jahren wähle ich nun ununterbrochen die Grünen (man bin ich alt geworden) aus Überzeugung.
    Gehen die Grünen nun mit Bouffier ins Bett, dann verraten sie genau diese Überzeugung. Bouffier steht für eine Politik und für eine menschenverachtendes Verhalten, das absolut unvereinbar mit den grünen Grundprinzipien ist.
    Sollte das wirklich passieren, werde ich und mit mir wahrscheinlich die meisten Stammwähler, nie wieder mein Kreuz bei den Grünen setzen.
    Das hätte dramatische Auswirkungen nicht nur für die Landespartei.

    Wagt endlich einmal den Schritt zu einer echten Demokratie und wagt die Minderheitenregierung anstatt eure Wähler zu verraten und somit kurzfristig etwas Macht und Geld zu erhaschen.

    Ich kann nur hoffen, dass wieder Vernunft in der Parteispitze Einzug hält.

  18. Juan Aravena-Mayer sagt:

    ich bin davon Überzeugt das Tarek Al-Wazir viel zu twittern (erklären) haben wird, warum er sich mit einem korrupten, menschenverachtenden Lügner arrangieren will. Für eine Partei der es in der Vergangenheit um Gleichberechtigung, Menschwürdiges Miteinander, öklogosiche Werte ist mir der von Al-Wazir angestrebte Machterhal zu weit. Tarel-Al-Wazir ist NICHT die Grünen. Sollten sich diese sich Ihren Werten soweit entfernt haben, sehe Schwarz. Wagt die Minderheitsregierung. Nur weil die SPD Profiliverluste befürchtet heißt das nicht das diese die einzige und logische Konzequenz aus der Wahl ist. Boufier/CDU war und wird niemals jemanden sein den ich wählen werde. Auch nicht mehr die Partei die Ihn unterstützt.

  19. Perter Klein sagt:

    Ich möchte noch einmal an die klare Aussage vom September erinnern:

    bibi: Tarek, würdest du auch mit der CDU koalieren?

    Tarek Al-Wazir: @lisa: Das hatten wir ja 2008 alles schon mal, und das Ergebnis waren Neuwahlen mit Wiederwahl von Roland Koch. Die Linkspartei ist inzwischen aus jedem Landtag in westdeutschen Flächenländern wieder rausgeflogen, Sonntag in Bayern hatten sie 2 %. Also, es gibt entweder Rot-Grün oder Schwarz-Gelb.

    Für mich hat Tarek Bibi mit seiner aussage eindeutig belogen. Ausreden helfen da auch nicht, denn es könnte rot-grün als Minderheitenregierung geben.

  20. Perter Klein sagt:

    Ich schließe mich den Bundesgrünen an:

    „Allerdings gibt es intern auch skeptische Einschätzungen. Der Versuch in Hessen ist nicht ohne Risiko, er könnte der Partei auch schaden. Schwarz-Grün ist in der Grünen-Wählerschaft extrem unbeliebt, in diversen Umfragen kündigt stets eine Mehrheit an, lieber SPD zu wählen, sollten die Grünen untreu werden. “

    Das nun plötzlich eine Umfrage auftauchen soll, nach der die Mehrheit der Grünen-Wähler für eine Koalition mit der CDU ist halte ich für sehr dubios.

    Bekanntlich kann jede Umfrage manipuliert werden. Trotz intensivster Suche konnte ich die Fragestellung zu der Umfrage nicht finden. Mir schwant, dass hier schon CDU-Methoden Einzug bei den Grünen halten.

    • Rolf Rummel sagt:

      Sollte es zu diesem Bündniss kommen, bin ich sicher das die grünen in Hessen das letzte mal im Landtag waren.
      Vielleicht möchte Herr Al-Wazir ja danach zu den Christdemokraten wechseln?

  21. Peter sagt:

    Hallo

    Ich sage es gerade ehrlich heraus, wenn diese Partei mit der CDU zusammen geht ist es Verrat am Grünen Wähler und der Untergang jener Partei.

