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Foto von Bettina Hoffmann
22. August 2013

"Welterschöpfungstag"

Bettina Hoffmann, Frauenpolitische Sprecherin und Beisitzerin im Landesvorstand

Die Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuert und nachhaltig zur Verfügung stellt, sind bereits seit dem 20. August für 2013 verbraucht. Berechnet haben dies das Global Footprint Network und der WWF. Das bedeutet, dass wir den Rest des Jahres auf Pump leben, dass wir mehr Holz und landwirtschaftliche Produkte verbrauchen und mehr CO2 freisetzen, als die Erde vertragen kann. Diese seit 30 Jahren gängige Übernutzung der Erde ist Ursache für Artensterben und Klimawandel. Die schlimmen Hochwasserereignisse im Frühsommer haben gezeigt, dass der Klimawandel auch bei uns angekommen ist. Umfragen zeigen, dass die BürgerInnen längst wissen, dass es so nicht weiter geht. Sie wissen, dass jeder seinen Beitrag zu einer Umkehr leisten kann. So hat das Online-Vergleichsportal Check 24 ermittelt, dass die Deutschen rund ein Fünftel weniger Kilometer mit dem Auto fahren als noch vor zehn Jahren. Eine Bevölkerungsumfrage des Bundesumweltministerium zum Naturbewusstsein der Deutschen zeigt, dass 93 % der Deutschen wollen, dass die Vielfalt der Pflanzen und Tiere erhalten bleibt. Für den Schutz der Natur sind sogar 62 % der Befragten bereit, eigene Beiträge zum Beispiel mit ihrem Konsumverhalten zu leisten. Eine Umfrage des Bundesverbraucherministeriums hat entsprechend ergeben, dass immer mehr junge Menschen Bioprodukte kaufen und dass regionale Produkte bevorzugt werden. Auch die Energiewende wird bereits gelebt. Sie ist durch BürgerInnen, die sich mit Sonnenenergie selbst versorgen oder sich an Windkraftanlagen beteiligen, unumkehrbar geworden. Angst vor dem Grünen Wandel haben Öl-, Atom- und Agrarindustrie. Sie machen mobil.

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  1. J.&C. Franzen sagt:

    Die Energiewende um jeden Preis vorantreiben zu wollen, indem man sie in die Hand der Bürger/innen und der Kommunen legt, halten wir für den völlig falschen Weg. Denen geht es nämlich in erster Linie nicht um den Klimaschutz, sondern darum, die üppigen Subventionen abzugreifen. Finanzielle Begehrlichkeiten sind verkehrte Anreize und führen zu einem Wildwuchs, der selbst vor der Vernichtung wertvoller Naturräume nicht zurückschreckt. (siehe z.B. die geplanten massiven Einschnitte durch WEA-Großprojekte im Pfälzer Wald!) Das kann und darf nicht in Ihrem Sinne sein! Energiewende/Atomausstieg: Ja. Aber nicht SO!!!

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