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14. April 2013

Tempolimit auf Autobahnen - sinnvoll oder unnötige Gängelei?

Karin Müller, MdL - Verkehrspolitische Sprecherin

130Die Grünen setzen sich seit ihrem Bestehen für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ein. Wir hessischen Grünen fordern ein bundeseinheitliches Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h. In allen anderen europäischen Ländern gibt es bereits ein Tempolimit. In Frankreich, Luxemburg, Österreich, Tschechien, Polen und Dänemark liegt das Tempolimit bei 130 km/h, in Belgien, in den Niederlanden und der Schweiz bei 120 km/h.

Ein generelles Tempolimit hätte aus meiner Sicht einige Vorteile. Zum einen ist es eine schnell und einfach umzusetzende Verkehrssicherheitsmaßnahme. Wenn man langsamer fährt, ist die Gefahr eines Unfalles geringer und weniger heftig. Es ist bekannt, dass mit steigender Geschwindigkeit die Gefahrenwahrnehmung durch die Fahrenden sinkt, während gleichzeitig die Unfallrisiken und -folgen um ein Vielfaches ansteigen. Die Absenkung und Harmonisierung der Geschwindigkeiten stellen daher einen zentralen Beitrag zum Schutz der Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen dar. Verkehrssicherheitsexperten, wie zum Beispiel der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, fordern deshalb schon seit Längerem die Einführung eines generellen Tempolimits auf deutschen Autobahnen als schnell umzusetzende und äußerst wirksame Verkehrssicherheitsmaßnahme.

Die sichersten der Welt?!

Deutsche Autobahnen seien die sichersten der Welt, führen GegnerInnen eines Tempolimits an. Mit der Einführung eines Tempolimits ließe sich das bereits hohe Sicherheitsniveau der deutschen Autobahnen aber noch deutlich steigern und die Zahl der bei Unfällen tödlich oder schwer Verletzten würde drastisch reduziert werden.

Durch die Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen könnten also zahlreiche Unfälle vermieden werden, die Zahl schwerer Unfälle würde abnehmen. Durch geringere Geschwindigkeiten erhöht sich die Wahrscheinlichkeit bei Gefahren noch reagieren zu können. Es hätte auch einen Kosteneffekt. Die Kosten für ansonsten notwendige höhere Ausbau- und Sicherheitsstandards würden sinken und die eingesparten Gelder könnten in zusätzliche Verkehrssicherheitsmaßnahmen investiert werden.

Autobahn bei Nacht

Autobahn bei Nacht

Da laut Unfallstatistik die Anzahl der älteren Verkehrsteilnehmer zunimmt und entsprechend auch die Unfallhäufigkeit würde mit einem Tempolimit der Fahrkomfort und die subjektiv empfundene Sicherheit für diese Zielgruppe steigen.

Auch für den Umwelt- und Klimaschutz hätte ein Tempolimit positive Effekte, Feinstaub und klimaschädliche Emissionen würden reduziert.

Der große Vorteil gegenüber technischen Maßnahmen – die zusätzlich zum Tempolimit notwendig sind – ist die Sofortwirkung eines generellen Tempolimits, das ohne zusätzliche Kosten eingeführt werden kann.

Die Lärmimmissionen würden ebenfalls abnehmen, denn Lärmminderungen beziehen sich nicht nur auf die geringeren Durchschnittsgeschwindigkeiten, sondern auch auf die sich daraus ergebende Verstetigung des Verkehrsflusses. Außerdem tragen insbesondere Extremgeschwindigkeiten von 150 km/h und mehr zu aggressiven Geräuschen bei, die durch ein generelles Tempolimit verhindert würden.

Die Kapazität einer Autobahn wird nicht – wie so häufig angenommen – durch die maximal zugelassene Geschwindigkeit bestimmt. Es kommt vielmehr darauf an, dass alle Fahrzeuge mit möglichst homogenen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Durch eine geringere Höchstgeschwindigkeit verringert sich der Sicherheitsabstand zwischen den Fahrzeugen und die Autobahn kann mehr Fahrzeuge aufnehmen.

Niedrigere Geschwindigkeiten können zur Reduktion des Flächenverbrauchs beitragen, weil die Autobahnen mehr Fahrzeuge aufnehmen können und Kapazitätssteigerungen durch Autobahnverbreiterungen überflüssig werden.

Schneller ankommen!?

Wenn alle mit geringerer Höchstgeschwindigkeit fahren, können auch alle schneller ankommen. Der höchste Verkehrsfluss stellt sich ein, wenn sich die Geschwindigkeiten der einzelnen Fahrzeuge einander anpassen und das Lückenspringen im Rahmen gehalten wird. Ein Tempolimit beutete zudem weniger Stress für alle, weniger Unfälle, und wir hätten natürlich auch deutlich niedrigere Verbräuche, denn es ist klar, dass auch ein hocheffizienter Motor bei Tempo 200 sehr viel mehr Sprit verbraucht als bei Tempo130.

Alles also eigentlich gute Gründe die Forderung nach einem Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h weiter aufrechtzuerhalten. Was meinen Sie?

 

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  1. Christian Lütje sagt:

    Deutschland das Land der Regularien. Kein Stück Freiheit mehr. Jetzt ein Tempolimit ist wieder ein Stück der Begrenzung in Sachen Freiheit. Durch die gut ausgebauten BAB´s wird 130 km/h. einschläfernd auf einige Autofahrer. Ob damit ein weiterer Rückgang der Unfälle erwirkt wird, ist fraglich. Die schwere der Unfälle, keine Frage, die würde zurückgehen. Ich muss täglich zur Arbeit eine Strecke von 140 km fahren, jahre eh nicht schneller als 120 km/h. also auf den Pendlerstrecken wird eh nicht schneller gefahren, alleine aus Kostengründen. Persönlich fahre ich jetzt seit 30 Jahren Unfallfrei und das ohne Tempolimit.Ich bin für den Erhalt der Freiheit. Jeder ist seines Glückes Schmied.

  2. Curtis Newton sagt:

    Ich fahre gerne mit der Bahn. Aber auf bestimmten Strecken ist man mit dem Auto einfach schneller. Vor allem wenn man dann noch zu einem Ort außerhalb einer Innenstadt muß.

    Mit einem kleinen Auto, für das 130km/h schnell ist kommt man doch ziemlich müde ans Ziel. In größeren Autos fährt es sich ruhiger, stressfreier. 160km/h ist auf gut ausgebauten Autobahnen eine hervorragende Reisegeschwindigkeit. Auch 180km/h sind auf grerader Strecke kein Problem.