  22. Wolfgang Bogatzki sagt:

    Ich bin erst seit kurzem Mitglied der Grünen,das ist auch das erste Mal das ich mich zu Wort melde.Wenn es etwas in meiner in meinem politischen Veständnis gibt oder gab was ich nicht für möglich hielt dann ist es SCHWARZ/GRÜN.Man sollte mal darüber nachdenken wo unsere Wurzeln sind,wo wir eigentlich herkommen.Oder ist die Macht und die Gier nach lukrativen Ämtern wichtiger.
    Meiner Meinung nach wäre einen Koalition mit der CDU Verrat an allem für das unsere Partei steht oder stehen sollte.Im Falle einer gemeinsamen Regierung mit der CDU werde ich woll genau so schnell wie ich im Sommer gekommen bin,wieder verschwinden.

    • Lothar Klein sagt:

      Ja, so sollten es vielleicht alle noch selbst denken und aufrichtigen Grünen machen: Raus aus dieser Anbiederungs- und Machbarkeitspartei!

  23. Harald sagt:

    Was ist aus den Grünen geworden? Es ist traurig, fasst 62% der Hessen wollen keine CDU Regierung und keinen interessiert es. Grüne und CDU, nein danke so war das nicht gedacht. Ihr schmeißt alle Prinzipien über Bord, geht weiter diesen Weg und ihr werdet wie die FDP enden.

  24. Karl Knapp sagt:

    Tja, ich bin auch so einer, der glaubte: „Wähl´ ich die Grünen, wähle ich nicht die CDU.“ Ich finde es ja entzückend, wie naiv ich in meinem Alter noch sein kann. Eines möchte ich aber unmissverständlich festhalten. Ich bin auch nachtragend. Sehr nachtragend.

    Wenn meine Stimme dazu beiträgt, dass Bouffier wieder Ministerpräsident wird, dann war es das letzte Mal, dass meine Hand ein Kreuz bei den Grünen machte. (Ich sollte vielleicht anfügen, dass diese Hand bisher nur dort ein Kreuz machte, und das schon seit vielen vielen Jahren.)

    • Hans Kraemer sagt:

      Hallo Karl Knapp,
      ich bin nicht nachtragend – aber ich vergesse auch nichts !! Wenn das im Jan 14 tatsächlich Wirklichkeit werden sollte, war es das allleraller letzte Mal, dass ich Grüne gewählt habe – egal ob Bund oder Land. Mir wird ja jetzt schon jeden Morgen schlecht, wenn ich mir die Berichterstattung in der FR zu Gemüte führen muss. Nochmal fünf Jahre Bouffier – und die Grünen sind die Steigbügelhalter. UNFASSBAR !

  25. Bleiben wir beim Politikersprech: Das ist Betrug am Wähler!!!
    Als traditioneller Grünwähler fühle ich mich von Herrn al Wasir regelrecht verarscht und werde – wie viele meiner Freunde auch – mich entweder den Nichtwählern anschließen oder aber nach einer Alternative suchen. Nur grün wird meine Stimme – bleibt es bei einer Koalition mit der CDU – in Hessen nie wieder sein. In diesem Sinn: Lebt wohl.
    P.S. Ich werde alles tun, um für meine Ziele bei bisherigen Grünwählern zu werben.

  26. Adrienne Schneider sagt:

    Karl Knapp hat Recht, wie die vielen anderen vor mir. Wenn Bouffier wieder MInisterpräsident wird, dann war meine Stimmer umsonst. Wie überhaupt das Wählen immer absurder wird, wenn die gewählten Parteien sich dann nicht an die Wahlversprechen halten.
    Zum mersten mal habe ich Landesweit Grün gewählt, das werde ich nie wieder tun.

  27. Michael sagt:

    Ich wähle wie einige Schreiber vor mir auch seit Gründung die Grünen. Habe ich auch diesmal gemacht, um nicht Bouffier an der Macht zu halten (Zitat aus http://www.gruene-hessen.de/partei/presse/verlaesslich-und-kla/: Keine Stimme verschenken: Wer Linkspartei oder Piraten wählt, wacht mit Bouffier auf“ . Und jetzt wache ich in ein paaar Wochen trotz (oder wegen?) Grünen-Stimme mit Bouff auf?!?!? Ich glaube, ich spinne! Das Zitat steht doch unter „verlässlich und klar“
    Kurze Erinnerung an die „Meriten“ der Hessen-CDU: Schwarze Kassen, jüdische Vermächtnisse, Unterschriften Aktionen gegen Ausländer, NSU Affäre, Schutz der Parteisponsoren durch Verleumdung der Steuerprüfer…
    Wenn es zu Schwarz-Grün kommt, werde ich zukünftig wohl die einzige Bouff-Verhinderungs-Partei die Linke wählen.
    Überlegt Euch das bitte nochmal gut und gebt nicht alles für ein paar Pöstchen auf.

