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Foto von Bettina Hoffmann
20. März 2013

Frühlingsanfang: Summ, summ, summ Bienchen ...?

Bettina Hoffmann, Frauenpolitische Sprecherin und Beisitzerin im Landesvorstand

Das aufrüttelnde Buch „Der Stumme Frühling“ der Biologin Rachel Carson von 1962 gilt als Ausgangpunkt der weltweiten Umweltbewegung. Damals war es DDT. Heute sind es sogenannte Neonikotinoide, Nervengifte, die von der europäischen Lebensmittelbehörde als Ursache für das Bienensterben erkannt wurde. Das Gift wird in Insektiziden gegen den Maiswurzelbohrer eingesetzt, der sich aus Zentralamerika kommend in Europa immer mehr ausbreitet. Die Gewinne der Chemiekonzerne und die Schäden an Maismonokulturen sind der Merkel-Regierung mit einer dem Bauernverband willigen Ministerin wichtiger als das Weiterleben der Bienen – unserem Symbol für biologische Vielfalt.

Ausgerechnet in der UN-Dekade der Biologischen Vielfalt (2011 – 2020) ist ein Verbot des Giftes in der EU gerade an der Enthaltung Deutschlands gescheitert.

Der Verlust der Biodiversität führt zu enormen sozioökonomischen Verlusten. So wird allein der wirtschaftliche Wert der Bestäubung durch Insekten, die in Europa stark zurückgegangen ist, in der EU auf etwa 15 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Die biologische Vielfalt zu erhalten ist deshalb auch ein wichtiger Bestandteil der Strategie Europa 2020 für ein intelligentes und nachhaltiges Wachstum. Und nicht zuletzt steht die Biodiversitätsstrategie der EU im Einklang mit den globalen Verpflichtungen, die die EU im Oktober 2010 in Nagoya im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt eingegangen ist. All davon scheinen Merkel & Co noch nichts gehört zu haben.

Dies zeigt uns, wie wenig von unverbindlichen Strategien zu halten ist. Auch die Nationale Strategie zu biologischen Vielfalt ist nicht mehr als Makulatur. Eine vergleichbare hessische Strategie ist ohnehin Fehlanzeige. Doch auch in unserem Land geht die biologische Vielfalt dramatisch zurück. Das beweisen nicht zuletzt die aktuellen Roten Listen. Ich setze mich deshalb für die Bienen ein. Es darf doch nicht sein, dass Imker ihre Bienenvölker lieber in die Stadtränder verlegen, weil es dort keine Maismonokulturen, also keine Maiswurzelbohrer und damit auch kein Nervengift gibt. Wir brauchen überall bunte Wiesen, Wegränder und Obstbäume.

Wir GRÜNE Hessen kämpfen für den Wechsel – im Bund und in Hessen! – auch für die Bienen und die biologische Vielfalt!

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  1. Dirk Schmack (Biedenkopf) sagt:

    Wo bleibt denn jetzt die lange versprochene Erderwärmung? Man was wäre das schön, wenn es endlich wieder richtige Sommer und Winter geben würde – so wie früher – vor den GRÜNEN !!! Als die Autos noch Autos waren, über 2 l. Hubraum, verbleiter Kraftstoff, usw. Zu dieser Zeit hatten wir noch richtige Jahreszeiten! Doch dann als der dicke Terrorist in den weißen Turnschuhen kam …

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