    Ich bin für effizientere Fahrzeuge. Ich bin für ruhigere Fahrzeuge. Bin selber schon ein paar mal den Opel Ampera gefahren – tolles Auto. Aber ich bin gegen ein generelles Tempolimit. Da wo es unbedingt nötig ist wird es ja jetzt schon geregelt.

    Ich bin Grüner aus Überzeugung – aber das Tempolimit halte ich für einen großen Fehler. Der Ansatz muß sein saubere, sichere, komfortable Autos zu bauen.

    Mag ja sein, dass man bei 200km/h mehr Sprit verbraucht als bei 130km/h. Aber bei 130km/h verbraucht man auch mehr Sprit als bei 50km/h. Ist das das nächste Limit? Völlig an ökonomischen Belangen vorbeigeplant?

    P.S. auch die Bahn darf ruhig schneller fahren, damit die Inlandsflüge überflüssig werden. Auch hier sollten die Grünen nicht auf die Idee kommen ein generelles Tempolimit zu fordern.

  3. Claus-Peter Größe sagt:

    Der Blick nach Frankreich oder in die Schweiz zeigt: es rollt mit Tempolimit viel entspannter, weil die Raser fehlen. Die gefahrene Geschwindigkeit ist gleichmäßiger, der Stress geringer, die Unfallgefahr sinkt !

  4. Mit dem Freiheitsargument wird jede Verbesserung der Lebensqualität in unserem Land niedergehauen. Die Freiheit ist jedoch nur so lange Frieheit wie sie nicht die Freiheit des anderen einschränkt. Wenn wir all die Stunden zusammenrechnen, die wir im Leben im Stau stehen, weil Leute durch Raserei und Stress einen Unfall gebaut haben, dann hat sich jede Zeitersparnis durch schnelles Fahren schon vielfach aufgerechnet.
    Guter Beitrag.

  5. Marion Neumeister sagt:

    Hallo allerseits,
    ich war aus privaten Gründen jetzt zum 2. Mal in Australien. Zumindest vom Bundesstaat Victoria (ca. so groß wie Deutschland) weiß ich, dass dort ein generelles Tempolimit auf Autobahnen zwischen 100 und 130 kmh herrscht – auf Landstraßen sind es zwischen 80 und 100 kmh. Übertretungen werden mit saftigen Geldstrafen (ab 300 $) geahndet. Und: NIEMAND BESCHWERT SICH!!! Es ist ein wunderbar entspanntes Autofahren (es gibt tatsächlich einige, die das Tempolimit unterschreiten!), und es gibt auch dort schnelle Autos. Australien ist umweltpolitisch wahrhaftig kein Vorreiter, sie machen das wegen der Verkehrssicherheit. Sie haben auch eine Helmpflicht für Radfahrer. Es sollte uns zu denken geben, dass wir so ziemlich die einzigen sind, die freie Fahrt für freie Bürger haben (und fordern). Ob die anderen wohl blöd sind?

  6. Hans-Joachim Prauß sagt:

    Wir fahren einmal im Jahr mit dem Auto nach Südfrankreich in das Ferienlager der IG Bau (GEW) in St. Maxime, was unbedingt empfehlenswert ist (Werbeblock). Die Rückfahrt legen wir dann in einer Tagestour zurück, was eigentlich ziemlich stressig ist und in Deutschland gar nicht möglich wäre. Die Fahrt auf der Autobahn in Frankreich kostet natürlich Gebühren, aber es gibt dafür sehr wenig Baustellen, das Tempo 130 ist genau richtig und wir kommen bis zur Grenze wenig gestresst an. Aber dann gehts los. Porsche, BMW, AUDI und mittlerweile auch VW überholen ohne Rücksicht mit z.T. irrsinnigem Tempo, dass man ohne Eingewöhnung richtig Angst kriegen kann. Gerade durch diesen Vergleich sind wir zu entschiedenen 130-Km-Richtgeschwindigkeitsbeführworter geworden.

    • Ede sagt:

      Die Fahrweise der Menschen hängt eindeutig von ihrer Mentalität ab. Für die Franzosen ist ein Auto nichts weiter als ein bequemes Beförderungsmittel, darum geht es auf ihren Autobahnen ruhiger zu. Die Zahl der tödlichen Autobahnunfälle ist trotzdem nicht sehr viel niedriger als bei uns, nehme mal an alkohol- und einschlafbedingt. Die Österreicher fahren schon viel aggressiver, ich wurde dort auf schneebedeckter, kurvenreicher Straße ständig überholt, obwohl ich ein Drittel schneller fuhr als der Durchschnittsdeutsche, also gibt es dort mehr tödliche Unfälle als bei uns.

    • Ede sagt:

      Wurde eben mitten beim Schreiben rausgekegelt,
      also, ich war bei den Österreichern. Die Schweizer dagegen sind ein eher phlegmatisches Völkchen, also wenig tödliche Unfälle. Wir liegen irgendwo dazwischen. Tempo 130 wird die Zahl der tödlichen Unfälle bei uns eher erhöhen, hauptsächlich wegen mehr Unaufmerksamkeit und Einschlafen.

  7. C. Soll sagt:

    Mal ehrlich ehrlich, wir wissen doch alle, dass die ganzen „linkem“ Thesen, denn Argumente sind es ja keine, vollkommener Blödsinn sind! Fakt ist:
    – Die meisten schweren Unfälle passieren auf Land- & Bundesstraßen! Hier gilt ja bekanntlich ein Tempolimit, was es eben auch nicht vermag, diese Unfälle zu verhindern!
    – Die meisten Unfälle werden durch 18 – 25 jährige Fahrer verursacht. Leichtsinn, Überschätzung und Unerfahrenheit etc. lassen sich mit keinem Gesetz der Welt reglementieren!
    – Deutschland hat europaweit das größte Verkehrsaufkommen und das dichteste Straßennetz. Dafür aber nachweislich die sichersten Straßen und die vorbildlichsten Umweltwerte! Wie, bitte schön, lässt sich hier ein Tempolimit mit den „Argumenten“ Umwelt & Sicherheit in Einklang bringen?!? Eben gar nicht!
    – Raserei, Unvernunft und Rücksichtslosigkeit lassen sich nun mal nicht per Gesetz abschaffen! Das beste Bsp. sind doch die Trunkenheitsfahrten mit den daraus resultierenden Unfällen! Zwar streng verboten, passiert aber dennoch leider oft genug! Der potenzielle Unfallverursacher wird durch kein Gesetz gestoppt! Das muss langsam auch den populistischen linken mal klar werden.
    – Ich habe keine Lust, mich dem irr- & unsinnigen Reglementierungswahn zu unterwerfen, vor allem dann nicht, wenn die „Argumente“ dafür ad absurdum geführt sind!
    – So lange unsere Abgeordneten mit Hubschraubern und Flugzeugen, selbst kurze Strecken zurück legen, haben sie sowieso schlicht den Mund zu halten!

    Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, als die Ökos mit ihren, damals schon 20 Jahre alten Enten & R4 unterwegs waren (jetzt fahren sie ja auch den bequemeren 7er), die Friedenstaube hinten links und das „geseiere“ ,,100 der Umwelt zuliebe“ hinten rechts klebend, mit ihren 75 Km/h Vmax auf der Autobahn tuckernd, damals schon mehr Schadstoffausstoss hatten, als der Mercedes meiner Eltern bei 200 Km/h….! Das ist eben grüne/linke Schizophrenie! Hier muss max. ziviler Ungehorsam erfolgen, dazu sei auch jeder aufgefordert!
    Was ich allerdings endlich mal tun würde, wäre die ganzen Verkehrsgefährder aus NL,F,CH,L & Co.auszubremsen! Hier wird es allerhöchste Zeit dem Drang, die „Pferdchen“ auf unseren Straßen „mal raus zu lassen“, einhalt zu gebieten! Ihr ganzen selbsternannten grünen Verkehrsexperten; bei mir würden die hier max. 120 Km/h fahren, weil sie unsere Geschwindigkeiten eben gar nicht gewohnt sind! Zeigt doch mal, was Ihr so könnt, aber spätestens in Brüssel werdet ihr damit (leider) baden gehen!
    Die Wahrheit ist doch, dass hier ein paar linke, frustrierte Miesepeter demjenigen, der sein gutes Recht wahr nimmt (FREIE FAHRT FÜR FREIE BÜRGER!!!), gerne eins auswischen und mal kräftig auf dessen Bremse drücken wollen. Diese Herrschaften sind übrigens die wahren Gefährder unserer Demokratie!!!
    Es gibt nicht einen einzigen Grund, warum ein Tempolimit Sicherheit und Umwelschutz bedeuten würde. Ich baue hier auch einfach auf die Autolobby, die diesen Schwachsinn hoffentlich auch weiterhin zu verhindern weiß! Abschließend noch: Ich bin übrigens selber, wann immer möglich, bekennender Bahnfahrer! Wenn ich aber im Auto sitze, dann will ich, der allg. Verkehrssituation angepasst, entscheiden, ob ich 120 oder 180 fahre! Schließlich zahle ich auch den Sprit dafür!

    • Marion Neumeister sagt:

      Leider hast du, während du da so vom Leder ziehst, vergessen, dass die erwähnten schweren Unfälle auf den Landstraßen meist vom zu SCHNELLEN oder nicht (z.B. dem Wetter) angepassten Fahren verursacht werden.

      Und: da, wo keine Schilder stehen, ist das deutsche Tempolimit eine Richtgeschwindigkeitsvorgabe, nach der sich eben die Meisten leider nicht richten, sondern lieber drängelnd auf der linken Seite fahren – mit Abständen von 2 – 3 mm hinter dem Vorderwagen. Auch diese Verhaltensweise trägt leider mit bei zu vielen Unfällen auf den Autobahnen.

    • C. Soll sagt:

      @ Marion Neumeister: Du hast völlig recht! Aber alles das, dichtes Auffahren, überhöhte Geschwindigkeit etc., sind bereits schon verboten! Sofern nichts anderes ausgeschildert ist, gilt 100/Km/h auf Landstraßen. Auch hier besteht ein gesetzliches Limit. Trotzdem passiert es, merkste was??? Mit linker Idelogie kannst Du keine Probleme lösen, geht nicht!
      @ O. Reichert: Für diese vermeintlichen „Schumi’s“ gilt das gleiche Argument, wie zu oberst; die lassen sich durch Gesetze nicht „ausbremsen“. (In diesem Falle muss man sagen: Leider!)
      @ J. Fischer: STIMME VOLL & GANZ ZU! Sie haben es wunderbar mit Zahlen belegt. Diese kann ich, nach 15 jähriger Erfahrung in Unfallforschung, Einsatz auf Notarztwagen & Rettungshubschrauber, nur bestätigen („persönliche Statistik“!)

  8. o.reichert sagt:

    Ich fahre seit 40 Jahren unfallfrei. Wenn es brenzlige Situationen gab, dann immer nur bei zu hoher Geschwindigkeit. Warum sperrt sich Deutschland gegen ein Tempolimit und damit gegen ein sicheres Fahren? Meiner Meinung nach steckt die Autoindustrie dahinter. Wie würden sich denn BMW Fahrzeuge in den USA verkaufen lassen, wenn diese völlig übermotorisiert über deutsche Autobahnen schleichen? Ebenso hat der Hype mit der Formel 1 seine Auswirkungen auf dieses Thema. Wie oft beobachte ich „Möchtegern Michael Schuhmacher“ bei Überholmanövern rasant aus- und einscheren.