  28. Bernd Galeski sagt:

    @ Karl Knapp,

    —–
    „da gehen Sie in die gleiche Falle, die Sie anderen unterstellen. Ich finde der Respekt vor politisch anders Denkenden ist notwendig für eine Demokratie. Jedoch erst “hüh” zu sagen, und dann “hott” zu rufen, ist doch eine andere Sache.
    Darüberhinaus ist es die hessische (!) CDU gewesen, aus deren Reihen der Ruf “Geh doch zurück nach Sanaa” kam. Diese Gruppierung ist am extrem rechten Rand angesiedelt, daher halte ich sie nicht für koalitionsfähig. Egal wie sehr Herr Bouffier sich nun freundlich gibt. Der will halt auch so sehr im Amt bleiben, wie manch anderer rein will. Das mit dem Wort demokratisch zu verhüllen, erscheint mir fadenscheinig.“
    —–

    Ich kann mich nicht erinnern, dass Al Wazir gesagt habe, „mit denen reden wir nicht“. Tatsächlich waren die Grünen ausdrücklich diejenigen, die nichts ausschließen wollten. Zwar haben sie immer wieder betont, wie wenig sie mit der CDU wollen, aber ganz ausschließen konnte man doch nichts, wenn man grundsätzlich mit allen redet.

    Ja, die hessische CDU hat keine kuschelige Vergangenheit, das ist bekannt („jüdische Vermächtnisse“ und schwarze Koffer… da war doch was …).

    Ich bin bestimmt kein Freund der CDU und ich weiß auch nicht, wie ich auf diskriminierende Sprüche reagiert hätte. Es scheint aber so zu sein, dass Bouffier und Al Wazir eine Gespächsgundlage gefunden haben, auf der sie es wenigstens versuchen wollen. Das finde ich in Ordnung, Demokraten sollten keine Feinde sein, selbst wenn sie unterschiedlicher Auffassung sind. Und dass Politiker entweder im Amt bleiben wollen oder Macht erlangen wollen, ist absolut legitim. Ohne politische Macht, ohne öffentliches Amt kann man nichts gestalten, in der Opposition kann man Probleme aufzählen, sie aber nicht lösen. Ich nehme es Politikern nicht übel, wenn sie auch machtorientiert sind. Wer keine politische Gestaltungsmacht will, sollte nicht in die Politik gehen, da wäre ein „normaler“ Beruf besser.

    @ St. Krieger,

    —–
    „Ich kann doch aber nicht alle grundsätzlichen Ziele verraten und meine Wähler verkaufen?
    Ich habe die LINKE gewählt – Da weiß ich was ich wähle!! DIE steht zu Ihren Zielen!“
    —–

    Warum ist das gleich „Ziele verraten“, wenn man zu pragmatischer Einsicht und Problemlösung findet und wenn man Verantwortung übernehmen will? Mir behagt solche Schwarz-weiß-Malerei nicht; es geht nicht immer nur um alles oder nichts. Das Leben besteht nicht aus Extremen, sondern oft muss man den Weg irgendwie dazwischen wählen, weil man sonst blockiert bliebe.

    Sie wählen die Linke, das finde ich in Ordnung und es ist Ihr demokratisches Recht. Mir sagt die Linke nicht zu, auch weil sie zu unnachgiebiger Rechthaberei neigt; die „reine Lehre“ für wichtiger erachtet als praktische Lösungen, die zwar nicht 100% des Gewünschten abbilden, aber das Leben der Menschen ein Stück verbessern.

  29. Bernd Galeski sagt:

    Nur noch mal für uns alle zur Erinnerung:

    CDU: 38,3
    SPD: 30,7
    FDP: 5,0
    Grüne: 11,1
    Linke: 5,2
    Piraten: 1,9
    AfD: 4,0

    Das war das Wahlergebnis 2013.

    Weder hat es für Schwarz-Gelb gereicht noch für Rot-Grün.

    Die Möglichkeiten waren: Große Koalition, Rot-Rot-Grün, Schwarz-Grün oder die Rote Ampel (SPD-FDP-Grüne)

    Wie wahrscheinlich wäre die Rote Ampel?

    Große Koalition: Scheint nicht funktioniert zu haben, offenbar können Bouffier und Schäfer-Gümbel doch nicht so gut miteinander. Jedenfalls kam man nicht zusammen, die Gemeinsamkeiten waren laut Bouffier nicht ausreichend für 5 Jahre.

