Inhalt

Foto von Till Haupt
17. August 2013

Wochenrückblick: 2. Woche #Netztour vom 12. bis 16. August

Till Haupt, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Online-Redaktion bei der Landtagsfraktion

Die zweite Woche meiner #Netztour startete am Mittwoch mit einem vollgepacktem Terminkalender. Am Vormittag besuchte zu Hause im Main-Kinzig-Kreis, in Freigericht die CID GmbH. Das 1997 gegründete Unternehmen hat inzwischen 180 Mitarbeiter in Leipzig, Birstein und dem Headquarter in Freigericht. In all der Zeit ist die CID nicht ein Mal in den Genuss von Wirtschaftsförderung gekommen, hat sich vollkommen allein durchgekämpft. Davor habe ich hohen Respekt. Es zeigt aber auch, dass die Hessische Landesregierung  die IT-Branche in den vergangenen Jahren vollkommen ignoriert hat.

Am gleichen Tag hatte ich einen kontroversen und spannenden Austausch mit der PMCS GmbH &Co KG in Bad Camberg. Der Geschäftsführer und Gründer Dirk K. Martin ist auch Landesvorsitzender der Falmilienunternehmer. Wir sind beide der Ansicht, dass IT-Ausgründungen direkt aus der Universität stärker gefördert und unterstützt werden müssen. Dazu müsse in der Universität schon mehr praktische Lehrinhalte integriert werden, um den Studenten den Sprung in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Hessen braucht mehr Startups.

Am Abend führte ich gemeinsam mit dem grünen Ortsverband Bad Soden eine Veranstaltung zum Thema „Hessen wechselt zu mehr Datenschutz. PRISM, Tempora und der BND? Wer? Wo? Was?“ durch. Auch diese Veranstaltung hat gezeigt, wie unübersichtlich der NSA-Skandal immer noch für die Bürgerinnen und Bürger ist. Zumindest über die Überwachungspraktiken, die durch die Enthüllungen von Edward Snowden bekannt sind, konnte ich informieren. Viele Antworten musste ich aber schuldig bleiben. Die Bundesregierung muss endlich die offenen Fragen klären und Verantwortung übernehmen.

Mit den Center for Scientific Computing in Frankfurt kam ich am Donnerstag ins Gespräch und besichtigte den vor drei Jahren gebauten Hochleistungsrechner, der nicht nur durch Green IT einen sehr geringen Stromverbrauch hat, sondern 2010 auch der zweit schnellste Rechner Deutschlands war und immer noch zu den besten gehört. Auch hier wurde wieder deutlich, dass die Hessische Landesregierung viel zu wenig für den Erhalt und die Entwicklung der IT-Forschung und Branche tut. Das Projekt ist heillos unterfinanziert. Nicht nur innovative Ideen können wegen fehlender Mittel nicht umgesetzt werden, sondern selbst die schon geschaffene Infrastruktur droht zusammenzubrechen, wenn das Land Hessen sich nicht endlich bald zur IT bekennt.

Zum Abschluss meiner zweiten #Netztour-Woche besuchte ich gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner das House of IT in Darmstadt. Das 2011 gegründete Kooperationszentrum von Wirtschaft und Wissenschaft soll die Strukturen der IT stärken, Vernetzung fördern und so die IT-Wirtschaft insgesamt fördern. Mir liegt dabei besonders die Förderung und Begleitung von Ausgründungen am Herzen, um den hessischen Wirtschaftsraum auch langfristig zu stärken. Das House of IT muss dafür noch besser finanziell ausgestattet werden, um die hervorragende wissenschaftliche Arbeit weiter ausbauen zu können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Verhaltensregeln
Ein Blog lebt von den Kommentaren und der Beteiligung der LeserInnen. Wir freuen uns über Lob, Kritik und spannende Diskussionen. Aber bitte in angemessener Form. Inhaltliche Kritik ist uns willkommen, aber Schmähkritik, persönliche Angriffe und Beleidigungen werden nicht geduldet. Links, Werbung, Spam ohne Bezug zum Thema sowie Kommentare, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, sind ebenso unerwünscht. Für Inhalte in unserem Blog übernehmen wir auch rechtlich eine Mitverantwortung, deshalb löschen wir Beiträge, die gegen geltendes deutsches Recht verstoßen.

Wir bitten Sie diese Regeln bei Ihren Kommentaren einzuhalten und freuen uns auf spannende Diskussionen.

Informiert bleiben. Newsletter der Landtagsfraktion.Mentoring Programm 2017 - GRÜNE Frauen für HessenGRÜNE Hessen auf Facebook