  9. J. Fischer sagt:

    Viele der angeführten Argumente lösen sich bei genauerem Hinsehen in Luft auf, aber zunächst einmal eine Korrektur: in den Niederlanden gilt eine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen von 130km/h, nicht 120, und ist interessanterweise gerade erst heraufgesetzt worden mit dem Argument einer Anpassung an andere Länder (u.a. die deutsche Richtgeschwindigkeit).
    – Auf ca. 70-80% aller Autobahnkilometer in Deutschland herrscht bereits jetzt ein Tempolimit von 130 oder darunter (bis 60). Daher ist es bereits irreführend zu suggerieren, als dürfe auf „deutschen Autobahnen“ unbegrenzt schnell gefahren werden.
    – Durch diese ohnehin schon bestehende weitgehende Tempobegrenzung reduzieren sich sämtliche behaupteten positiven Effekte eines Tempolimits auf einen Bruchteil der Autobahnkilometer und damit des dortigen Verkehrsaufkommens.
    – Der Anteil der Unfälle, die bei Geschwindigkeiten über 130km/h passieren ist – nach den wenigen vorliegenden Studien – verschwindend gering. Die Statistik erfasst nur Unfälle wegen „nicht angepasster Geschwindigkeit“, worunter auch solche fallen, die auf Landstraßen oder innerorts passieren; dies wird häufig (beabsichtigt?) vermischt. Damit ist das Argument höherer Sicherheit weitgehend hinfällig (und gälte ohnehin nur für die wenigen unbegrenzten Abschnitte der Autobahnen).
    – Der Anteil des Verkehrsaufkommens, der sich über 130km/h auf den Autobahnen abspielt, ist überaus klein. Um den Einspareffekt zu berechnen, darf ja nur die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem höheren Tempo und 130 berücksichtigt werden (und dies, wie gesagt, auch nur auf den wenigen unbegrenzten Abschnitten). Die Energie- und Emissionsersparnis wäre daher ebenfalls kaum zu quantifizieren.
    – Gleiches gilt damit natürlich auf Lärmemissionen etc.
    – Gleichzeitig gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, weshalb auf ungefährlichen Abschnitten und entsprechendem Verkehrsaufkommen nicht schneller als 130 gefahren werden darf. Wer ein entsprechend ausgelegtes Auto fährt, kann schnellere Geschwindigkeiten gefahrlos fahren. Jeder der viel auf Autobahnen unterwegs ist weiß, dass die Unfallgefahr bei dichtem Verkehr und damit einher gehenden geringeren Geschwindigkeiten sehr viel größer ist.
    – In Deutschland gilt ohnehin bereits 130km/h als Richtgeschwindigkeit mit Haftungsfolgen. Wer bei höherer Geschwindigkeit in einen Unfall verwickelt wird, trägt allein wegen der höheren Geschwindigkeit bereits ein Haftungsrisiko.
    – Viele der für ein Geschwindigkeitslimit genannten Argumente sind auch deshalb nicht gültig, weil sich der überwiegende Teil des Verkehrs oberhalb von 130 auf ohnehin begrenzten Abschnitten abspielt von Fahrern, die sich nicht an die Tempolimits halten. Hier wäre ein allgemeines Tempolimit wirkungslos.
    – Die von vielen Verkehrsteilnehmern wahrgenommene Unsicherheit und Bedrohung durch schnelle Autos spielt sich ebenfalls weit überwiegend auf geschwindigkeitsbegrenzten Abschnitten ab (davon gibt es, siehe oben, ca. 70-80%), auf denen die Tempolimits nicht beachtet werden. Da es kaum Geschwindigkeitskontrollen gibt, glauben diese Raser sich sicher und entwickeln erst ihr Verhalten. Mehr Kontrollen würden diesem nach allen bekannten Expertenaussagen am effektivsten entgegenwirken, werden von Politikern aber gerne ignoriert, weil unpopulär und teuer.
    – Bleibt als Kernargument für ein allgemeines Limit eigentlich nur die Überzeugung, dass grundsätzlich niemand schneller als mit 130 unterwegs sein muss. Damit bewegen sich die Befürworter allerdings im Weltanschaulichen und setzen sich dem Verdacht grüner Gängelungsideologie aus.

  10. Marion Neumeister sagt:

    Resultat der Unfallstatistik 2012 aus Osthessen:
    „Junge Fahrer

    Die Zahl der von Verkehrsteilnehmern in der Altersklasse von 18 – 24 Jahren verursachten Unfälle verringerte sich zum Vorjahr um 48 auf 2.582 (- 1,83 Prozent). Die Zahl der dabei verunglückten Personen sank ebenfalls um 27 von 540 auf 513. Als Fahrer- oder Mitfahrer im Pkw verunglückten hier 86 Prozent dieser Risikogruppe. Insgesamt hält diese Personengruppe bei einem Bevölkerungsanteil von 8 Prozent rund 18 Prozent aller verunglückten Personen. Erfreulich ist jedoch der langfristige Trend bei dieser Altersgruppe, dass Verkehrsunfälle, die unter Alkoholeinfluss verursacht wurden, weiterhin rückläufig sind.“
    ……..
    „Bei den Unfällen mit verletzten oder tödlich verletzten Verkehrsteilnehmern bleibt als Unfallursache Nummer 1 die nicht angepasste Geschwindigkeit, darauf folgen mangelnder Sicherheitsabstand und Verletzungen der Vorfahrt- und Vorrangregeln.“
    Fazit: Wenn es also keine so schnellen Autos gäbe, gäbe es auch weniger Unfälle?
    Oder: Wenn junge, unerfahrene Fahrer keine schnellen Autos fahren dürften, gäbe es weniger Unfälle?
    Was können wir aus den Unfallzahlen lesen?
    Im übrigen, C. Soll, hat das alles nichts mit LINKER Ideologie zu tun (die haben ganz andere Ideen), und ich bin auch nicht links, sondern grün! Mit grünen Grüßen!

    • C. Soll sagt:

      Ein letzter Versuch, „Licht ins grüne Dunkel“ zu bringen!