    Rot-Rot-Grün: Ich oute mich mal als Wähler des linken Spektrums, aber: Mit der Linken hab ich Schwierigkeiten und ich würde zu denen gehören, die diesem Dreierbündnis speziell in Hessen sehr skeptisch gegenüberstehen.

    Bleibt Schwarz-Grün: Da muss man sehen, ob’s am Ende zum Vertrag kommt. Bis dahin werden die wohl sehr hart verhandeln, das wird anstrengend. Bis jetzt gibt’s die Absicht zum Verhandeln. Es ist nicht gesagt, dass es für 5 Jahre reicht. Das kann man aber erst wissen, wenn man es probiert und miteinander redet.

    Ist doch klar, dass das Wahlergebnis kein Traumergebnis war. Mir wäre eine eindeutige Mehrheit für Rot-Grün auch lieber gewesen. Tatsache ist aber, dass die Deutschen mehrheitlich zur Zeit eher konservativ wählen. Was will man machen? So lange wählen lassen, bis sie’s kapiert haben und endlich „richtig“ wählen? …

    • Rolf Rummel sagt:

      Ich werde nicht so schnell wieder grün wählen.
      Anscheinend wird hier auch nach dem Motto „Hauptsache einen Ministerposten“ Politik gemacht.
      Jahrelang habe ich mein Kreuz bri den Grünrn gemacht. Nun bin ich sicher das ich nicht der einzige „Grünenwähler bin der so denkt.

    • Pitt sagt:

      Ist ja löblich Bernd dass Sie die Parteispitze so verteidigen. Man kann ja nun auch Haarspalterei betreiben was wurde gesagt was nicht. Das erinnert schon sehr stark an die CDU!
      Fakt ist, bisher musste man es nie aussprechen: Grüne und CDU geht gar nicht. Davon gingen bisher die Stammwähler aus!

      Heute bei uns im Büro kam das Thema zufällig auf, eigentlich alles junge Grünenwähler, aber der Tenor war eindeutig: Keiner war bereit die Grünen zukünftig zu wählen, da sich alle verraten fühlten.

      Sie können sich nun Ausreden einfallen lassen wie sie wollen, das ändert aber nichts daran, dass sich die Grünen damit ihr Grab schaufeln.

      Gut ist das ganze für die FDP, denn einige werden ihr heil dort suchen, der größere Teil wird zu den Kinken wandern, auch ich. Da die SPD zukünftig die Linke nicht mehr als Partner ausschließen wird werden die bei der nächsten Wahl große Zugewinne von allen Wählern erhalten, die die CDU verhindern wollen. Und das ist der Großteil der Grünen-Stimmen.

      Aber was interessiert das die Parteispitze, die hatten ja dann 5 Jahre ihr Pöstchen und können dann in Rente gehen!

  30. Pitt sagt:

    Was nun? Kann man hier keine Kommentare mehr schreiben?

    • Till Haupt sagt:

      Hallo Pitt,

      natürlich kann man hier weiterhin Kommentare schreiben. In ihrem Fall hat leider erstmals fälschlicherweise unser notwendiges Anti-Spam Plugin gegriffen. Anscheinend ist die von ihnen genutzte IP-Adresse dort als „verdächtig“ gelistet. Warum das so ist, können wir nicht sagen, dafür sind die Plugin Programmierer/betreiber zuständig. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und werden künftig genauer darauf schauen, was dieses Plugin macht. Grundsätzlich werden hier natürlich keinerlei Kommentarfunktionen eingeschränkt. MfG

  31. Peter Klein sagt:

    Heute kam das Thema bei uns im Büro auf. Eigendlich alles Grünen-Wähler. Und alle fühlen sich verraten. Man kann es drehen und wenden wie man möchte. Auch typische CDU-Ausreden helfen da nicht, nach dem Motto: “ So habe ich das nie gesagt“

    Keiner bei uns ist bereit noch einmal die Grünen zu wählen.