      @ M. Neumeister: Lesen Sie bitte vorab den hervorragenden Artikel von J. Fischer und nutzen Sie ihn, Ihre Wissenslöcher zu stopfen. Tun Sie das unvoreingenommen und ohne Irreführung linker Demagogen! Was Ihr Gesinnungsgenosse C. Newton oben schreibt, ist übrigens auch vernünftig! Ebenfalls unbedingt lesen! Es gibt also auch für Sie noch durchaus Hoffnung!
      Stimmt! Die Zahl der jungen Fahrer, die vernünftig mit dem Thema Alkohol im Straßenverkehr umgehen, nimmt tendenziell zu, was sehr begrüßenswert ist!
      Werden Sie sich aber bitte endlich klar darüber, dass zu den von Ihnen genannten Punkten bereits klare gesetzliche Regelungen & Verbote bestehen! Diese vermögen es a u c h n i c h t, dass trotzdem Unfälle passieren und Menschen dabei zu Schaden kommen! Setzen Sie auch hier auf Vernunft und nicht auf Gängelungsideologie! Was würden Sie denn eigentlich dazu sagen, wenn Sie plötzl. gesetzl. gezwungen werden würden, sofern möglich, immer mind. 150 Km/h fahren zu müssen? Das wäre nichts anderes, als das was Sie mit 130 Km/h für jedermann fordern! Der Vernünftige würde sich vermutlich sogar daran halten, der Unvernünftige rast einfach weiter! Das ist genau das gleiche, wie z.B. mit den Waffengesetzen; der ehrliche Sportschütze bekommt den Erwerb zunehmend erschwert & wird kriminalisiert (übrigens ein Skandal!!!), derjenige jedoch, dem man nicht mal ein Taschenmesser anvertrauen sollte, kriegt aber weiterhin „barrierefrei“ seine Knarre! Auf dem, mittlerweile weitaus leichteren Weg, nämlich dem der Illegalität! Das habt ihr als einziges mit euren „Verschärfungen“ (ebenfalls Gängelunsideologien“) erreicht. Ihr seid wirklich so toll! Es wird dadurch künftig nicht weniger tote geben! Das aber nur am Rande.
      Wollen Sie allen ernstes der Autoindustrie empfehlen, nur noch kleine Motoren zu bauen??? Wissen Sie eigentlich, warum unsere wunderbaren Autos weltweit ein Renner sind?!? Selbst der grüne Präsi von B.W. musste erkennen, dass er, nicht zuletzt auf Druck des Koaltionspartners, die Automobilindustrie, die ja in Bayern & B.W. ein echter Wirtschaftsmotor ist, besser nicht „verschnupft“! By the way: Jährlich passieren auch viele schwere Unfälle mit (Linien-) Bussen. Zuletzt erst der tragische in einem schweizerischen Tunnel. Oder das schwere ICE Unglück in Eschede seinerzeit! Wo bleibt denn hier das „reflex- & gebetsmühlenartige“ Fordern grüner (linker) „Gutmenschen“ nach dem Verbot solcher Beförderungsmittel??? Schließlich passieren doch auch durch diese (vermeidbare?) Unglücke….! Es muss also dringend ein „Gesetz“ her, um das künftig zu verhindern!!! Hoffentlich bemerken Sie meine Ironie..!!! Dieser ganze schizoide Wahnsinn besteht doch, wie so oft, den Wirklichkeitstest überhaupt nicht!
      Und das alles hat eben doch etwas mit linker Ideologie zu tun! Denn was Sie wollen, ist die absolute Gleichmacherei! Ganz egal ob in der Bildungspolitik, im Verkehr etc. Es ist zwar wider die Natur, aber für die linken sind einfach alle gleich zu machen! Das geht natürlich nicht. Was die Linken aber nicht davon abhält, ihren Ideologienwahnsinn weiter hemmungslos zu proklamieren. Um es auf den Punkt zu bringen:
      Grün= Gleichmachen= Kommunismus=Links!
      So einfach ist das! Übrigens: Noch kein System der Welt hat Gleichmacherei auf Dauer überlebt, das sollten Sie wissen! Und noch etwas: In einigen Staaten (bspw. in einigen Bundesstaaten der USA) wurde die Sinnlosigkeit des „Speed Limits“ endlich erkannt, Fazit: Große Lockerungen bzw. z.T. komplette Abschaffung dieses Unsinns! Gratulation dazu! So, Frau Neumeister, jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass Sie eine Erleuchtung erfahren, grün ist ja schließlich auch die Hoffnung und die stirbt bekanntlich ja immer zum Schluss! Meine ist die, dass die Vernunft (und die Autolobby) obsiegen wird, die Menschheit nicht durch weitere linke und antidemokratische Sanktionen gequält wird und das Sie viel Spaß dabei haben, Ihr Wissen einmal zu vermehren! Hoffnungsvolle Grüße zurück!

  11. Bruno Bischler sagt:

    Generelles Tempo 130 ist längst überfällig!
    Unabhängig von der Unfallstatistik muss die unnötige und gefährliche Raserei und die damit verbundene Aggressivität endlich unterbunden werden.

    • C. Soll sagt:

      Wenn Sie glauben, dass sich aggresive und rücksichtslose Verkehrsteilnehner durch Verbote limitieren lässt (tun sie erwiesenermaßen nicht, rafft das endlich mal!), dann glauben Sie vermutlich auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet! Wenn Sie sich wohl fühlen, dann fahren Sie eben 130, aber schreiben Sie mir gefälligst nicht vor, dass ich das auch tun muss! Alternativ zahlen Sie einfach meinen Sprit und meine Kfz.-Steuern, dann könnten wir evtl. noch mal über (schwach- & unsinnige!) Reglementierungen (auch linke Gängelungsideologie genannt!) reden…..!

  12. R.P. sagt:

    Ein generelles Tempolimit löst keine Probleme sondern erzeugt mehr Agressionen beim Autofahrer. Intelligente Steuerungssysteme können hier helfen den Verkehrsfluss zu regeln. Pauschal alles in einem Topf zu werfen halte ich für den falschen Ansatz. Statistiken zeigen daß ein Tempolimit in den einzelnen europäischen Staaten wieder schrittweise aufgehoben werden soll. Und Deutschland geht genau den anderen Weg. Fragen Sie sich bitte wie sie sinnhaft einem Autofahrer erklären sollen daß er 120km/h auf einer leeren Autobahn fahren muss. Das ist das Giesskannenprinzip und nicht mehr oder weniger. Ich habe weder mit der Grünen Ideologie noch mit einen Linken ideologie zu tun aber man sollte die Kirche im Dorf lassen auch wenn Sie reine Wahlkampfpolemik ist. Zu Ihren Statistiken mit den jungen Fahrern kommt das Giesskannenprinzip wieder zum Tragen. Warum darf ein junger Fahrer überhaupt schnelle Autos fahren ? Warum gibt es keine Drosselung wie beim Motorradfahren ? Das würde Ihre Statistiken ebenfalls erhellen und nicht eine Pauschalisierung der Autofahrer durch ein Tempolimit. Erwiesenermassen sind die meisten Unfälle auf der Landstrasse zu finden. Da ist aber bereits Tempolimit. Hmm, die Argumente verstehe ich als Vielfahrer jetzt nicht mehr. Schauen Sie sich doch auch mal andere Empfehlungen von Verkehrsrechtexperten an http://www.rp-online.de/auto/news/sieben-fakten-zum-tempolimit-1.567381

    Natürlich werden Sie eigene Experten haben und Ihrer Gutachten definieren aber denken Sie noch im Sinne Ihrer Wähler ?

  13. Jan sagt:

    schaut doch mal auf die statistik: http://www.adac.de/_mmm/pdf/4%203%20Autobahnen_42805.pdf Wie man sieht erfolgen nur 6.4 prozent der unfällle auf der autobahn an den meisten sind lkw beteiligt, die sowieso nicht schneller als hundert fahren dürfen, desweiteren muss man noch die geisterfahrer einrechnen, schlechtes wetter ec. es scheint also so als wäre die hohe geschwindigkeit nicht für die meisten unfalle die ursache. und die die sie wahrscheinlich verursachen überhohlen eh wie sie wollen drängeln und und und. diesen kommt man eh nicht durch verbote bei :P
    vernünftig wäre aus sicht des umweltschutzes den verkehr in den städten besser zu regeln so das man nicht immer ab stoppen muss und wieder beschleunigen muss denn wenn ich mir meinen durchschnittlichen verbrauch anschaue, verbrauche ich in der stadt immer noch mehr nals auf der autobahn auh wenn ich ab und zu mal 180 fahre
    mfg

  14. C. Soll sagt:

    Man kann es auch ganz kurz und knapp auf den Punkt bringen:

    Würde die Sicherheit durch Tempolimits tatsächlich steigen & der Umweltschutz sich verbessern, dann müsste es ja in a l l e n Ländern mit Limit deutlich sauberer u n d deutlich sicherer sein! Das ist aber s i g n i f i k a n t n i c h t der Fall!!!! Zu behaupten, es wäre so, ist übelste linke Demagogie & vorsätzliche Volksirreführung! Außerdem: Die Mehrheit W I L L es einfach nicht! In einer Demokratie, die diese „(linken) Gutmenschen“ ja angeblich immer zu schützen bemüht sind, ist der Mehrheitswille doch etwas ganz ausschlaggebendes! In Wahrheit sind es eben, nach wie vor, wahre Demokratiegefährder!

  15. Till Haupt sagt:

    Mir hat zu diesem Thema der SPON-Kommentar „Liebe macht blind“ ganz gut gefallen: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-auf-autobahnen-liebe-macht-blind-a-898824.html

  16. Karin Müller sagt:

    Die Debatte zeigt, dass das Thema sehr emotional besetzt ist, jeder sucht sich seine Studien und Argumente, die er für richtig hält. Ähnliche Debatten gab es beim Rauchverbot. Der von Till zitierte Artikel von Spiegel-Online bringt es auch gut auf den Punkt. Ich denke, irgendwann ist die Zeit reif für ein Tempolimit, seien es jetzt 120 oder 130 km/h. Dass dadurch ein gleichmäßigeres Fahren möglich ist und die Unfälle weniger schwer sind, weil einfach der Aufprall und der Bremsweg bei niedrigerer Geschwindigkeit geringer sind, lässt sich durch keine Statistik wegdiskutieren. Und Politik hat aus meiner Sicht die Aufgabe, die Rahmenbedingungen zu setzen, die dem Allgemeinwohl dienen. Deswegen brauchen wir auch keine FDP mehr, die will alles dem freien Willen überlassen. Das hört für mich da auf, wo andere dadurch gefährdet werden. Ob die Zeit für ein Tempolimit bereits da ist, vermag die weitere Diskussion zeigen.

  17. C. Soll sagt:

    Frau Müller,
    eine Umfrage des Spiegel Online ergab, dass ca. 55 % der Menschen k l a r dagegen sind! Das ist eine deutliche Mehrheit! Diesem Willen h a t entsprochen zu werden! Da haben wir sie (mal) wieder, die linken Demokratiegefährder…!!! Und, mal nebenbei, das mit dem Rauchverbot ist ja auch so eine halb ausgegorene Sache (gewesen), die noch immer „nicht durch“ ist!. Warum sind die Straßen in Ländern mit Tempolimit denn n i c h t sicherer als unsere??? Wenn Sie doch selber behaupten, dass sich jeder „seine Studien“ heraussucht, dann trifft das ganz offensichtlich für Sie zu! Das ist nämlich das einzig emotionale an der Diskussion; ein paar linke frustrierte machen sich wieder mal auf die Suche, unbescholtene Bürger mit neuen Schwachsinnsreglementierungen zu gängeln! Um diesen Bullsh…t (nichts anderes ist es) durchzusetzen, versucht man das Volk irre zu führen! Es wird polemisiert, falsche Fakten werden unter dem Vorwand, „man wolle doch nur schützen“, vorgetragen, alles billige „Totschlagargumente“ und in Wirklichkeit wollen sich einfach ein paar linke Stinkstiefel daran ergötzen, dass sie wieder mal Menschen „in die Schranken“ weisen, bzw. in die Irre führen konnten! Sie selber aber fahren als MdL oder MdB mit 200 Km/h ungebremst weiter. Ihr seid alle Demagogen, Edelkommunisten und Wendehälse! Aber das sind wir ja von Euch gewohnt! Schließlich sitzen ja mittlerweile auch die, die früher einem Unrechtsregime treu dienten als brave Demokraten und Menschenfreunde in Bundestag! Deutschland schafft sich eben lieber selber ab, anstatt einfach diese Elemente abzuschaffen, was der viel bessere Weg wäre!
    P.S.: Viele andere Länder schaffen es gerade wegen erwiesenem Blödsinn sukzessive wieder ab oder weichen es auf!

  18. Jakob sagt:

    Jaja, die Sicherheit. Vor allem mit den ganzen Unfalltoten. Über 4000 waren es letztes Jahr. Davon 370 auf deutschen Autobahnen. Jetzt ziehen wir mal die nachweislich über 10% durch Alkohol oder Drogen verursachten Unfälle ab, macht das 330. Dann nochmal die durch Falschfahrer verursachten Todesfälle (etwa 80 Unfälle pro Jahr, jeder 6. mit mindestens einem Todesfall, sagen wir mal 30) sind wir bei 300. Jetzt haben etwa 30% der Autobahnen kein Tempolimit. Erstaunlicherweise fallen hier weniger Unfälle an als auf begrenzten Autobahnabschnitten (da ja die gefährlichen Autobahnabschnitte begrenzt werden), aber sagen wir mal dass es gleich viele wären. Sind wir bei 100 Toten durch Verkehrsunfälle auf unbegrenzten Autobahnabschnitten, die nicht durch Alkohol oder Falschfahrer passiert sind. Dazu kommen jetzt noch die, zu denen wir keine Statistik haben: Am Steuer eingeschlafen, Unachtsamkeit, schlechtes Wetter, und einfach schlechtes Fahren. Dann sind wir vielleicht noch bei 50, aber realistischerweise eher bei 20. Pro JAHR. JEDEN TAG sterben das zehnfache davon (ca 200) an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Lasst uns mal lieber erstmal den Alkohol verbieten, denn damit haben wir die Nachfolgen nicht, UND reduzieren mehr Unfalltote als es die Einführung eines Tempolimits je könnte. Und da ich fast keinen Alkohol trinke würde es MICH ja auch nicht sonderlich treffen.

    • Micha sagt:

      Während sich Autofahrer, die mal aufgrund ihrer trögen Fahrweise gedisst wurden, über ein Tempolimit freuen, sterben sie an den Folgen ihrer unvernünftigen Lebensweise: leichte und schwere Drogen, Fettleibigkeit, riskante Hobbys. Mahlzeit und bitte hört auf zu heulen, wenn ihr Angst vor Tempo habt, dann fahrt nicht auf der Autobahn. Genau aus diesem Grund fahre ich auch nicht Ski…weil ich eben zu doof dafür bin aber ich verbiete es deswegen nicht allen anderen. ;)

    • Micha sagt:

      JAKOB ich gebe dir zu 100% Recht

  19. Huber sagt:

    Hallo,ich bin viel im Stadtverkehr,Landstraßen unterwegs. meine Beobachtung ist, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen nur sehr selten eingehalten werden in Baustellen soll man 40km/h fahren ganz wenige tun das , nicht mal Städte. Busse ! Aber auch nicht schneller als 55km/h also im Rahmen. . deshalb bin ich doch sehr für ein gegebenes Limit, öfter Mal eine Unfallschwerpunkt Strecke begrenzen und Kontrollen zu mindest ankündigen, Stichproben. das trifft dann sowieso die sonst immer sich an die Regeln halten und einmal nicht. . Werden zur Kasse gebeten!!
    da erlebste Sachen !