  32. Lothar Klein sagt:

    Gestern war ich noch schier sprachlos über die Geschwindigkeit, in der sich die hessischen Grünen derzeit „wandeln“! Gestern dachte ich noch, naja es geht wie bei allen anderen vielleicht doch nur um Posten und Pöstchen. Heute, nachdem ich in der FR gelesen habe, was Cohn-Bendit und Königs dazu von sich geben, denke ich viel Schlimmeres: Was die hessischen Grünen jetzt tun, entspricht dem, wie sie wirklich sind und passen genau deshalb auch zur CDU! Sie haben sich gar nicht gewandelt, sie sind sie selbst geblieben! Was habe ich da nur gewählt?
    Für mich aber das eigentlich Schlimme: Der angebliche grüne Pragmatismus ist in Wahrheit die Aufgabe gesellschaftspolitischer Alternativen. Im Klein-Klein werden keine alternativen Gesellschaftsentwürfe mehr entstehen. Selbst ein Nachdenken darüber wird aufhören. Von wegen „Mehr Demokratie wagen“, „sozialer und ökologischer Umbau der Gesellschaft“ etc. Das Klima im Land, nicht nur das soziale, wird sich weiter verschlechtern. Ein Nachdenken und ein Ringen um Alternativen wird wieder einmal ersetzt werden durch das „Machbare“, das dann einfach als „alternativlos“ bezeichnet wird. Bisher waren die Grünen für mich auch so etwas wie mögliche Garanten für die Entwicklung von Alternativen.
    Nun fällt mir, denke ich an die Grünen, Ernst Jandl ein:
    „manche meinen
    lechts und rinks
    kann man nicht velwechsern
    werch ein illtum!“

    Ich habe bestimmt das allerletzte Mal grün gewählt! Ich werde mich in Zukunft vielmehr an Harald Welzers Aufforderung halten und wieder „Selbst denken“!

  33. Peter Schultz sagt:

    Dem kann ich mich nur anschließen!!

  34. Ehemaliger Wähler sagt:

    Besser, Lothar Klein, kann man es kaum formulieren. Und man muss nur diese Website zitieren, um zu sehen, dass man mit den Grünen inzwischen dieselbe Soße gewählt hat, gegen die sie mal angetreten waren. Von Haltung keine Spur mehr (vermutlich aus ‚Verantwortungsbewusstsein‘).

    Das Zitat:
    Keine Stimme verschenken: Wer Linkspartei oder Piraten wählt, wacht mit Bouffier auf.

    … Angesichts der knappen Umfragen braucht der Wechsel jede Stimme. „Wer Linkspartei oder Piraten wählt, wacht mit Volker Bouffier als Ministerpräsident auf. Der Wechsel braucht klare Verhältnisse und eine eindeutige Mehrheit für Rot-Grün.

    Deshalb bitten wir die Wählerinnen und Wähler, alle Stimmen auf den Wechsel zu konzentrieren und keine Stimme zu verschenken. Es könnten die Stimmen sein, die am Ende für den Wechsel fehlen und Volker Bouffier und seine schwarz-gelbe Truppe im Amt halten. …”

    Das Zitat stammt von hier: http://www.gruene-hessen.de/partei/presse/verlaesslich-und-kla/
    (Verlässlich und klar).

  35. Michael Winter sagt:

    Ich sag es mal kurz und bündig. Ich bin entsetzt! Ich werde euch nie wieder in meinem Leben wählen. Und ich war sogar Mitglied. Schämt euch, ihr machtgeile angepasste FDP-Ersatzmannschaft.

  36. Friede sagt:

    Ich bin entsetzt über das Ansinnen einer schwarzgrünen Koalition. Von Anfang an habe ich Grüne gewählt und nun entschieden (…selbst Bildung wird noch geopfert), dass dies das allerallerallerletzte Mal war, dass ich grün gewählt habe, wenn schwarz-grün kommt.

  37. GRÜN sagt:

    Ich bin und bleibe Grün . Die Vorstellung schwarz-grün in Hessen fällt ,ir auch schwer… Aber bisher hört sich das doch nicht schlecht an… Für alle die daruf herumreiten das sei Verrat an der Sache: Die lInke wollte nicht regieren…
    Sie haben die verantwortung abgegeben… Und dann? Rot -scharz ist ja wohl kaum besser als schwarz.grün… Frankfurt wird doch gut regiert … Es ist immer elicht moralisch einwandfrei und sauber zu argumentieren aber Politik ist die Kunst Möglichkeiten der Gestaltung zu nutzen… Das heißt für mich: Es muss auch mit scharz-grünm aber auch mit rot-rot grün und erst recht mit rot-grün gehen. GRÜN ist die Hoffnung!

  38. Wolfgang Ehle sagt:

    Lieber mit Anstand in die Opposition, als mit den Unanständigen regieren!