  20. Caro sagt:

    Warum zeigen die GRÜNEN nicht mal mehr Biss, um ihre Forderung nach einem Tempolimit endlich durchzusetzen?! Es ist ungleich entspannter, mit max. 130 km/h zu fahren – haben wir in Frankreich gerade wieder gemerkt. Kaum ist man in Deutschland, geht das aggressive Gedrängel wieder los.
    Als kleiner Koalitionspartner könnten die GRÜNEN an anderer Stelle blockieren, um dieses Ziel voran zu bringen. Erzählen Sie uns nicht, dass Sie als Koalitionspartner keine Macht hättet…. und lassen Sie sich nicht von der Autolobby einlullen. Es spricht alles für ein Tempolimit: Sicherheit, Spritverbrauch an erster Stelle!

    • Micha sagt:

      Verlasse doch einfach ab und zu mal die linke Spur und schon musst du dir über Drängler keine Sorgen machen ;)

  21. Ken sagt:

    Autobahnen sind für mich zum überbrücken großer Distanzen gebaut worden. Wenn man z.B. von Hamburg nach München will. Daher sollte man auch mindestens 130 (Richtgeschwindigkeit) fahren MÜSSEN. Wer sich nicht darauf konzentrieren kann oder will, sollte den ÖPN in Anspruch nehmen.Leider werden immer mehr Gesetze und Geschwindigkeitregelungen erlassen, welche den „Sonntagsverkehr“, Stoßzeiten zwischen den Speckgürteln und den Metropolen regeln oder schlichtweg die Stadtkassen aufbessern. Mein Leben lang habe ich Mündigkeit gepredigt bekommen und möchte diese bitte auch auf der Autobahn praktizieren. Ob ich jetzt 120 aus guten Gründen oder 250 ebenfalls aus guten Gründen fahre…

    • Micha sagt:

      Naja die Grünen brauchen die Autobahn ja nicht um schnell von A nach B zu kommen, dafür haben sie ja Privat-Jets (Natürlich nach Euro6-Norm :D ). Die Grünen brauchen die Autobahn für ihr Tempolimit-Wahlgeschwafel. Irgendwie muss man ja die breite Blödheit erreichen. Vorteile haben aber auch Tempolimits: Bei 200 kann man einfach keine Nachrichten mehr tippen oder die Garderobe richten, geschweige denn Fingernägel lackieren oder Wurstbrote belegen ^^

  22. Marco sagt:

    Das Fahren auf tschechischen Autobahnen war eine Katastrophe (Tempolimit 130 km/h) Man fährt die ganze Zeit geradeaus ohne Spurwechsel oder ähnliches, weil ja jeder die gleiche Geschwindigkeit fährt. Für mich wirkte das nach einiger Zeit sehr ermüdend und ich glaube, dass das eher zu einer Erhöhung der Unfallgefahr beiträgt.

    • Micha sagt:

      Richtig. Das wäre dann ein Grund, ein erneutes Tempolimit einzuführen. Bei Tempo 30 muss man dann gar nicht erst mehr aufwachen :D

  23. Ede sagt:

    Hier die Geschichte meiner zwei Beinaheunfälle auf deutschen Autobahnen.
    Vor 41 Jahren war ich einmal pro Woche ca. 290km unterwegs, in die Kaserne. Um Sprit zu sparen fuhr ich Tacho 120. Ich kam immer halb eingeschlafen an. Auf der sechsten Fahrt schlief ich ein, wachte 10 Meter hinter einem LKW wieder auf, konnte gerade noch ausweichen. Damals gab es noch keinen Unterfahrschutz, hätte tödlich enden können. Den Rest der Bundeswehrzeit fuhr ich nur noch Vollgas (160 km/h), kam immer sicher und hellwach an.

    Vor 25 Jahren fuhr ich zur Arbeit, weil Kurzstrecke mit Tacho 130. Vor mir überholte gerade ein LKW, ich wechselte auf die dritte Spur, plötzlich zog der LKW, ohne zu blinken, auch auf die dritte rüber. Er verschob meine Stoßstange 5cm nach links. Wäre ich 180 gefahren, wäre ich längst vorbei gewesen, wäre ich 120 gefahren, wäre meine Stoßstange heil geblieben. Wenn ich genau neben dem LKW bin, während er ausschert, werde ich an die Leitplanke geklatscht, völlig unabhängig von der Geschwindigkeit.

    Heute fahre ich 110 auf Autobahn-Kurzstrecken, auf Langstrecken fahre ich wechselnde Geschwindigkeiten, zwischen 130 und 180 km/h, immer sehr verantwortungsvoll, je nach Verkehrslage. Auf zweispurigen Autobahnen fahre ich maximal 150. Nachts natürlich nur so schnell, dass ich innerhalb meines Sichtbereichs anhalten kann, bei 60 Metern Leuchtweite meiner Scheinwerfer sind das ca. 110.
    So fahre ich schon jahrelang sicher und unfallfrei.

    Wegen der CO² Einsparung ein Tempolimit einzuführen halte ich für völlig daneben. Dann müssen Sie auch meinem Nachbar verbieten, seine ganze Wohnung hell zu erleuchten. Ich mache nur Licht in dem Zimmer in dem ich mich befinde und das mit LED-Lampen. Es gibt noch jede Menge andere Möglichkeiten durch Verbote Energie zu sparen, warum gerade bei den Autofahrern.

    Versuchen Sie es doch mal mit Belohnungen. Zum Beispiel könnte man Autos mit einem Gewicht bis 1200kg und einer Motorleistung von bis zu 65 PS von der KFZ-Steuer befreien.
    Und die Idee der Piraten, der kostenfreie Nahverkehr, ist auch eine super Idee. So erreichen Sie ihre Ziele ohne ein einziges Verbot.

    Ich möchte nicht darauf verzichten, mein Auto mit Höchstgeschwindigkeit (180) bewegen zu dürfen, darum wähle ich nicht die Grünen, obwohl ich mit Ihrem restlichen Programm voll einverstanden bin.

    Hier noch`n Link:
    http://www.130-danke-nein.de/_10_gruende

    Schöne Grüße!

    • Micha sagt:

      Kann ich voll bestätigen. Als ehemaliger Dauerpatient von langstrecken gab es nichts gefährlicheres als ödes und langsames Fahren, welches zu Ermüdung führt, auch wenn man hell wach ist.

  24. hci1111 sagt:

    „Was meinen Sie?“

    Ich meine, dass jeder selbst entscheiden soll wie schnell er fahren möchte oder kann. Ein fur alle gültiges allgemeines Tempolimit macht nicht den geringsten Sinn und ist unnötige Bevormundung. Wenn jemand nicht schnell fahren möchte kann er das auch heute tun, keiner zwingt ihn schnell zu fahren, also sollte er auch die anderen nicht dazu zwingen langsam zu fahren.

  25. Paulchen sagt:

    Einiger Komentatoren haben folgendes geschrieben, daß es in der Schweiz, in Frankreich und in Australien im Straßenverkehr (meist) entspannter zu und her gehe als hierzulande.

    Warum ist das so? Wegen des Tempolimits? Nein.
    Sondern weil die generelle Verkehrsdichte viel niedriger ist als in der Bundesrepublik. Nur deshalb.

    Viele Grüße!

  26. Franz sagt:

    In Frankreich ist die Zahl der Toten auf Autobahnen um 25% höher als in Deutschland, trotz Tempolimit.

    • Micha sagt:

      GRÜNE interessieren sich nicht für Fakten, sonst würden sie Fahrrad fahren anstatt Flugzeug zu fliegen ^^

  27. Bahn frei sagt:

    Das Tempolimit in Tschechien gibt es zwar formell, interessiert aber keine Sau. Als Grenzpendler bin ich jedes WE mit 160/170 Durchschnitt u.a zwischen Prag und Brünn unterwegs. In Polen liegt das Limit mittlerweile bei 140 km/h. Spritverbauch ist egal, da die Treibstoffkosten durch geringere Besteuerung viel günstiger sind. Ich würde empfehlen nicht noch das letzte Argument, was für Deutschland spricht, auch noch zu beseitigen.

  28. ****area51**** sagt:

    In der ganzen Diskussion verstehe ich eine Sache nicht. Heute wo ohnehin nur noch vergleichsweise wenig Menschen im Verkehr und noch weniger auf Autobahnen sterben, da will man Geschwindigkeiten begrenzen, obwohl es mit der heutigen Technik sicher möglich ist auch hohe Geschwindigkeiten zu fahren. In den 70er als es in der alten BRD allein 10 mal so viele Verkehrstote gibt wie heute in Gesamtdeutschland, sah man kein Bedürfnis die Geschwindigkeit zu beschränken. Was ich damit sagen will ist, dass man die heutige völlig überzogene Sicherheitsvorstellungen überdenken sollte. Mit der grünen Argumentation sollte man am besten direkt im Bett liegen bleiben, weil schon in der Küche eine erhöhte Brand und Unfallgefahr lauert, gar nicht auszumalen was draußen passiert. Angesichts der im Vergleich zur Gesamtmortälität sehr geringen Anzahl der Verkehrstoten sollte man sich lieber mit wichtigen Dingen beschäftigten.

  29. Micha sagt:

    Es sterben hundert mal so viele an Drogen, gleich welcher Art, an Fettleibigkeit, riskanten Hobbys oder bei der Hausarbeit, als wie auf Autobahnen durch schnelles Fahren…Ergibt nach logischer Konsequenz ein Tempolimit. Warum? Weil m
    Vater Staat an schnllem Vorankommen kein Geld verdient, an Drogen jedoch Milliarden…Aber der Grüne Wähler interessiert sich nicht für harte Fakten sondern für Weichgespültes. Prost

  30. Carsten sagt:

    Ich würde nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen zustimmen wenn dieses bei 150 km/h liegen würde. Für Elektrofahrzeuge von mir aus schneller. Diese schnellere Geschwindigkeitsflussargument gilt jedoch nur auf häufig verstopfte Stadtautobahnen und Baustellen. Sonst wenn man mitten in Bayern oder Rheinland-Pfalz kaum Verkehr auf der Autobahn hat, dann verlangsamt eine Begrenzung auf 120 oder gar 100 nur. Hinzu kommt dass 87% aller tödlichen Autobahnunfälle bei niedriger Geschwindigkeit unter 130 passieren. Es passiert häufig wenn jemand unachtsam fährt und mit 85 km/h dann ein Laster überholt und der der nur 120 fährt hat keine Bremsmöglichkeit wenn dieser Omi in der allerletzten Sekunde die Spur wechselt. Zudem muss man befürchten dass eine niedrige Geschwindigkeitsbegrenzung noch die Konzentration vermindern könnte. Besserungen anderer Länder waren nur kurzfristig gewesen, und plötzlich waren Unfallzahlen ähnlich wie vorher oder gar schlimmer. Statt die Autobahnen langsamer zu machen, fördert mal alternative Energien sodass wir eines Tages 140 oder 150 mit Elektroautos fahren können und dabei noch eine Reichweite von 500 km haben würden! Seid mal freiheitlicher! Was ist aus den alten Grünen geworden? Ihr wart mal so intelligent und jetzt seid ihr autoritäre Langweiler die sich keine Alternativen denken kann.

  31. jasmine sagt:

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    Dies ist ein vertraulicher Brief. Ich erwarte eine Antwort
    positiv ist. Mit freundlichen Grüßen, können Sie mir per E-mail weitere Informationen kontaktiert.
    Bitte kontaktieren Sie mich: jasminestratman96@gmail.com
    Frau jasminestratman

  32. Olivier Hess sagt:

    Grad komm ich mit meiner Familie von Belgien A4 Aachen Richtung Köln. Meiner Meinung nach illegales Autorennen mit 4 Sportwagen kurz hintereinander mindestens 220, eher 250 km/h durch Kurven. Nieselregen, 90% der Autos fuhren nicht schneller als 120 km/h. Muss man sich in Deutschland tot fahren lassen? Wegen jedem Pipifax wird man hier drangsaliert, und auf den Autobahnen tobt man sich dann aus. Das soll Freiheit sein? Hab die Polizei angerufen, mit diesen Details. Nein, generell darf man so fahren, Wetter, Kurven, alles egal. Naja, Autolobby und Beamte. Armes Deutschland…

  33. Olivier Hess sagt:

    Nein, wir brauchen in der Tat kein Tempolimit in Deutschland. Ab jetzt freu ich mich über die Sammelklagen in den USA und in der EU gegen VW. Sollen die ruhig mal für 10 Jahre weniger verdienen, das ist das bessere Mittel. Und der Sptrit soll meinentwegen auch über 2,50 € kosten.

  34. Great for display or cutting trees.

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