    Der Parteirat der Grünen in Hessen hat sich am 23. 11. mit deutlicher Mehrheit für Koalitionsgespräche mit der CDU ausgesprochen. Das ist ein demokratisch legitimierter Auftrag an die neu gewählte Fraktion – so weit, so gut. Was aber folgt daraus und wie ist das zu bewerten?
    Schon die Überschrift lässt erkennen, welche Position der Verfasser dazu einnimmt. Und die nachfolgenden Gedanken erheben nicht den Anspruch, mehrheitsfähig zu sein. Schön wär’s dennoch!
    Am Beispiel Frankfurter Flughafenausbau wird deutlich, welches Spiel hier gespielt wird.
    Die FR schrieb am 23.11.: …Flughafenbetreiberin Fraport muss „ergebnisoffen“ prüfen, ob der Bau des neuen Terminals notwendig ist. Es gibt siebenstündige Lärmpausen – abwechselnd für bestimmte Regionen, sofern Fraport und Luftaufsicht dies unterstützen. Und ein Lärmdeckel ist verabredet, der unterhalb für das Ausbauende angepeilten 700 000 Flugbewegungen liegen soll. Bouffier:“ Aus unserer Sicht ein gewaltiger Schritt“.“
    Das wirkt auf den ersten Blick wie ein gewaltiger Schritt – als hätte sich die CDU für ihre Verhältnisse gegenüber ihren Stichwortgebern aus der Wirtschaft sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Bei genauer Betrachtung erkennt man aber, dass die gewählten Formulierungen die Aussage komplett als unverbindliches Geschwafel entlarven. Man muss als Grüner schon sehr gutgläubig sein, um die dreiste Verdummungsabsicht nicht zu erkennen und das als ernsthafte Verhandlungsposition zu akzeptieren. Nach meiner Auffassung ist die Bouffier-Aussage eine brutalstmögliche Frechheit, die aus einer völlig überzogenen Selbsteinschätzung resultiert.
    Schlimm wäre es nur, wenn er damit durchkäme. Nun sagt die Grüne Führungsspitze, dass weder mit der SPD noch mit den Linken eine gemeinsame Linie zu finden zu finden war. Man untermauert das mit recht glaubhaft klingenden Beispielen, die aber sämtlich davon ausgehen, dass diese Positionen nicht verhandelbar seien. Wenn man dagegen die Wischi-Waschi-Aussagen der CDU (siehe oben) ernst nimmt, dann ist das doch recht naiv. Und schlimmer noch: Es wirkt, als ob sich die Grünen Verhandler schon jetzt so fühlen, als hätten sie diese „Zusagen“ schon im Vorfeld gewonnen und als ob sie das Geschwafel wirklich als ernsthafte Verbesserungen der Lebensverhältnisse der Menschen im Lande ansähen.
    Eine klare Ansage seitens der Grünen Verhandlungskommission wäre angesagt:
    Diese Aussagen sind für uns keine Verhandlungsbasis!

    Bouffier, der milde Landesvater, ist keinen Deut besser als sein Mentor, der Lügner Koch. Von anderen CDU-Granden ganz zu schweigen. Man kann vielleicht der Meinung sein, dass man mit Parteien, die eine andere Programmatik haben, reden und koalieren kann. Aber man kann nicht mit Menschen zusammen arbeiten, die man vorher – wie ich meine: zu Recht – als charakterlich unredlich, heuchlerisch und in hohem Maße Lobby-gesteuert angeprangert hat.
    Ich bin lange genug dabei, um die Macht des Faktischen (i.e.: Realpolitik) nicht zu verkennen. Und ganz gewiss ist regieren schöner und befriedigender als Opposition. Aber um das Risiko, die eigenen Ideale zu verraten und nach fünf Jahren marginalisiert dazustehen – Nein, danke!

    Da lasse ich mir gern überholtes Lagerdenken vorwerfen. Es ist nicht überholt, im Gegenteil. Was wir brauchen ist eine klare, messerscharfe Differenzierung und Polarisierung. Wer mit wachem Bewusstsein wahrnimmt, wie hemmungslos und unverblümt mittlerweile die Wirtschaft ihre Forderungen artikuliert und mit Hilfe ihrer mandatstragenden Handlanger gnadenlos durchdrückt, der weiß, dass die Demokratie in Gefahr ist. Das Volk schläft und wird dumm gehalten. Währenddessen sind einige Wenige weltweit dabei, sich die Macht und das Geld anzueignen. Dagegen ist z.B. der fromme Wunsch, in einer CDU-Koalition wenigstens das Nachtflugverbot auszuweiten, eine geradezu tragisch naive Hoffnung. In einem hat die CDU ja recht: Den meisten Grünen fehlt weitgehend der wirtschaftliche Sachverstand. Aber das bezieht sich nicht auf Fragen der Betriebswirtschaft! Hier geht es vielmehr um globale wirtschaftsstrategische Zielsetzungen, die einem Grünen Bildungsbürger, ja selbst einem studierten Politologen, vollkommen fremd sind.
    Kleines und eher unbedeutendes Beispiel: Das geplante Terminal III wird aufgrund der aktuellen Marktentwicklung nicht gebraucht. Also legt man es erstmal ad acta. Aber es bietet sich natürlich an, diese rein betriebswirtschaftliche Entscheidung gleichzeitig als großherziges, unter Schmerzen abgerungenes Entgegenkommen an die Ausbaugegner zu verkaufen. Hier erschließt sich der Zusammenhang noch relativ leicht. Betrachtet man dagegen die laufenden TAFTA/TTIP-Verhandlungen, bzw. das, was von der Geheimveranstaltung Transatlantisches Freihandelsabkommen nach außen dringt, dann muss man schon sehr aufmerksam lesen, um zu erkennen, dass dies der Anlauf der Multis ist, die Weltherrschaft zu übernehmen. Wer das für Paranoia hält, der möge weiter schlafen.

    Zurück nach Nordhessen: A44, A49, Kassel-Calden, Naturpark Reinhardswald, Schwimmbäder, Bibliotheken, Schulen, urbane Sanierungsprojekte! Wo ist die klare Aussage zu all diesen Projekten, von denen die einen das Geld verschlingen, das für die anderen dringend gebraucht wird? Hier steht zu befürchten, dass die einen durch gewunken werden und die anderen als Verhandlungsmasse untergehen, oder bestenfalls als „Prüfaufträge“ im Koalitionsvertrag erscheinen.
    Schwarz-Grün? Die redlichste Lösung wäre, nicht mit der CDU zu verhandeln. Selbst um den Preis von Neuwahlen nicht. Wir haben ein Programm vorgestellt, dessen Inhalt überall in den Medien wegen seiner soliden Forderungen und deren Finanzierung gelobt wurde. Wir haben es nur leider schon wieder fertig gebracht, jenseits der richtigen Inhalte mit Begrifflichkeiten wie Veggie-Day, Reichensteuer und ähnlichem Quatsch, der nicht zu Ende gedacht war, dem Gegner eine Steilvorlage nach der anderen zu liefern.
    Neuwahlen haben den Vorteil, dass unser Programm bereits steht und wir aus den taktischen Fehlern des letzten Wahlkampfes lernen können! Wir brauchen eine professionelle Kommunikation. Wir brauchen Mut zur Polarisierung, Mut zum öffentlichen Zorn und Mut zum Populismus. Bessere Argumente nützen nichts, wenn sie vom Wähler nicht verstanden werden!

    Wolfgang Ehle

  39. Marlies Piontek-Klebach sagt:

    Kann Wolfgang Ehle nur zustimmen, nichts gegen eine
    Koalition zwischen CDU und Grüne, wenn die Inhalte
    stimmen, aber sie werden mit den in der CDU in Hessen Handelnden nie stimmen. Zulange haben die Grünen doch in Hessen erlebt, wie es in Untersuchungsausschüssen zugeht und wie diese ausgehen. Die Handelnden haben sich seitdem mitnichten geändert. Warum auch? Es wird von Seiten der CDU, die – und hinter ihr massivste Lobby –
    auch nach über zehn Jahren an der Regierung bleiben möchten, nur schöne Worte auf Papier geben, das Handeln in der Regierung
    sieht dann anders aus. Da hat Herr Bouffier viel von Angela Merkel gelernt. Hinterher stehen die Grünen marginalisiert da oder haben sich fatal angepasst.
    Und das wird ihnen in der nächsten Wahl von den
    Wählern,die bisher grün gewählt haben, heimgezahlt.

    Marlies Piontek-Klebch

  40. Tommy sagt:

    Ich kann die ganzen Negativen Bemerkungen gar nicht nachvollziehen.

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